• 17:29 Uhr: ➤ Brasiliens Legende Marta geht unter Tränen
  • 14:34 Uhr: Miroslav Klose fordert bessere Bezahlung für DFB-Frauenteam
  • 11:51 Uhr: Lattwein über Stimmung im DFB-Camp: "Zickenterror kann ich ausschließen"
  • 10:14 Uhr: Voss-Tecklenburg: "Nicht nötig, den Pausenclown zu spielen"
  • 07:47 Uhr: Abwehrchefin Hegering vor WM-Debüt in Australien
  • 05:52 Uhr: Matthäus zu DFB-Frauen: "Die Vorrunde sollten wir schon überstehen"

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➤ Marta geht mit Tränen in den Augen: "Ich bin hier die einzige alte Frau"

  • 17:29 Uhr

Zwei Tage nach der Kanadierin Christine Sinclair verlässt mit der Brasilianerin Marta eine zweite Größe des Frauenfußballs für immer die WM-Bühne. Das 0:0 gegen Jamaika besiegelte das unerwartete Aus in der Vorrunde. Es kam für Brasilien so früh wie zuletzt 1995.

Marta ging mit Tränen in den Augen. Sechsmal trat der Superstar seit 2003 bei Weltmeisterschaften an, den Titel gewann sie nie. "Es ist schwer, in so einem Moment zu sprechen", sagte sie im brasilianischen Fernsehen: "Nicht einmal in meinen schlimmsten Albträumen habe ich mir diese Weltmeisterschaft so vorgestellt." Mit vier Punkten landeten die Brasilianerinnen hinter Jamaika (fünf) und Frankreich (sieben) in der Tabelle der Gruppe F.

"Marta, du hast Geschichte geschrieben und schreibst weiter Geschichte! Alle Bewunderung für dich!", teilte Staatspräsident Lula einen Post seiner Frau in den Sozialen Medien. Das Land habe "große Erwartungen" gehabt, sagte Trainerin Pia Sundhage: "Aber man muss sich mit dem Ergebnis abfinden. Sie haben gut gespielt, aber wir konnten ihre Verteidigung nicht knacken."

Der Tiefpunkt ihrer Nationalmannschaftskarriere solle zum Aufbruch in eine glorreiche Zeit werden, verkündete Marta. "Das brasilianische Volk hat um eine Erneuerung gebeten, und es gibt eine Erneuerung. Die einzige alte Frau hier bin ich. Die meisten sind Mädchen, die viel Talent haben und noch einen langen Weg vor sich haben." Diese Mannschaft sei erst am "Anfang. Ich höre hier auf, aber sie machen weiter". Nach einem Kreuzbandriss, dessen Folgen sie noch zu Beginn des Turniers zum Zuschauen zwang, stand Marta gegen Jamaika zwar in der Startelf, blieb aber wirkungslos. In der 81. Minute machte sie Platz für Andressa Alves. Die letzten Minuten ihrer WM-Karriere verfolgte Marta insofern machtlos von der Bank aus. (SID/hau)

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Die weiteren Meldungen des Tages:

Miroslav Klose fordert bessere Bezahlung für DFB-Frauenteam

  • 14:34 Uhr

Rio-Weltmeister Miroslav Klose sieht die Zeit reif für eine bessere Bezahlung der deutschen Fußball-Nationalspielerinnen. "Die Fußballerinnen werden zu schlecht bezahlt. Sie können von ihrem Sport leider nicht leben oder kaum etwas beiseitelegen", sagte der 45-Jährige dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Für ihn sei Equal Pay "einfach eine Frage der Gerechtigkeit".

Der DFB-Rekordtorschütze im Männerteam (71 Treffer) gab an, sich in seiner Trainerkarriere auch mit Frauen-Teams beschäftigt zu haben. "Die machen das Gleiche wie wir Männer, die trainieren genauso hart wie wir, die sind genauso ehrgeizig wie wir und bringen so viel Leidenschaft in dieses Spiel", sagte Klose: "Aber sie haben sehr viel weniger Geld."

Der einstige Stürmer vom 1. FC Kaiserslautern, Werder Bremen, Bayern München und Lazio Rom würde sich die gleiche Prämie für einen WM-Triumph wie bei den Männern wünschen. "Das wäre ein wichtiges Signal und eine Belohnung für die Entwicklung, die der Fußball der Frauen genommen hat", sagte Klose. Den DFB-Männern hätte für den Coup in Katar je 400.000 Euro vom Deutschen Fußball-Bund zugestanden, die Frauen bekämen nun rund 250.000. (SID)

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Lattwein über Stimmung im DFB-Camp: "Zickenterror kann ich ausschließen"

  • 11:51 Uhr

Nationalspielerin Lena Lattwein sieht bei den deutschen WM- Fußballerinnen keine Gefahr des Lagerkollers. "Wir sind jetzt tatsächlich schon mehr als fünf Wochen zusammen, und ich bin schon auch ein Typ, der seine Ruhephase und Zeit für sich braucht", sagte die Mittelfeldspielerin des VfL Wolfsburg im Interview mit dem Nachrichtenportal "t-online" (Mittwoch). "Aber dieser Freiraum ist uns gegeben, und von daher ist man nie gezwungen, die ganze Zeit in der Gruppe unterwegs zu sein. Den Zickenterror kann ich also ausschließen."

Die DFB-Auswahl von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg war am 11. Juli zur Weltmeisterschaft nach Australien geflogen und hat ihr Quartier in Wyong nördlich von Sydney aufgeschlagen. Davor hatte es zwei Lehrgänge in Herzogenaurach gegeben. Die Vize-Europameisterinnen spielen an diesem Donnerstag (12:00 hr MESZ/ZDF) in Brisbane zum Vorrundenabschluss gegen Südkorea um den Achtfinaleinzug. (dpa)

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Voss-Tecklenburg: "Nicht nötig, den Pausenclown zu spielen"

  • 10:14 Uhr

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg ist mit der Atmosphäre im deutschen Nationalteam bei der Fußball-Weltmeisterschaft trotz der schwierigen Situation weiter zufrieden. "Deshalb ist es nicht nötig, künstlich den Pausenclown zu spielen. Wir haben überwiegend gute Stimmung", sagte die 55-Jährige bei der Abschlusspressekonferenz vor dem letzten Gruppenspiel gegen Südkorea am Donnerstag (12:00 Uhr MESZ/ZDF) im australischen Brisbane.

Die DFB-Auswahl kann trotz der 1:2-Niederlage gegen Kolumbien mit einem Sieg das Achtelfinale erreichen, möglicherweise reicht sogar ein Unentschieden. "Ich kann es nur immer wieder betonen: Wir haben so ein gutes Miteinander bei uns, wir sprechen die Dinge klar an, wir sprechen sie kritisch an, aber wir sprechen sie auch sachlich an", sagte Voss-Tecklenburg "Wir bleiben bei uns. Wir gewinnen zusammen, wir verlieren zusammen, und wir gehen die nächsten Schritte zusammen."

Vor dem Vorrundenabschluss liegt das deutsche Team in der Gruppe H als Zweiter mit drei Punkten hinter Kolumbien (sechs) und vor Marokko (ebenfalls drei). "Wir müssen jetzt gewinnen. Ich glaube, dass der Druck auch immer ein bisschen dazugehört, um seine Leistung abzurufen", sagte Mittelfeld-Abräumerin Lena Oberdorf und betonte: "Wir aus Wolfsburg kennen diese Situation aus der Champions League. Wir gehen da rein, wir wollen gewinnen, und wir wollen natürlich ins Achtelfinale einziehen." (dpa)

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Abwehrchefin Hegering vor WM-Debüt in Australien

  • 07:47 Uhr

Erstmals bei der Weltmeisterschaft in Australien können die deutschen Fußballerinnen auf ihre etatmäßige Abwehrchefin Marina Hegering setzen. Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg wollte sich zwar bei der Abschlusspressekonferenz vor dem letzten Gruppenspiel gegen Südkorea am Donnerstag (12:00 Uhr MESZ/ZDF) in Brisbane nicht auf deren Starteinsatz festlegen.

Sie sagte aber: "Das bedeute ganz viel, dass Marina wieder so auf dem Trainingsplatz steht, dass sie komplett ihre Leistung bringen kann. Das ist dann natürlich ein Mehrwert für jede Mannschaft. Von daher sind wir froh, dass Marina jetzt absolut spielfähig ist."

Nachdem Hegering zuletzt voll mit der Mannschaft trainierte und Frankfurterin Sara Doorsoun wegen einer Muskelverletzung im Oberschenkel fehlt, gilt die 33-Jährige vom VfL Wolfsburg als gesetzt. Hegering hatte lange an einer Fersenprellung laboriert. Für Felicitas Rauch (Knie-Stauchung) wird auf der linken Abwehrseite wieder Chantal Hagel erwartet. (dpa)

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Matthäus zu DFB-Frauen: "Die Vorrunde sollten wir schon überstehen"

  • 05:52 Uhr

Lothar Matthäus hat Vertrauen in die deutschen Fußballerinnen bei der WM in Australien und Neuseeland. "Kanada ist jetzt zum Beispiel ausgeschieden und da ist man hoffentlich gewarnt. Das Spiel gegen Südkorea sollte gewonnen werden", sagte der deutsche Rekordnationalspieler in einem RTL/ntv-Interview, "die Vorrunde sollten wir schon überstehen."

Die Mannschaft von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg trifft am Donnerstag (12:00 Uhr MESZ/ZDF) im Gruppenfinale auf Südkorea und hätte mit einem Sieg den Einzug ins Achtelfinale sicher. Sollten sich die Frauen durchsetzen, hat Matthäus für den weiteren Turnierverlauf aber so seine Bedenken.

"Danach würde es wahrscheinlich schwierig werden gegen Frankreich, vorausgesetzt, es gibt keine großen Überraschungen", so der Weltmeister von 1990. Auch der weitere Weg wäre nicht einfach, erklärte Matthäus und schloss daraus: "Also wenn sie dann Weltmeister werden, dann auch verdient, weil es warten noch einige große Brocken auf sie." (SID)

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Die Meldungen vom 1. August:

Elton besucht DFB-Frauen und stichelt gegen Südkorea

  • 15:18 Uhr

Prominenter Besuch beim WM-Training der deutschen Fußballerinnen: TV-Moderator Elton war zwei Tage vor dem Gruppenfinale gegen Südkorea bei den DFB-Frauen in Wyong zu Gast. Mit seiner Reise nach Australien löste der Entertainer gegenüber Alexandra Popp und Co. ein Versprechen ein, weil er es als Fan des Nationalteams nicht zur EM im Vorjahr nach England geschafft hatte.

Als Glücksbringer eignet sich Elton allerdings weniger. "Ich habe das Spiel gegen Kolumbien im Stadion gesehen. Ich überlege tatsächlich, ob ich überhaupt nach Brisbane reise, oder wenn sie hinten liegen 0:1, dann verlasse ich einfach das Stadion, dann gewinnen sie wieder", sagte der 52-Jährige mit Blick auf den Kampf ums Achtelfinale am Donnerstag (12:00 Uhr MESZ/ZDF). Das DFB-Team benötigt zum sicheren Weiterkommen einen Sieg.

Einen kessen Spruch in Richtung Südkorea konnte sich der Moderator angesprochen auf sein Quizformat "Blamieren oder Kassieren" als Devise für die DFB-Frauen nicht verkneifen. Dieses Motto gelte am Donnerstag aus seiner Sicht für "Südkorea, weil die werden sich blamieren und viele Tore kassieren".

Er schätze an der DFB-Auswahl den "Zusammenhalt, das ist eine echte Truppe. Ich habe sie eben auch im Hotel erleben dürfen und dachte, die Stimmung sei nach der Niederlage vielleicht nicht so gut. Aber nein, die sind alle so positiv und so gut drauf. Genau das braucht eine Fußball-Mannschaft. Du musst nicht nur fußballerisch etwas können, du musst auch vom Kopf frei sein."

Besonders angetan ist Elton von Deutschlands Abräumerin im Mittelfeld. "Ich finde natürlich Lena Oberdorf super, wie sie überall reingrätscht und wie sie die Mitspielerinnen immer anfeuert. Die ist schon relativ cool." (SID)

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Optimismus bei Doorsoun: Weitere WM-Einsätze möglich

  • 14:37 Uhr

Sara Doorsoun darf trotz ihrer Verletzung auf weitere Einsätze bei der Fußball-WM in Australien und Neuseeland hoffen. Eine MRT-Untersuchung ergab, dass sich die deutsche Nationalspielerin beim 1:2 gegen Kolumbien im zweiten Vorrundenspiel eine muskuläre Läsion im linken Oberschenkel zugezogen hat.

Es gebe "vorsichtigen Optimismus", dass die 31 Jahre alte Abwehrspielerin bei einem Weiterkommen des DFB-Teams nochmals zum Einsatz komme, teilte eine DFB-Sprecherin am Dienstag mit. Als Doorsoun-Ersatz gilt die nominelle Abwehrchefin Marina Hegering vom VfL Wolfsburg, die angeschlagen zur WM gereist war.

Die deutsche Auswahl kämpft im letzten Vorrundenspiel gegen Südkorea in Brisbane am Donnerstag (12:00 Uhr MESZ/ZDF) um das Weiterkommen. Nach der Niederlage gegen Kolumbien muss das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg gewinnen, um sicher weiter zu sein. Möglicherweise reicht auch schon ein Unentschieden. (dpa)

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Bemerkung über Schiedsrichterin: ZDF-Moderator Voss in der Kritik

ZDF-Sportmoderator Sven Voss sorgt in der Halbzeitpause mit einer Bemerkung zur Stimme von Schiedsrichterin Stéphanie Frappart für Aufregng.

Millionster Fußball-Fan bei der Frauen-WM begrüßt

  • 13:58 Uhr

Mehr als eine Million Fußballfans haben bislang die Spiele der Frauenfußball-WM in Neuseeland und Australien in den Stadien besucht. Das gab der Weltverband Fifa am Dienstag bekannt. Als einmillionster Fan passierte eine Amerikanerin beim Spiel zwischen Portugal und den USA in Auckland den Eingang. Die Mutter und ihre Tochter waren bereits bei den vergangenen drei Turnieren als Fans der Frauen-Nationalmannschaft der USA dabei und erhielten Geschenke vom Maskottchen des Turniers. Titelverteidiger USA erreichte in der Partie durch ein mühsames 0:0 das Achtelfinale.

Das Interesse an der Frauen-WM übertrifft laut Fifa bereits die meisten Prognosen: Mit fast 1,7 Millionen verkauften Eintrittskarten wurde das vor dem Turnier gesetzte Ziel von 1,5 Millionen Tickets weit überboten. Insgesamt waren am Dienstag 42 der 64 Partien absolviert. (dpa)

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Zu viele Vorgaben im Kopf: Leupolz fordert mehr kreative Freiheiten auf dem Platz

  • 13:03 Uhr

Auf der Suche nach der Ursache für die Niederlage gegen Kolumbien hat Nationalspielerin Kathrin Hendrich ihrer Kollegin Melanie Leupolz eine Vorlage geliefert. "Wir müssen den Kopf ausschalten und auch mal wieder Fußball spielen", ließ Hendrich im ARD-Interview wissen. Das hatte sie bereits vor der erfolgreichen EM 2022 empfohlen: "Wir müssen den Kopf ausschalten und einfach Fußball spielen. Laufen, kämpfen und beißen kann jeder", sagte sie damals im "kicker".

Leupolz nahm im "Morgenmagazin" der ARD im Gespräch mit Moderator Peter Großmann diese Vorlage auf und drang zu einem Kernproblem des sogenannten "Matchplan"-Fußballs vor: "Ich denke, Sie meint die Vorgaben, die man als Mannschaft hat. Dass man in zu vielen Mustern denkt und nicht kreativ und frei entscheiden kann." Genau diese freien Entscheidungen, diese Kreativität, so kritisierte kurz zuvor Nationalstürmer Karim Adeyemi, würden bei heranwachsenden Fußballerinnen und Fußballern bereits durch taktische und systemische Vorgaben oft abgetötet.

Leupolz jedoch schränkte ein: "Auf der anderen Seite aber brauchen wir auch einen gewissen Plan, wie wir Torchancen kreieren möchten. Da ist die Balance ganz entscheidend." (hau)

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Neuseelands Premier wirbt nach WM-Aus für Unterstützung von Co-Gastgeber Australien

  • 10:33 Uhr

Neuseelands Premierminister Chris Hipkins hat nach dem Aus der Neuseeländerinnen bei der Fußball-WM im eigenen Land zur Unterstützung der australischen Nationalmannschaft aufgerufen - wenn auch eher widerwillig. "Auf geht's 'Matildas'", sagte der 44-Jährige mit gequältem Lächeln auf die Nachfrage eines australischen Journalisten, ob es für Neuseeländer nun angebracht wäre, den Co-Gastgeber zu unterstützen.

"Ich unterstütze die trans-tasmanische Beziehung natürlich sehr, aber ich denke einfach, dass Kiwis weiterhin Interesse an dem Turnier zeigen sollten", sagte Hipkins am Dienstag in Wellington: "Aber natürlich wünschen wir unseren australischen Freunden alles Gute."

Die "Football Ferns" waren nach einem torlosen Remis gegen die von Inka Grings trainierte Schweiz am Sonntag bereits nach der Vorrunde ausgeschieden, Australien steht durch ein 4:0 gegen Olympiasieger Kanada dagegen im Achtelfinale. (SID)

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An den Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Civey kann jeder teilnehmen. In das Ergebnis fließen jedoch nur die Antworten registrierter und verifizierter Nutzer ein. Diese müssen persönliche Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angeben. Civey nutzt diese Angaben, um eine Stimme gemäß dem Vorkommen der sozioökonomischen Faktoren in der Gesamtbevölkerung zu gewichten. Umfragen des Unternehmens sind deshalb repräsentativ. Mehr Informationen zur Methode finden Sie hier, mehr zum Datenschutz hier.

ZDF-Moderator sorgt mit Bemerkung zu Schiedsrichterin für Aufregung

  • 09:54 Uhr

Der ZDF-Moderator Sven Voss steht nach einem Kommentar in der Halbzeitpause des WM-Spiels zwischen Australien und Kanada (4:0) am Montag in der Kritik. Es ging dabei um die Schiedsrichterin des Spiels, Stéphanie Frappart.

Die Französin hatte das Tor zum vermeintlichen 2:0 für die Gastgeberinnen nach VAR-Einsatz zurückgenommen. Ihre Entscheidung verkündete sie dann gemäß der neuen Fifa-Anordnung im Stadion von Melbourne über die Lautsprecher.

"Süße Stimme, aber das nur nebenbei", sagte Voss dann in Bezug auf die hohe Tonlage Frapparts im Rahmen der Halbzeitanalyse. Kritische Reaktionen in den sozialen Medien ließen nicht lange auf sich warten. Journalist Maximilian Rieger etwa schrieb auf Twitter: "Damit geht der heutige Wim-Thoelke-Preis für Sexismus in der Sportberichterstattung an ihn", also an Voss.

Thoelke war früher Moderator des "ZDF-Sportstudios" und kommentierte den damals noch jungen Frauenfußball sexistisch und abschätzig. (lh)

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DFB-Abwehrspielerin Rauch wieder im Lauftraining

  • 05:42 Uhr

Die deutschen Fußballerinnen dürfen bei der Weltmeisterschaft in Australien auf die Rückkehr von Abwehrspielerin Felicitas Rauch hoffen. Die 27-Jährige vom VfL Wolfsburg absolvierte am Dienstag in Wyong ein Lauftraining und saß auf dem Ergometer. "Sie ist auf einem guten Weg", sagte eine DFB-Sprecherin.

Rauch hatte sich am Freitag bei einer Übungseinheit eine Knie-Stauchung zugezogen und fehlte bei der 1:2-Niederlage gegen Kolumbien im zweiten Vorrundenspiel. Weiter unklar ist, wann die Linksverteidigerin wieder eingesetzt werden kann, und wie es bei Sara Doorsoun aussieht, die im Training fehlte: Die Frankfurterin hatte am Sonntag in Sydney mit einer Muskelblessur im Oberschenkel ausgewechselt werden müssen.

Wieder fit für die Partie gegen Südkorea am Donnerstag (12:00 Uhr MESZ/ZDF) in Brisbane sind Abwehrchefin Marina Hegering und Mittelfeldspielerin Sydney Lohmann, wie Co-Trainerin Britta Carlson bereits am Montag gesagt hatte. (dpa)

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Frauen-WM 2023 Der Spielplan.
© AFP

Meldungen vom 31. Juli:

Kanadas 40-jährige Legende Sinclair verschwindet fast unbemerkt

  • 16:28 Uhr

In der 46. Minute kam Cloé Lacasse, die vor dem WM-Turnier in Australien und Neuseeland noch nie die WM-Bühne betreten hatte, und eine der größten Spielerinnen der WM-Geschichte verschwand fast lautlos: An Christine Sinclair, Kapitänin und Sturmtank der Kanadierinnen, lief die entscheidende Gruppenphasen-Begegnung gegen Australien in Melbourne vorbei.

Die mit 40 Jahren älteste Spielerin des Turniers, die in 24 WM-Spielen zwischen 2011 und 2023 auf dem Platz stand und insgesamt zehnmal traf, war in Australien und Neuseeland von Beginn an nicht mehr vom Glück verfolgt. In der 50. Minute der Auftaktpartie gegen Nigeria verschoss Sinclair einen Foulelfmeter, Endstand 0:0. Es wäre in ihrem 324. Länderspiel ihr 191. Tor gewesen. Sinclair hat auch gegen Irland (2:1), als sie nach 45 Minuten kam, und gegen Australien (0:4), als sie nach 45 Minuten ging, nicht getroffen.

Geschichte aber hat sie zuvor mit zwei Treffern in WM-Eröffnungsspielen geschrieben, 2011 und 2015. 2011 in Deutschland war sie die erste Spielerin, die DFB-Torfrau Nadine Angerer in einem WM-Spiel bezwang. Seit damals war Kanada nicht mehr in der Vorrunde einer WM gescheitert. "Die Realität hat uns eingeholt, aber man muss Australien zugute halten, dass sie die bessere Mannschaft waren", sagte Kanadas und Sinclairs Trainerin Bev Priestman: "Fußball ist grausam, es war nicht unsere Nacht und das war's" - in Sachen WM auch für Rekordfrau Sinclair. (hau)

Werder Bremen holt Kolumbiens WM-Torhüterin Perez

  • 14:43 Uhr

Frauen-Bundesligist Werder Bremen hat sich für die kommende Saison mit Kolumbiens WM-Torhüterin Catalina Perez verstärkt. Die 28-Jährige, die bereits 50 Länderspiele für ihr Heimatland bestritt, wechselt vom brasilianischen Erstligisten Avai FC an die Weser.

"Wir freuen uns sehr, dass sich Catalina als international erfahrene Torhüterin für Werder Bremen und die Bundesliga entschieden hat", sagte Werders Abteilungsleiterin Birte Brüggemann.

Perez stand auch am Sonntag vergangener Woche beim 2:1-Sieg der Südamerikanerinnen in Sydney gegen die deutsche Nationalmannschaft zwischen den Pfosten. Im letzten WM-Gruppenspiel am Donnerstag (12:00 Uhr MESZ/sportstudio.de) in Perth gegen Marokko dürfte sie erneut zum Einsatz kommen. (SID/lh)

Voss-Tecklenburg kritisiert die drei großen P

  • 13:23 Uhr

Bei der Aufarbeitung der Pleite der deutschen Fußballerinnen gegen Kolumbien im zweiten Gruppenspiel will Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg "als Vorbild vornweg gehen". Die 55-Jährige bemühte sich nach dem 1:2 (0:0) des Turnierfavoriten bei der Weltmeisterschaft in Australien in Sydney um Gelassenheit, übte aber auch deutliche Kritik.

"Es ist schon so, dass wir jetzt keine Sachen schönreden", betonte Voss-Tecklenburg bei der Pressekonferenz. Sie vermisste die "Positionierung, Passqualität und Präzision" - und 100-prozentige Torchancen ihres Teams. Mit der Niederlage gegen die Südamerika-Vizemeisterinnen setzten sich die DFB-Frauen vor der letzten Vorrundenpartie gegen Südkorea am 3. August (12:00 Uhr MESZ/ZDF) in Brisbane mächtig unter Druck. Statt den Einzug ins Achtelfinale vorzeitig perfekt zu machen, gehen die Rechenspielchen los. Immerhin: Die Ausgangslage als Gruppenzweiter hinter Kolumbien und vor Marokko sowie dem punktlosen Vierten Südkorea ist weiterhin sehr vielversprechend. (dpa)

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Krimi der DFB-Frauen erzielt bessere Quote als der "Tatort"

  • 09:53 Uhr

Die deutschen Fußballerinnen haben erneut für eine Spitzen-Quote im Fernsehen gesorgt. Bei der 1:2-Niederlage der DFB-Auswahl am Sonntag im WM-Spiel gegen Kolumbien sahen im Durchschnitt 10,363 Millionen Menschen im TV zu. Das ergab nach Angaben der ARD einen Marktanteil von 61,6 Prozent.

Trotz der Übertragung zur Mittagszeit war das zweite Gruppenspiel der DFB-Auswahl die erfolgreichste TV-Sendung des Tages und hatte deutlich mehr Zuschauer als der "Tatort" am Abend im Ersten (5,555 Millionen).

Die Reichweite lag auch über der des ersten WM-Spiels beim Turnier in Neuseeland und Australien: Durchschnittlich 5,61 Millionen Menschen hatten den 6:0-Erfolg des Teams von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg gegen Marokko im ZDF gesehen. (dpa/lh)

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Sara Doorsoun fällt bei DFB-Frauen gegen Südkorea aus

  • 08:29 Uhr

Die deutschen Fußballerinnen müssen in ihrer letzten Gruppenbegegnung bei der WM in Australien und Neuseeland gegen Südkorea auf Innenverteidigerin Sara Doorsoun verzichten. "Für das nächste Spiel wird sie auf jeden Fall nicht zur Verfügung stehen", sagte Co-Trainerin Britta Carlson bei einer DFB-Pressekonferenz am Montag in Wyong über die 31-Jährige von Eintracht Frankfurt. Dafür sind Abwehrchefin Marina Hegering und Mittelfeldspielerin Sydney Lohmann nach Angaben Carlsons "komplett einsatzfähig".

Doorsoun war bei der 1:2-Niederlage gegen Kolumbien am Sonntag in Sydney mit einer Muskelblessur im Oberschenkel zur Pause ausgewechselt worden. Die 31-Jährige vertrat die Wolfsburgerin Hegering, die nach einer Fersenprellung noch kein WM-Spiel bestritten hat. Eine MRT-Untersuchung soll genauere Aufschlüsse über die Verletzung Doorsouns bringen.

Zudem fehlt Außenverteidigerin Felicitas Rauch (Wolfsburg) wegen einer im Training erlittenen Knie-Stauchung für unbestimmte Zeit. Bereits seit dem vergangenen Jahr fehlt in der Abwehr von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg Vize-Europameisterin Giulia Gwinn nach ihrem Kreuzbandriss. Zudem zog sich Carolin Simon (beide FC Bayern) dieselbe Verletzung unmittelbar vor der WM zu.

Lohmann könnte eine mögliche Alternative im Mittelfeld am Donnerstag (12:00 Uhr MESZ/ZDF) gegen Südkorea sein, wenn es für die DFB-Frauen in Brisbane um den Achtfinaleinzug geht. Die Münchnerin bestritt am Montag ebenso wie Hegering das Training der Ersatzspielerinnen und hat ihre Adduktorenprobleme offensichtlich überwunden. (dpa/lh)

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Chatzialexiou: "Etwas mit dem Rücken zur Wand"

  • 07:02 Uhr

Joti Chatzialexiou, Sportlicher Leiter Nationalmannschaften beim Deutschen Fußball-Bund, blickt trotz des Rückschlages gegen Kolumbien optimistisch auf das WM-Gruppenfinale der DFB-Frauen gegen Südkorea. "Jetzt stehen wir etwas mit dem Rücken zur Wand, aber nichtsdestotrotz bleiben wir bei uns und werden weiterhin keine Zweifel aufkommen lassen, dass wir das Spiel gegen Südkorea gewinnen werden", sagte Chatzialexiou im ARD Morgenmagazin.

Die letzte WM-Vorrundenpartie am Donnerstag in Brisbane (12:00 Uhr MESZ/ZDF) werde nun zur "Kopfsache". Er habe "sehr viele Turniere erlebt und weiß, welche Konstellationen im Kopf zusammen kommen. Am Ende ist es wichtig, dass wir auf unsere Stärken bauen und selbstbewusst in dieses Spiel gehen, uns vertrauen", sagte Chatzialexiou.

Er warnte jedoch vor einem "Hammerspiel. Die Südkoreanerinnen werden um ihre Ehre spielen, sie wollen sicher nicht mit null Punkten nach Hause fahren. Dagegen müssen wir uns stellen", forderte der DFB-Funktionär: "Aber ich bin da sehr, sehr zuversichtlich, dass die Mannschaft das auch mental gut überstehen und mit einem positiven Ergebnis herauskommen wird."

Die DFB-Frauen sind nach dem 1:2 gegen Kolumbien unter Druck geraten. "Es war tatsächlich eine unnötige Niederlage. Nach dem 1:1 hat uns etwas die Cleverness gefehlt, das Spiel über die Bühne zu bringen", so Chatzialexiou: "Dann hätten wir heute eine ganz andere Ausgangssituation und würden uns über schönere Dinge unterhalten, nämlich über den Gruppensieg." (SID/lh)

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Mit Material von SID, AFP und dpa.

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