• 15:39 Uhr: ➤ Fußball-Nationalspielerin Bühl positiv auf Coronavirus getestet
  • 04:32 Uhr: Kellermann stolz auf Wolfsburgerinnen im DFB-Team

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➤ Fußball-Nationalspielerin Bühl positiv auf Coronavirus getestet

  • 15:39 Uhr:

Fußball-Nationalspielerin Klara Bühl ist einen Tag vor dem EM-Halbfinale positiv auf das Coronavirus getestet worden und wird die Partie gegen Frankreich verpassen. Dies teilte der DFB am Dienstag mit. "Sie ist aktuell symptomfrei und wurde umgehend isoliert. Weitere Testungen des kompletten Teams und Staff fielen negativ aus", hieß es vom Verband. Die 21 Jahre alte Offensivspielerin des FC Bayern München hatte bisher alle vier Spiele von Anfang an bestritten und beim 2:0-Sieg gegen Spanien auch ein Tor erzielt.

Bei der EM war bereits Torjägerin Lea Schüller positiv auf das Virus getestet worden. Sie ist inzwischen wieder aus der Quarantäne entlassen. Mit Ausnahme von Bühl stehen Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg alle Akteurinnen zur Verfügung. Bühl könnte am Mittwoch (21.00 Uhr MESZ/ZDF und DAZN) von Jule Brand ersetzt werden. (dpa)

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Die weiteren Meldungen vom 26. Juli

Auf sie muss das DFB-Team besonders achten: Wendie Renard will endlich den EM-Titel

  • 05:36 Uhr:

Im Vereinsfußball gibt's keine zweite Frau wie sie - 15-mal französische Meisterin, neunmal Pokalsiegerin und achtmal Champions League-Gewinnerin mit Olympique Lyon, zuletzt im Mai beim 3:1 gegen den FC Barcelona. Nicht nur deshalb, sondern auch wegen ihrer 1,87 Meter ragt Frankreichs Kapitänin Wendie Renard von Deutschlands Halbfinal-Gegner bei der Europameisterin in England heraus.

"Sie ist eine absolute Führungsspielerin. Wir müssen sie bei Standards gut verteidigen, weil sie ein gutes Kopfballspiel hat. "Darauf werden wir uns speziell vorbereiten", sagte die deutsche Mittelfeldspielerin Sara Däbritz, die nach ihrem Wechsel von Paris Saint-Germain nach Lyon künftig eine Clubkollegin von Renard ist.

Die Abwehrchefin lag nach der Heim-WM 2019, als die Französinnen im Viertelfinale am späteren Titelgewinner USA scheiterten, wie so manche andere aus ihrem Team mit Nationaltrainerin Corinne Diacre im Clinch und war länger nicht mehr Spielführerin. Doch in England ist sie längst wieder der "Kontrollturm", so ihr Spitzname. Und die Funkzeichen sind klar: Renard will endlich einen Titel mit "Les Bleues" holen.

Bei der WM 2011, 2015 und 2019, EM 2013 und 2017 und bei Olympia 2012 und 2016 ging Frankreich leer aus. "Die Vergangenheit ist Teil meiner Geschichte und auch der Auswahl. Es liegt an uns, das zu ändern", sagt die auf Martinique geborene Renard. (dpa)

Sara Däbritz

EM-Showdown gegen Frankreich: Deutschland will "1000 Prozent" geben

Mit Frankreich ist der Deutschland-Gegner für das Halbfinale der Europameisterschaft gefunden. Die deutsche Mannschaft geht optimistisch in das Duell gegen "Les Bleues", denn bislang ist sie ohne Gegentor durch das Turnier gekommen.

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Kellermann stolz auf Wolfsburgerinnen im DFB-Team

  • 04:23 Uhr:

Ralf Kellermann sieht das Auftreten des deutschen Teams bei der Fußball-Europameisterschaft in England auch als Erfolg für den VfL Wolfsburg. "Das ist schon eine besondere Situation, wir sind auch ein Stück weit stolz darauf. Damit hatten wir vor einem Jahr nicht gerechnet", sagte der Sportliche Leiter des deutschen Frauen-Meisters angesichts von zehn Wolfsburgerinnen im Kader des Halbfinalisten Deutschlands. Sieben gehören derzeit sogar zum Stamm.

Mit Torhüterin Almuth Schult, die nach der EM in die USA wechselt, hat der VfL sogar elf Spielerinnen im DFB-Aufgebot. Ihre Nachfolgerin und Konkurrentin Merle Frohms, die von Eintracht Frankfurt zum VfL zurückkehrt, hat vor dem Halbfinale gegen Frankreich am Mittwoch (21.00 MESZ/ZDF und DAZN) in Milton Keynes noch kein Tor kassiert.

"Es freut mich sehr, dass sie diesen Schritt gemacht hat. Sie hat dem großen Druck standgehalten, eine Almuth Schult mit ihrer ganzen öffentlichen Strahlkraft als Konkurrentin hinter sich zu haben", sagte Kellermann. "Wir werden auch in Wolfsburg von dem tollen Auftritt von Merle profitieren." (dpa)

"Emotional bewegt": DFB-Cheftrainerin Voss-Tecklenburg würdigt Uwe Seeler

Auch die DFB-Frauen waren von Uwe Seelers Tod sehr bewegt. Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg würdigte die HSV-Legende nach dem 2:0-Sieg im Viertelfinale gegen Österreich.

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Die Meldungen vom 25. Juli

DFB-Team vor Halbfinale gegen Frankreich: "Es sind alle fit"

  • 15:47 Uhr:

Zwei Tage vor dem Europameisterschafts-Halbfinale gegen Frankreich hat das deutsche Team in voller Besetzung trainiert. "Es sind alle fit. Wir haben das Glück, dass alle unsere 23 Spielerinnen dabei sind", sagte Britta Carlson, die Assistentin von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg, am Montag in Brentford. Die deutschen Fußballerinnen spielen am Mittwoch in Milton Keynes um den Einzug ins Endspiel am kommenden Sonntag im Wembley-Stadion von London.

Auch Almuth Schult sei wieder "nahezu gesund", sagte die 44 Jahre alte Carlson. Die Ersatztorhüterin hatte zuletzt beim 2:0 im Viertelfinale gegen Österreich wegen eines grippalen Infekts gefehlt. Torjägerin Lea Schüller war nach ihrer Corona-Quarantäne da schon wieder dabei, kam aber nicht zum Einsatz.

Außenverteidigerin Giulia Gwinn berichtete von einem gemeinsamen Teamabend in London. "Wir sind mit allen Spielerinnen und allen vom Staff zur Towerbridge gefahren und haben dort in einem Restaurant sehr, sehr leckeres Essen bekommen und einfach mal den Abend abseits des Hotels genossen", sagte die 23-Jährige vom FC Bayern. "Es tat allen gut, die Stimmung war super."

Beim Training sei die Stimmung allerdings etwas geteilt gewesen, meinte Gwinn schmunzelnd: "Wir hatten heute Morgen eine Trainingseinheit, wo wir Jung gegen Alt gespielt haben - und bei der Jung nicht so gut abgeschnitten hat." (dpa)

DFB-Frauen heiß aufs EM-Halbfinale: "Frankreich ist verwundbar"

Die deutschen Fußballerinnen fühlen sich bestens auf ihren EM-Halbfinalgegner Frankreich vorbereitet. "Sie sind nicht zu null in diesem Halbfinale und auch verwundbar, das wissen wir, und das wollen wir ausnutzen", sagte die Co-Trainerin Britta Carlson vor dem Duell am Mittwoch. Auch Nationalspielerin Giulia Gwinn gab sich selbstbewusst. (Bildcredit: imago)

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Neuendorf und Bierhoff beim EM-Halbfinale der DFB-Frauen

  • 13:56 Uhr:

Die deutschen Fußballerinnen bekommen im Halbfinale der Europameisterschaft in England Unterstützung von DFB-Präsident Bernd Neuendorf und -Direktor Oliver Bierhoff. Das Duo wird zum Spiel gegen Frankreich am Mittwoch in Milton Keynes erwartet, bestätigte der Deutsche Fußball-Bund am Montag. Der neue Verbandschef Neuendorf war schon beim 4:0-Auftaktsieg des Rekord-Europameisters gegen Dänemark im Stadion in Brentford, verabschiedete sich danach aber wieder in den Urlaub. (dpa)

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Merkel schreibt nach jedem Spiel an Bundestrainerin

  • 08:28 Uhr:

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg erhält nach jedem Spiel bei der Europameisterschaft der Fußballerinnen in England eine Nachricht von Angela Merkel. Auch nach dem Halbfinal-Einzug habe die Ex-Bundeskanzlerin am Freitagmorgen geschrieben, sagte Voss-Tecklenburg (54) der "Bild am Sonntag". "Sie hat uns zum Einzug ins Halbfinale gratuliert, alle herzlich grüßen lassen und wünscht uns weiterhin alles Gute."

Die Auswahl des Deutschen Fußball-Bunds hatte mit einem 2:0 gegen Österreich das Halbfinale erreicht und trifft am Mittwoch in Milton Keynes auf Frankreich.

Nach der Weltmeisterschaft 2019, bei der das deutsche Team im Viertelfinale ausgeschieden war, sei sie von Merkel persönlich eingeladen worden, berichtete Voss-Tecklenburg. "Wir saßen bei Kaffee und Tee über eine Stunde bei ihr im Büro zusammen. Wir unterhielten uns nicht nur über Fußball, sondern auch über politische Themen. Danach haben wir uns immer mal geschrieben. Selbst in schwierigsten Zeiten und größten Krisen kam immer was von ihr zurück." Diesen Kontakt hätten sie bis heute aufrechterhalten. (dpa)

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Bus der Französinnen mit Steinen beworfen

  • 07:45 Uhr:

Auf dem Weg zum EM-Viertelfinale gegen die Niederlande im englischen Rotherham ist der Mannschaftsbus der französischen Fußballerinnen mit einem Stein beworfen worden. Ein unbekannter männlicher Jugendlicher habe den Stein in Sheffield in ein Fenster des Busses geworfen und dieses beschädigt, hieß es von der South Yorkshire Police am Sonntag auf dpa-Anfrage. Es sei aber niemand verletzt worden. Die Ermittlungen der Polizei dauerten am Sonntag an, die Gründe für den Angriff waren zunächst unklar.

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Bundestrainerin Voss-Tecklenburg: "Ich war immer sehr dominant"

  • 06:17 Uhr:

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hat einen Wandel in ihrem Umgang mit dem deutschen Nationalteam und auch innerhalb ihres Trainerstabs eingeräumt. "Wir mussten erstmal Klarheit bei uns haben, bevor wir Klarheit bei den Spielerinnen verlangen. Das ist ein Prozess, durch den wir alle gegangen sind", sagte die 54-Jährige in einem Mediengespräch bei der Fußball-Europameisterschaft.

Voss-Tecklenburg trainiert die DFB-Frauen nach sechs Jahren beim Schweizer Verband seit Ende 2018 und war mit ihrem Team bei der WM 2019 bereits im Viertelfinale ausgeschieden. Bei der EM in England spielen die DFB-Frauen am Mittwoch (21:00 Uhr MESZ/ZDF und DAZN) gegen Frankreich um den Einzug ins Finale. "Ich war als Trainerin mehrheitlich alleine unterwegs, in der Schweiz mit meinem Co-Trainer lange alleine", sagte Voss-Tecklenburg. "Ich war immer sehr dominant. Ich wollte am liebsten von vorne bis hinten als Trainerin alles alleine machen."

Inzwischen führt sie ein Betreuerteam an. Dies besteht aus ihrer Vertrauten Britta Carlson sowie den weiteren Assistenten Thomas Nörenberg, Patrik Grolimund, Jan-Ingwer Callsen-Bracker und Torwarttrainer Michael Fuchs. "Für mich war das auch ein Prozess, da hat mich Britta in vielen Momenten begleitet", sagte Voss-Tecklenburg. "Diese Qualität hier von den sportlich Verantwortlichen, die ist so gut und auch eingespielt. Das gibt mir als Trainerin eine viel größere Sicherheit."

Der Umgang mit der Mannschaft sei "weniger der erhobene Zeigefinger. Da muss man trotzdem konstruktiv und klar bleiben, wenn es mal nicht läuft." Es gehe bei Gesprächen mit den Spielerinnen immer in den Dialog mit der Fragestellung: "Wie ist deine Perspektive?"

Auch über den Mannschaftsrat, der aus Kapitänin Alexandra Popp, Almuth Schult, Lena Oberdorf, Svenja Huth, Sara Däbritz und Lina Magull besteht, habe sich ein größeres Verständnis füreinander aufgebaut. "Das macht uns sicherer. Wir haben auch vieles in der Kommunikation auf das Wesentliche reduziert", sagte Voss-Tecklenburg. (dpa)

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Däbritz erinnert an denkwürdiges K.o.-Spiel

  • 04:34 Uhr:

Vor dem Halbfinale gegen Frankreich erinnert sich Fußball-Nationalspielerin Sara Däbritz an ein denkwürdiges K.o.-Spiel gegen den nun kommenden Gegner bei der Europameisterschaft in England. Bei der WM 2015 in Kanada setzten sich die DFB-Frauen - damals mit Däbritz - im Viertelfinale erst nach Elfmeterschießen gegen die Französinnen durch.

"Ich glaube, das war ein superspannendes Spiel, für uns ein cooles Erlebnis", sagte Däbritz. Sie wurde damals für die heutige Kapitänin Alexandra Popp eingewechselt. Deutschland unterlag dann im Halbfinale dem späteren Weltmeister USA und im Spiel um Platz drei England.

"Ihnen wird eine sehr motivierte deutsche Mannschaft gegenüber stehen mit dem großen Ziel, das Finale zu erreichen", versprach Däbritz vor der Partie gegen die Französinnen am Mittwoch (21.00 Uhr MESZ/ZDF und DAZN) in Milton Keynes. Der Sieger trifft im Finale am kommenden Sonntag im Wembley-Stadion auf den Gewinner der Partie zwischen Gastgeber England und Schweden am Dienstag.

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So ticken Deutschlands Fußballerinnen

WWM-Kandidatin, Hundeflüsterin, Dancing Queen: Lena Oberdorf (20) soll im Nationalteam bei der EM in England eine tragende Rolle spielen. Vorab verrät die defensive Mittelfeldspielerin vom VfL Wolfsburg, wie ihre Teamkolleginnen so ticken.

Die Meldungen vom 24. Juli

Schult wieder auf dem Trainingsplatz

  • 17:24 Uhr:

Die deutsche Ersatztorhüterin Almuth Schult ist nach ihrem grippalen Infekt auf den Trainingsplatz zurückgekehrt. Die 31-Jährige vom VfL Wolfsburg, die nach der Fußball-Europameisterschaft zum Angel City FC in die USA wechselt, absolvierte am Sonntag in Brentford allerdings nur eine eingeschränkte Übungseinheit.

Schult hatte beim 2:0 des deutschen Teams im Viertelfinale gegen Österreich gefehlt. Die DFB-Frauen hatten deshalb in Ann-Katrin Berger vom FC Chelsea nur eine Ersatztorhüterin auf der Bank. Merle Frohms stand zwischen den Pfosten und blieb dabei auch im vierten Turnierspiel ohne Gegentor. Der Rekord-Europameister spielt am Mittwoch (21.00 Uhr MESZ/ZDF und DAZN) in Milton Keynes gegen Frankreich um den Einzug ins EM-Endspiel am 31. Juli in Wembley. (dpa)

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Frankreich sieht keinen Nachteil durch kürzere Vorbereitung

  • 11:32 Uhr

Trotz der kürzeren Vorbereitungszeit gehen Frankreichs Fußballerinnen zuversichtlich in das EM-Halbfinale gegen Deutschland. "Wenn du gewinnst, erholst du dich immer schneller", sagte Trainerin Corinne Diacre nach dem 1:0-Viertefinal-Sieg ihres Teams nach Verlängerung gegen Titelverteidiger Niederlande am Samstagabend in Rotherham. "Wir werden wie gewohnt vorgehen. Wir werden uns anpassen."

Ihr Team hat vor der Partie am Mittwoch (21.00 Uhr MESZ/ZDF und DAZN und bei uns im Liveticker) in Milton Keynes zwei Tage weniger Vorbereitung als der Rekord-Europameister: Die DFB-Frauen waren bereits am Donnerstag mit dem 2:0 gegen Österreich ins Halbfinale eingezogen. (dpa)

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Deutschland voller Respekt vor Gegner Frankreich

  • 04:45 Uhr:

Die DFB-Mannschaft geht voller Respekt in das Halbfinale der Europameisterschaft gegen Frankreich. "Sie haben wirklich gut gespielt, verdient gewonnen, sie haben tolle Einzelspielerinnen", sagte Joti Chatzialexiou, Leiter der Nationalteams beim Verband, im ZDF-Interview nach dem 1:0-Sieg der Französinnen nach Verlängerung am Samstagabend im Viertelfinale gegen Titelverteidiger Niederlande. "Sie haben eine brutale Qualität, sind vor allem auf den Außenbahnen richtig gut. Dass es so lange gedauert hat, hat mich überrascht."

Chatzialexiou sah die Partie des hoch überlegenen Gegners am Mittwoch (21.00 Uhr MESZ/ZDF und DAZN) in Milton Keynes wie die Mannschaft im Teamquarter in Brenford. Frankreich hatte sich in Rotherham durch ein Elfmetertor von Eve Perisset (102. Minute) durchgesetzt und zuvor zahlreiche Chancen vergeben.

"Es ist ein tougher Gegner, wir wissen, das Frankreich eine enorme Qualität hat in den Umschaltmomenten, fantastische Einzelspielerinnen mit ganz viel Tempo", sagte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg. "Wir müssen versuchen, ihnen wenig Räume zu geben. Wir werden am Mittwoch alles, was in uns steckt, geben. Ich glaube, dass auch Frankreich Respekt hat vor unserer gezeigten Leistung. Von daher wird's ein Spiel auf Augenhöhe." (dpa)

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Die Meldungen vom 23. Juli

Frankreich deutscher Gegner im Halbfinale

  • 23:30 Uhr:

Frankreich ist der Halbfinalgegner der deutschen Fußballerinnen bei der Europameisterschaft in England. Das deutlich überlegene Team um Kapitänin Wendie Renard setzte sich am Samstagabend im Viertelfinale gegen den Titelverteidiger und WM-Zweiten Niederlande mit 1:0 (0:0, 0:0) nach Verlängerung durch. Damit spielen die Französinnen am Mittwoch (21.00 Uhr MESZ/ZDF und DAZN) in Milton Keynes gegen die DFB-Frauen um den Einzug ins Endspiel, das am 31. Juli im Wembley-Stadion von London ausgetragen wird.

Im New York Stadium von Rotherham traf Eve Perisset erst in der 102. Minute per Foulelfmeter für die Auswahl von Trainerin Corinne Diacre. Frankreich steht damit zum ersten Mal in seiner EM-Historie unter den besten Vier. (dpa)

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Keßler: Deutsche Mannschaft ist Topfavorit

  • 21:15 Uhr

Die UEFA-Funktionärin und frühere Weltfußballerin Nadine Keßler sieht die deutschen Fußballerinnen als größten Titelkandidaten bei der Europameisterschaft. "Ich glaube, wer die deutsche Mannschaft gesehen hat, der muss ganz ehrlich sagen, dass sie Topfavorit sind", sagte die 34-Jährige in einem ZDF-Interview vor dem Halbfinalspiel Frankreich gegen Niederlande am Samstagabend. Die Mannschaft von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg sei "wirklich die große Nummer hier, und es wird schwer, sie zu schlagen."

Keßler gewann mit dem VfL Wolfsburg dreimal die Champions League und war 2013 Europameisterin mit der DFB-Auswahl. Vor der letzten Turnierwoche in England zog die Frauenfußball-Abteilungsleiterin der Europäischen Fußball-Union ein hochzufriedenes vorläufiges Fazit. "Ich glaube, die EM setzt ein klares Zeichen, wo wir hin wollen." Das Turnier sei auf einem ganz anderen Niveau als die bisherigen Europameisterschaften. "Jetzt freuen wir uns auf die letzten Spiele und hoffen, dass diese Begeisterung nochmal richtig Fahrt aufnimmt", sagte Keßler. (dpa)

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2:0 gegen Österreich: DFB-Frauen erreichen EM-Halbfinale

Die deutschen Fußballerinnen haben bei der EM in England das Halbfinale erreicht. Der achtmalige Europameister bezwang Österreich in London-Brentford mit 2:0 und kämpft nun am kommenden Mittwoch um den Einzug ins Endspiel am 31. Juli in Wembley.

Die Meldungen vom 22. Juli:

Schult muss weiter pausieren

  • 14:07 Uhr:

Ersatztorhüterin Almuth Schult hat nach einem fiebrigen Infekt auch das Training der deutschen Fußballerinnen am Freitag verpasst. Bei der Spielersatzeinheit am Vormittag fehlte die 31-Jährige wie bereits beim Viertelfinale gegen Österreich (2:0) am Vortag in Brentford. Seit Dienstag ist die Nummer zwei hinter Merle Frohms wegen der Erkrankung außer Gefecht.

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Bühl lacht über sich selbst: "Schiebe den nächstes Mal rein"

  • 12:13 Uhr:

Nach ihrer Auswechslung schämte sich Klara Bühl noch immer. Mit der Hand vor Augen musste die Fußball-Nationalspielerin über sich selbst lachen, weil sie kurz zuvor in der 82. Minute im EM-Viertelfinale gegen Österreich die Entscheidung auf dem Fuß hatte, den Ball aber aus rund elf Metern vor dem leeren Tor kläglich vorbeischoss.

Als Alexandra Popp (90.) in der hitzigen Schlussphase zum 2:0 (1:0)-Endstand traf, konnte die Flügelflitzerin vom FC Bayern aufatmen. Zuspruch kam von Sportpsychologin und Rekordnationalspielerin Birgit Prinz. "Sie hat mir gesagt, so einen hat man immer", sagte die als Spielerin des Spiels ausgezeichnete 21-Jährige, "deswegen bin ich froh, dass ich ihn jetzt hatte."

Sie hoffe natürlich, "dass so etwas in der nächsten Zeit nicht wieder vorkommt. Ich werde daraus lernen und den nächstes Mal reinschieben, keine Frage", versicherte Bühl, die das 1:0 durch Lina Magull (25.) stark vorbereitet hatte.

Auch Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg baute Bühl auf. "Wenn man ihre ersten vier Spiele sieht, dann ist sie einfach eine enorm wichtige Spielerin für uns, die uns ganz viel Energie gibt", betonte die 54-Jährige und lobte Bühls "großes Herz" und "harte Arbeit, sie macht das immer mit einem Lächeln".

Das verging ihr nicht mal nach dem Fehlschuss. Liebevoller Spott im Netz blieb Bühl natürlich nicht erspart. Der Schnappschuss ihres Schämens auf der Ersatzbank sei das perfekte neue Bild für die Whatsapp-Gruppe des Frauen-Nationalteams, hieß es in einem DFB-Tweet, der mit den Worten schloss: "Wir verzeihen dir trotzdem, Klara!" (AFP)

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Rekordwert: Fast zehn Millionen sehen deutschen Sieg bei Frauen-EM

  • 10:50 Uhr

Die Live-Übertragung vom 2:0-Sieg der DFB-Frauen bei der Fußball-Europameisterschaft gegen Österreich ist nur knapp an der Zehn-Millionen-Grenze gescheitert. 9,5 Millionen Menschen sahen am Donnerstagabend in der ARD den Einzug ins EM-Halbfinale, sorgten für einen Marktanteil von 38,2 Prozent und einen Rekord.

Das Spiel war nach Angaben der AGF-Videoforschung die erfolgreichste TV-Sendung des Tages und erzielte die bisher beste Reichweite eines EM-Spiels der Frauen im deutschen Fernsehen. Bei den bisherigen drei Partien der DFB-Auswahl in England schauten durchschnittlich 6,58 Millionen zu. Der Topwert der vorherigen EM lag beim Spiel gegen Russland bei einer Reichweite von 7,06 Millionen.

In Österreich verfolgten auf ORF 1 im Schnitt 894.000 Menschen das EM-Spiel - bei 41 Prozent Marktanteil. (dpa)

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Pressestimmen aus Österreich

  • 07:24 Uhr:

Die österreichischen Fußballerinnen liefern Deutschland einen großen Kampf, treffen oft die Latte oder den Pfosten und scheiden mit 0:2 im EM-Viertelfinale gegen Deutschland aus. Die österreichischen Pressestimmen:

  • "Krone": "Patzer & Alu-Pech! Deutsche kicken ÖFB-Damen raus. Das Ausscheiden war bitter, zumal die ÖFB-Auswahl dreimal am Aluminiumgehäuse scheiterte. Bei der DFB-Elf war das zweimal der Fall."
  • "Kurier": "Das ÖFB-Frauenteam verlangte dem Favoriten alles ab, traf dreimal nur die Stange, musste sich aber mit 0:2 geschlagen geben."
  • "Österreich": "Das EURO-Märchen unserer ÖFB-Damen in England endet mit einer unglücklichen 0:2-Niederlage im Viertelfinale gegen Deutschland. Unseren EM-Heldinnen fehlte das nötige Glück, so verhinderte die Stange und Latte die Chance auf den Ausgleich, am Ende besiegelte ein Zinsberger-Patzer das Aus."
  • "heute": "Die Österreicherinnen verkaufen sich gegen die favorisierten Deutschen mehr als teuer, haben phasenweise sogar das Spiel unter Kontrolle. Zweimal Stange, einmal Latte - das ÖFB-Team verzweifelt bei den Top-Chancen am Aluminium. Auf der Gegenseite entscheiden zwei grobe Eigenfehler das Spiel."
  • "Die Presse": "Österreichs Zauber findet gegen Deutschland sein Ende."

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Voss-Tecklenburg: "Haben viel über Uwe gesprochen"

  • 07:05 Uhr:

Der Tod von Fußballlegende Uwe Seeler überschattet den Halbfinaleinzug des DFB-Teams. Vor allem Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg zeigt sich deutlich angefasst. Im Interview nach dem Spiel führt sie gegenüber dem Sportinformations-Dienst sid aus:

"Ich hatte das Glück, Uwe Seeler mehrfach zu treffen, auch seine Familie. Wir haben mit unserem Physiotherapeuten Kristof Meyer jemandem im Staff, der sehr eng mit ihm in Hamburg zusammengearbeitet hat. Wir haben in den letzten Tagen viel über Uwe gesprochen, weil er immer geschrieben hat und wir wussten, dass er die Spiele schauen möchte. Die Nachricht hat uns sehr bewegt, weil es direkt nach der Spieltagsbesprechung war. Es war nicht einfach, den Fokus aufs Spiel zurückzugewinnen."

Voss-Tecklenburg ergänzte außerdem:

"Mein Beileid gilt der Familie, meinen großen Respekt für Uwe Seeler, der nicht nur ein fantastischer Fußballer, sondern auch ein fantastischer Mensch war. Immer wenn man ihn treffen durfte, hat er was Gutes mitgegeben. Von daher war es ein besonderer Tag, mit einer traurigen Nachricht, aber auch mit dem Wissen, vielleicht haben wir auch ein Stück weit ihm trotzdem noch Freude bereiten können."

Deutschland steht nach einem 2:0-Sieg über Österreich im Halbfinale der EM 2022.

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Oberdorf würde gerne Kimmich treffen

  • 06:00 Uhr:

Fußball-Nationalspielerin Lena Oberdorf würde gerne einmal Bayern-Star Joshua Kimmich persönlich kennenlernen. "Ich glaube, ich würde mich gerne mit Kimmich austauschen, weil er auch so ein bisschen das verkörpert: diese Emotionen im Spiel, niemals aufgibt, in jeden Zweikampf nochmal reingeht, jeden Laufweg nochmal macht. Ich glaube, dass unsere Spielideen ganz gut zusammenpassen", sagte die defensive Mittelfeldspielerin nach dem 2:0 der DFB-Frauen gegen Österreich im Viertelfinale der Fußball-Europameisterschaft in England.

Die 20-Jährige vom VfL Wolfsburg glänzte beim Halbfinaleinzug am Donnerstag in London als Abräumerin im defensiven Mittelfeld - eine Position, auf der auch der 27 Jahre alte Kimmich oft beim FC Bayern oder in der Nationalmannschaft eingesetzt wird.

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Alexandra Popp sichert sich Eintrag in EM-Geschichtsbücher

  • 05:07 Uhr:

Bevor Alexandra Popp ihre EM-Bestmarke setzen konnte, musste sie viel leiden. "Ich habe die ganze Zeit diese Wege gemacht - und war immer extrem nah dran. Dass es dann noch geklappt hat, ist umso schöner", beschrieb die Kapitänin der deutschen Fußballerinnen in der ARD ihren Treffer zum Endstand beim 2:0 (1:0) im EM-Viertelfinale gegen Österreich.

Tatsächlich war Popp oft dicht dran an einem Block beim Abschlag der österreichischen Torhüterin Manuela Zinsberger - und befolgte damit die Anweisung des Trainerteams. Doch es dauerte 90 Minuten, erst dann war die 31-Jährige zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle.

Als der Ball im Netz war, hatte Popp ihren Eintrag in die EM-Geschichtsbücher sicher. Die Angreiferin ist die erste Spielerin in der Turnier-Historie, die in vier aufeinanderfolgenden Einsätzen bei einer Endrunde getroffen hat.

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