• 16:11 Uhr: ➤Merkel "enttäuscht und ein bisschen traurig" über EM-Aus
  • 12:50 Uhr: Löw: Übernehme Verantwortung für EM-Aus "ohne Wenn und Aber"
  • 11:25 Uhr: ARD-Sportkoordinator verteidigt Wellmer und Schweinsteiger
  • 07:58 Uhr: Thomas Müller mit bewegendem Post nach vergebener Großchance
  • 06:51 Uhr: Englands Fans feiern ausgelassen, alkoholisiert und ohne Abstand

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➤ Merkel "enttäuscht und ein bisschen traurig" über EM-Aus

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat "enttäuscht und ein bisschen traurig" auf das Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft reagiert. Das sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin bei einer Pressekonferenz auf eine entsprechende Nachfrage.

"Jeder von uns hätte doch der Mannschaft ein Weiterkommen gewünscht. Es hat nicht gereicht und die Spielanalyse ist nun nicht Aufgabe der Bundesregierung oder der Bundeskanzlerin, aber die Enttäuschung ist doch natürlich da, wenn man vorher intensiv Daumen gedrückt hat."

Das deutsche Nationalteam war durch das 0:2 gegen England am Dienstag im Londoner Wembley-Stadion im EM-Achtelfinale gescheitert. Für Joachim Löw war es nach 15 Jahren das letzte Spiel als Bundestrainer.

EM-Achtelfinale: Deutschland scheitert 0:2 gegen England

Deutschland scheidet im Achtelfinale gegen England aus. Es war das letzte Spiel für Bundestrainer Joachim Löw. Und es war ein Spiel der verpassten Chancen.

Die weiteren EM-News des Tages:

Belgiens Italien-Experte Mertens: "Für mich sehr besonders"

17:35 Uhr: Italien-Legionär Dries Mertens schwärmt vom kommenden Gegner der Belgier im EM-Viertelfinale am Freitag (21:00 Uhr/ZDF und Magenta TV) in München. "Sie spielen einen unglaublichen Fußball", sagte der 34 Jahre alte Offensivspieler am Mittwoch über die Italiener. "Das ganze Team ist gefährlich."

Mertens ist seit 2013 für den SSC Neapel aktiv und kennt daher den italienischen Kader bestens. "Für mich ist das Spiel sehr besonders", räumte er ein. "Es ist ein großartiges Team, es ist eine Mannschaft, die alle beim Turnier verblüfft hat." Sein Ziel mit Belgien ist dennoch klar: "Ich will das Turnier gewinnen."

Auch Mittelfeldspieler Youri Tielemans sieht die seit 31 Partien unter Nationaltrainer Roberto Mancini ungeschlagenen Italiener als sehr schwierigen Gegner an. "Sie haben eine hohe Qualität, sie haben ein starkes Mittelfeld", sagte der 24-Jährige von Leicester City.

Johnson hofft nach Sieg gegen Deutschland auf EM-Titel

16:46 Uhr: Der britische Premierminister Boris Johnson hofft nach dem 2:0-Erfolg Englands gegen Deutschland im Achtelfinale der Europameisterschaft auf den ersten EM-Titel der Three Lions.

"Wir wünschen ihnen alles Gute für ihr Spiel gegen die Ukraine am Samstag und wir werden alle die Daumen drücken, dass dieses Mal der Fußball wider aller Erwartungen endlich nach Hause kommt", sagte Johnson am Mittwoch in Anspielung an die Fußball-Hymne "Football is coming home" im Parlament.

Das englische Team von Trainer Gareth Southgate hatte am Dienstagabend im Londoner Wembley-Stadion erstmals seit 1966 einen Sieg gegen Deutschland in der K.o.-Runde eines großen Turniers errungen. Nun wachsen die Hoffnungen, dass auch ein EM-Titel in Reichweite ist. Am Samstag (21:00 Uhr) trifft England im Viertelfinale in München auf Außenseiter Ukraine.

Knapp 2.000 Corona-Fälle in Schottland in Verbindung mit EM-Spielen

16:01 Uhr: Knapp 2.000 Corona-Fälle in Schottland lassen sich nach offiziellen Angaben in Verbindung mit Spielen der Europameisterschaft bringen. Zwei Drittel von 1991 positiv Getesteten seien Fans, die entgegen der Ratschläge aus dem Norden zu Spielen nach London gereist seien, wie die Gesundheitsbehörde Public Health Scotland am Mittwoch mitteilte.

Am 18. Juni hatten die Schotten in London gegen England gespielt. Knapp 400 Infizierte aus Schottland sollen im Stadion gewesen sein, während in der Innenstadt Tausende weitere Fans Straßen und Plätze bevölkerten.

Die Infektionszahlen beziehen sich auf positiv Getestete, die während ihrer ansteckenden Phase EM-Spiele oder Fan-Events besucht haben - und zwar zwischen dem 11. und dem 28. Juni. Drei Viertel der Infizierten waren der Behörde zufolge zwischen 20 und 39 Jahre alt, neun von zehn waren Männer.

Das Achtelfinale Deutschland gegen England am Dienstag fand mit fast 45.000 Zuschauern vor dem bisher größten Publikum statt. Abstand und Masken waren im Wembley-Stadion eher eine Seltenheit. Wie viele Fans und Beobachter sich dort angesteckt haben, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

Löw glaubt an Aussprache mit Özil: "Irgendwann wird der Tag kommen"

13:30 Uhr: Joachim Löw rechnet nach seinem Abschied als Bundestrainer der Nationalmannschaft in der Zukunft fest mit einer Aussprache mit Mesut Özil. "Es wird die Zeit kommen, wo wir uns miteinander wieder unterhalten und uns wieder treffen werden. Irgendwann wird der Tag kommen", sagte der 61-Jährige am Mittwoch in Herzogenaurach nach dem EM-Achtelfinalaus.

Özil war nach den Querelen um das umstrittene Foto mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und dem folgenden WM-Scheitern 2018 aus der Nationalmannschaft zurückgetreten. Den DFB-Verantwortlichen hatte er unter anderem vorgeworfen, ihn nicht vor rassistischen Verunglimpfungen geschützt zu haben. Löw hatte später von erfolglosen Versuchen der Kontaktaufnahme zum 92-maligen Nationalspieler berichtet, der mittlerweile bei Fenerbahce Istanbul spielt.

Es sei "eine große menschliche Enttäuschung" gewesen, dass er und Özil in den Wochen nach der WM vor drei Jahren in Russland nicht persönlich gesprochen hätten, berichtete Löw nun. "Selbstverständlich war der Mesut für uns, für unsere Nationalmannschaft, für Deutschland ein unglaublich wichtiger und großartiger Spieler.

An wie viele Spiele können wir uns erinnern, wo er wirklich auch seine großartigen Fähigkeiten gezeigt hat und alle Fans mitgerissen und begeistert hat." Özil war Schlüsselspieler auf dem Weg zum gemeinsamen Titelgewinn bei der WM 2014 in Brasilien. Es werde der Tag kommen, an dem in einer Aussprache alles beiseite gelegt werde, sagte Löw.

Löw: Übernehme Verantwortung für EM-Aus "ohne Wenn und Aber"

12:50 Uhr: Joachim Löw hat die Verantwortung für das Scheitern der deutschen Nationalmannschaft im EM-Achtelfinale übernommen und sieht eine positive Perspektive für das Team. "Ich glaube, dass diese Mannschaft und einige Spieler, die mit Sicherheit auch die nächsten Jahre dabei sind, wirklich eine sehr, sehr gute Zukunft vor sich haben und vielleicht auch diesen Erfolg erreichen, den sie sich alle wünschen", sagte der 61-Jährige am Tag nach seinem letzten Spiel als Bundestrainer beim 0:2 gegen England.

"Ich wünsche natürlich auch meinem Nachfolger Hansi Flick alles, alles Gute und viel Erfolg. Mein Herz schlägt weiterhin Schwarz-Rot-Gold."

Nach 15 Jahren als Bundestrainer endete die Ära von Löw, der das Team 2014 zum WM-Titel geführt hatte, am Dienstagabend im Wembley-Stadion mit einem großen Frusterlebnis. "Es tut mir leid, dass wir unsere Fans enttäuscht haben und nicht die Begeisterung ausgelöst haben, die wir uns vor dem Turnier vorgenommen haben", sagte Löw am Mittwochmittag in Herzogenaurach.

"Es liegt in meiner Verantwortung und ich übernehme natürlich auch die Verantwortung für dieses Ausscheiden ohne Wenn und Aber. Von da her braucht es etwas Zeit, um diese Enttäuschung wirklich zu verarbeiten. Ich denke, dass es 15 sehr lange Jahre waren für mich mit vielen schönen Momenten und natürlich auch mit Enttäuschungen."

Viertelfinale: ZDF zeigt Belgien gegen Italien, ARD England gegen Ukraine

12:32 Uhr: Das ZDF wird das Topspiel im Viertelfinale bei der EM zwischen Belgien und Italien in München am Freitag (21:00 Uhr) übertragen. Vorher zeigt das ZDF die Begegnung zwischen der Schweiz und Spanien (18:00 Uhr) aus St. Petersburg.

Die beiden Viertelfinals am Samstag werden in der ARD übertragen. Um 18:00 Uhr spielt Tschechien gegen Dänemark in Baku. Danach trifft die Ukraine in Rom auf England (21:00 Uhr).

Diese Aufteilung gaben die öffentlich-rechtlichen TV-Sender am Mittwoch bekannt. Alle Partien laufen zudem auf dem kostenpflichtigen Telekom-Angebot MagentaTV.

Niederländisches TV: Falscher Text bei deutscher Nationalhymne

12:06 Uhr: Während des EM-Spiels England gegen Deutschland ist dem niederländischen Fernsehen ein peinlicher Fehler unterlaufen. Beim Spielen der deutschen Nationalhymne hatte der TV-Sender NPO versehentlich den Text der ersten Strophe "Deutschland, Deutschland über alles" eingeblendet.

Der Sender entschuldigte sich für den Fehler. Es handele sich um einen Irrtum.

Die erste Strophe des Deutschlandliedes wird wegen der Assoziation mit dem Nazi-Regime im Zweiten Weltkrieg nicht mehr gesungen. Stattdessen ist die dritte Strophe "Einigkeit und Recht und Freiheit" der offizielle Text der Nationalhymne.

Der Text war nicht für alle Zuschauer zu sehen. Die Untertitel können sich Schwerhörige über eine Videotextseite einblenden lassen.

Forsberg nach EM-Aus untröstlich: "Mit das Schwierigste in meiner Karriere"

11:56 Uhr: Emil Forsberg von RB Leipzig ist nach dem Achtelfinal-Aus mit Schweden bei der EM trotz seines persönlich starken Turniers niedergeschlagen. "Dieses Tor in der letzten Minute ist mit das Schwierigste, was ich in meiner Karriere durchgemacht habe", sagte der Offensivspieler nach dem 1:2 nach Verlängerung gegen die Ukraine.

"Da ist eine unglaubliche Leere. Alle Schweden empfinden es als harten Schlag vor die Brust. Wir hatten so viel Spaß und wollten diese Reise fortsetzen."

Dass Forsberg selbst vier Tore erzielte und auch gegen die Ukraine traf, ist derzeit ein schwacher Trost für ihn. "Das ist im Moment scheißegal", sagte er: "Ich hätte lieber kein Tor geschossen und wir wären weitergekommen."

BVB heiß auf Italiens EM-Star

11:40 Uhr: Borussia Dortmund wirbt italienischen Medienberichten zufolge weiter intensiv um Italiens EM-Entdeckung Manuel Locatelli. Der BVB habe bei Locatellis Club Sassuolo Calcio wie auch der FC Arsenal sein Interesse hinterlegt, berichtete die "Gazzetta dello Sport" am Mittwoch.

Der 23 Jahre alte Mittelfeldspieler Locatelli, der bei dieser EM bereits mit zwei Treffern für Italien glänzte, könne sich demnach einen Wechsel ins Ausland zu einem europäischen Top-Klub vorstellen.

Auch Italiens Meister Juventus Turin würde Locatelli den Berichten zufolge gerne verpflichten. Demnach sollen bereits erste Gespräche zwischen den beiden Klubs stattgefunden haben. Der Serie-A-Achte fordert eine Ablösesumme von rund 40 Millionen Euro für Locatelli.

ARD-Sportkoordinator verteidigt Wellmer und Schweinsteiger

11:25 Uhr: ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky hat Kritik an den Interviews nach dem EM-Aus der deutschen Nationalmannschaft zurückgewiesen. "Jessy Wellmer und Bastian Schweinsteiger ist es gelungen, respektvoll mit Joachim Löw umzugehen, ohne unkritisch mit der Situation umzugehen", sagte Balkausky am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

"Das Interview war ja sehr herausfordernd für alle Beteiligten, da dies das Ende der Ära Löw bedeutete und dies auch dem Bundestrainer spürbar nahe ging."

Kritik gab es nach dem 0:2 und dem enttäuschenden Ende der Ära Löw unter anderem an Wellmers Formulierung "Ende gut, alles gut". Der Sportkoordinator sagte dazu: "Sie hat eine Frage formuliert, die hieß: 'Ende gut, alles gut - oder eben nicht alles gut?' Dies mag in dem Lärm verkürzt am Fernseher angekommen sein, ist aber von ihr ausdrücklich als Frage formuliert worden."

Mehrere Medien hatten die Interviewführung kritisiert. Auch in den sozialen Netzwerken zeigten sich viele Nutzer irritiert und verärgert.

Frauen-Bundestrainerin schickt Löw tröstende Worte

10:12 Uhr: Frauen-Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hat ihrem scheidenden Amtskollegen Joachim Löw nach dem EM-Aus der Fußball-Nationalmannschaft aufmunternde Worte per Kurznachricht geschickt. "Man ist dann als Trainerin und Trainer im Misserfolg sehr einsam. Und von daher finde ich es auch total richtig, dann auch entsprechend einen Support von außen zu bekommen", sagte die 53-Jährige im Interview des Bayerischen Rundfunks am Mittwoch. Für Löw endete mit dem 0:2 im EM-Achtelfinale gegen England am Dienstagabend seine 15-jährige Amtszeit als Bundestrainer.

Voss-Tecklenburg sah das Scheitern bei der Europameisterschaft als Folge der durchwachsenen Leistungen der DFB-Auswahl. "Wir müssen ganz klar konstatieren, auch wenn wir jetzt alle enttäuscht sind - wir haben bei dieser EM nicht so viele gute Phasen gehabt", sagte sie. "Es ist ja nie nur Pech oder nur Glück. Es ist ja immer eine Summe von vielen Dingen", befand Voss-Tecklenburg. Die Engländer seien "in den wichtigsten Punkten die bessere Mannschaft" gewesen und hätten daher verdient gewonnen.

Müller mit bewegendem Post nach vergebener Großchance

07:58 Uhr: Thomas Müller hat sich am Mittwochmorgen nach seiner vergebenen Großchance im EM-Achtelfinale gegen England (0:2) mit einem bewegenden Instagram-Post zu Wort gemeldet. "Da war er, dieser eine Moment, der dir am Ende in Erinnerung bleibt, der dich nachts um den Schlaf bringt. Für den du als Fußballer arbeitest, trainierst und lebst", schrieb Müller, der sich direkt nach dem Spiel nicht geäußert hatte.

"Dieser Moment, wenn du es alleine in der Hand hast, deine Mannschaft in ein enges K.o.-Spiel zurückzubringen und eine ganze Fußballnation in Ekstase zu versetzen. Diese Möglichkeit zu bekommen und sie dann ungenutzt zu lassen, tut mir verdammt weh."

Es tue ihm weh für das gesamte Team, schrieb der 31-Jährige weiter: "Meine Mitspieler und unseren Trainer, die mir allesamt das Vertrauen geschenkt haben genau dann zur Stelle zu sein. Aber vor allem schmerzt es wegen all der Deutschland-Fans da draußen, die während dieser EM trotz schwieriger Vorzeichen zu uns gehalten und uns unterstützt haben. Danke für eure Unterstützung."

Müller, Weltmeister von 2014, hatte die große Chance zum zwischenzeitlichen 1:1 vergeben, als er in der 81. Minute alleine aufs englische Tor zulief und den Ball knapp links vorbeischoss.

Lineker trägt berühmten Fußballspruch zu Grabe

07:08 Uhr: Der englische Ex-Nationalspieler Gary Lineker hat einen Abgesang auf seinen eigenen berühmten Fußballspruch über den Ausgang von Fußballspielen angestimmt.

"Ich denke, es ist an der Zeit, dass der Satz "die Deutschen gewinnen immer" zu Grabe getragen wird. Ruhe in Frieden", schrieb Lineker am Dienstag nach dem 2:0-Sieg der englischen Nationalmannschaft im EM-Achtelfinale in London gegen Deutschland. Lineker wird der oft wiederholte Satz zugeschrieben: "Fußball ist ein einfaches Spiel: 22 Männer jagen 90 Minuten lang einem Ball nach, und am Ende gewinnen immer die Deutschen."

Englands Fans feiern ausgelassen, alkoholisiert und ohne Abstand

06:51 Uhr: Nach dem aus englischer Sicht historischen 2:0-Sieg gegen Deutschland im Achtelfinale der Fußball-EM wurde der Wembley Way zu einer echten Partymeile. Auf dem rund 600 Meter langen Fußweg zwischen der U-Bahnstation Wembley Park und dem berühmten Wembley-Stadion feierten die euphorisierten und zum Teil stark alkoholisierten England-Fans ausgelassen den Sieg gegen den alten Rivalen Deutschland und den Einzug ins Viertelfinale.

"Ich bin sehr glücklich", schwärmt England-Fan Tom mit heiserer Stimme. "Auf dem Papier sollten wir jetzt ins Finale kommen, aber ich will mich nicht zu sehr aus dem Fenster lehnen." Viele Engländer träumen jetzt vom EM-Titel. "It's coming home!", ruft eine junge Frau im England-Trikot auf der Treppe des Stadions. Noch lange nach dem Abpfiff sangen und grölten Hunderte Fans in Wembley. Immer wieder erklang irgendwo "Football's Coming Home". Auch aus den Pubs in der Londoner Innenstadt waren am Abend noch Fangesänge zu hören.

Schon während des Spiels hatten sich die Anhänger der Three Lions nach den Toren von Raheem Sterling und Harry Kane überglücklich in den Armen gelegen. Einige hatten Tränen in den Augen. Dabei gerieten die Vorsichtsmaßnahmen gegen Corona in Vergessenheit. An den von den Behörden verordneten Sicherheitsabstand und die Maskenpflicht im Stadion hielt sich nur eine kleine Minderheit der 45.000 Fans. Das könnte angesichts der zunehmenden Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus in Großbritannien noch für Diskussionen sorgen.

DFB-Team ist zurück in Franken - Abschied von Löw geplant

01:38 Uhr: Die Fußball-Nationalmannschaft ist nach ihrem Aus bei der Europameisterschaft wieder in Deutschland. Um kurz vor 1.00 Uhr landete am Mittwoch die DFB-Chartermaschine in Nürnberg. Der scheidende Bundestrainer Joachim Löw verließ den Flieger als Erster.

Fünf Stunden zuvor war das Turnier für die DFB-Auswahl mit einem 0:2 gegen England im Londoner Wembley-Stadion im Achtelfinale zuende gegangen. Auf dem Rollfeld des Nürnberger Flughafens bestiegen die Akteure um Kapitän Manuel Neuer zwei Mannschaftsbusse. Der DFB-Tross mit noch mehreren Kleinbussen für Betreuer fuhr danach begleitet eskortiert von der Polizei weiter ins nahe Herzogenaurach. Das EM-Quartier wurde um 1.30 Uhr erreicht.

"Wir gehen gemeinsam ins Camp und verabschieden uns dort", hatte der 61-jährige Löw nach seinem letzten Spiel als Bundestrainer noch in London angekündigt. Im Laufe des Mittwochs werden die Spieler das Quartier verlassen und den Urlaub antreten. Für sie geht es dann demnächst wieder bei ihren Vereinen weiter. Löw dagegen sagte, er habe noch keine Pläne für die Zukunft.

Das EM-Tagebuch vom 29. Juni zum Nachlesen finden Sie hier

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