• 21:15 Uhr: Spanien kündigt Register für Impf-Verweigerer an
  • 18:15 Uhr: Kanzleramtschef Braun rechnet mit Verlängerung des Lockdowns
  • 12:47 Uhr: Lauterbach: Ohne Corona-Maßnahmen 250.000 Tote in Deutschland
  • 06:22 Uhr: Linken wollen Lizenz-Weitergabe von Biontech erzwingen
  • 05:21 Uhr: 348 neue Corona-Todesfälle in Deutschland
  • 03:50 Uhr: Spahn gegen Sonderrechte für Geimpfte

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Top-News: Spanien kündigt Register für Impf-Verweigerer an

21:15 Uhr: Spanien will alle Bürger, die sich nicht gegen Corona impfen lassen wollen, in einem Register erfassen. Das kündigte Gesundheitsminister Salvador Illa im einem Interview mit dem Fernsehsender La Sexta am Montag an. Jeder Bürger werde entsprechend dem Impfplan eine Einladung zu einem Impftermin erhalten. Die Impfung sei zwar freiwillig, aber wer der Einladung nicht folge, werde registriert. Das Register sei nicht öffentlich und der Datenschutz werde rigoros sein, aber die Daten würden "europäischen Partnern" zur Verfügung gestellt, betonte der Minister.

In Spanien hatte - wie auch in anderen EU-Ländern - am Sonntag die Impfkampagne gegen Covid-19 begonnen. Die erste Spanierin, die geimpft wurde, war die 96-jährige Araceli Hidalgo in Guadalajara. Für die kommenden zwölf Wochen rechnet die Regierung in Madrid mit insgesamt rund 4,6 Millionen weiteren Impfdosen, mit denen knapp 2,3 Millionen der 47 Millionen Bürger Spaniens geimpft werden sollen. Bis zum Sommer soll das Gros der Bevölkerung immunisiert sein.

Am Abend teilte das Gesundheitsministerium mit, dass die Zahl der mit Corona gestorbenen Menschen in Spanien um 298 gestiegen sei und damit seit Beginn der Pandemie mehr als 50 000 Tote zu beklagen seien. Die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen sei jedoch leicht auf 107 zurückgegangen. In Deutschland lag dieser Wert am Montag laut Robert Koch-Institut bei 158.


Die weiteren Corona-Meldungen des Tages im Überblick:

Kanzleramtschef Braun rechnet mit Verlängerung des Lockdowns

18:15 Uhr: Kanzleramtschef Helge Braun hält eine Verlängerung des Corona-Lockdowns über den 10. Januar hinaus für wahrscheinlich. "Ich rechne damit, dass wir zunächst am 5. Januar, wenn wir uns das nächste Mal treffen, das Ganze noch nicht genau beurteilen können und deswegen den Lockdown noch fortsetzen müssen", sagte Braun in einem Interview mit RTL/ntv. Der CDU-Politiker und Mediziner impfte am Montag in Gießen Mitarbeiter des Uniklinikums Gießen und Marburg.

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen am 5. Januar mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) darüber beraten, wie es nach dem 10. Januar weitergeht. Die derzeitigen bundesweiten Einschränkungen mit der Schließung von Läden, Schulen und Kindergärten sind bislang bis zu diesem Tag befristet.

Auch Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) sprach sich dafür aus, den harten Lockdown Anfang Januar zu verlängern. Die aktuellen Infektionszahlen seien trügerisch, sagte er RTL/ntv. Sein Eindruck sei, "dass die Menschen sich über Weihnachten sehr zurückgenommen haben." Sorge bereite ihm aber Silvester. "Ich habe große Sorge, dass an Silvester gefeiert wird. Das muss dringend unterbunden werden."

Russland korrigiert Corona-Opferbilanz drastisch nach oben

16:53 Uhr: Russland hat seine Corona-Opferbilanz drastisch nach oben korrigiert. Im November seien fast 26.000 mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben, teilte die russische Statistikbehörde Rosstat am Montag mit. Seit Jahresbeginn habe es mehr als 186.000 Corona-Tote im Land gegeben.

An Heiligabend hatten die russischen Behörden die Zahl der Corona-Toten seit Beginn der Pandemie noch mit gut 53.000 angegeben. Die korrigierte Opferbilanz ist nun also rund dreieinhalb Mal so hoch.

Zwischen Januar und November lag die Übersterblichkeit in Russland der Statistikbehörde zufolge bei 229.700 Todesfällen. Davon seien 81 Prozent auf COVID-19 zurückzuführen. Als Übersterblichkeit wird eine im Vergleich zu anderen Zeiträumen oder Erwartungswerten erhöhte Sterberate bezeichnet.

Schwedischer Sonderweg bald vorbei? Lockdown wird vorbereitet

16:34 Uhr: Die schwedische Regierung strebt neue Vollmachten im Kampf gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie an.

Wie die Regierung in Stockholm am Montag mitteilte, will sie durch eine neue Gesetzgebung erreichen, dass sie spätestens ab Ende Januar in bestimmten Gebieten Zwangsmaßnahmen verhängen und Sanktionen für den Fall androhen kann, dass diese nicht eingehalten werden.

Im Gegensatz zu fast allen anderen Ländern hatte Schweden im Kampf gegen die Corona-Pandemie lange eine Strategie ohne Zwangsmaßnahme verfolgt. König Carl XVI. Gustaf erklärte dieses Vorgehen vor Weihnachten allerdings für "gescheitert".

Mit den neuen Gesetzen will die Regierung in Stockholm das Recht erhalten, Zwangsschließungen von Geschäften und Einkaufszentren zu verfügen. Auch soll es möglich sein, für Versammlungen auf öffentlichen Plätzen Höchstzahlen der Teilnehmer festzuschreiben.

Wer gegen solche Anordnungen verstoße, müsse mit Geldstrafen rechnen, sagte Gesundheitsministerin Lena Hallengren. Die Regierung strebt an, die neue Gesetzgebung bis zum 10. Januar durch das Parlament zu bringen.

Die bislang geltenden Gesetze ermöglichten es der Regierung in Stockholm nicht, einen Shutdown zu verhängen. Angesichts stark ansteigender Zahlen der Corona-Infektionen wurden jedoch zusehends Präventiv-Maßnahmen beschlossen. Treffen mit mehr als acht Menschen wurden im November untersagt. Die Bürger wurden aufgerufen, ihre sozialen Kontakte einzuschränken.

In der vergangenen Woche wurde erstmals dazu aufgerufen, in den öffentlichen Verkehrsmitteln Mund-Nase-Masken zu tragen. Bei einer Bevölkerung von 10,3 Millionen Menschen wurden bis kurz vor Heiligabend in Schweden knapp 400.000 Corona-Infektionen und knapp 8.300 Corona-Todesfälle registriert.

Die drei Phasen der Impfstofftestung.
Die drei Phasen der Impfstofftestung, die Dauer bezieht sich auf Durchschnittwerte. Beim Coronavirus kann die Entwicklung und Zulassung bei gleichbleibender Sicherheit beschleunigt werden, weil zeitgleich getestet, geprüft und ausgewertet wird. Darüber hinaus stehen wegen der laufenden Pandemie auch ausreichend freiwillige Testpersonen zur Verfügung. © 1&1

RKI: Bereits mehr als 18.000 Menschen geimpft

16:14 Uhr: Einen Tag nach dem offiziellen Start der Impfungen gegen das Coronavirus hat das Robert-Koch-Institut (RKI) erste Zahlen zum Fortschritt veröffentlicht.

Demnach seien bereits mehr als 18.000 Menschen geimpft worden. Laut Zahlen von heute Morgen beträgt die Gesamtzahl 18.454. Die Zahlen aus Hessen sind laut RKI nicht mitgerechnet.

Höchste Priorität bei der Impfung haben Menschen ab 80 sowie all jene, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen betreut werden oder tätig sind. Zuerst wird außerdem geimpft, wer auf Intensivstationen, in Notaufnahmen, in Rettungsdiensten oder den Impfzentren arbeitet.

Sechs statt fünf Corona-Impfungen mit einem Fläschchen möglich

15:39 Uhr: Mit den nun ausgelieferten Fläschchen des Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer können mehr Menschen geimpft werden als erwartet.

Eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums bestätigte am Montag einen Bericht von "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten", wonach aus einer Ampulle unter bestimmten Voraussetzungen auch sechs statt der vorgesehenen fünf Impfdosen entnommen werden können.

Laut EU-Zulassung müssen die Behälter fünf Impfdosen enthalten. Alle Ampullen enthalten laut einer Ministeriumssprecherin aber eine "leichte Überfüllung", damit die vom Hersteller garantierte Menge sicher mit dem Impfbesteck entnommen werden könne.

Bei sorgfältiger Vorgehensweise sei die Entnahme von sechs Dosen grundsätzlich möglich. Sichergestellt sein muss demnach aber immer, dass die vorgeschriebene Menge von jeweils 0,3 Milliliter Impfstoff gespritzt wird.

Ein entsprechendes Papier mit diesen Informationen hat das Ministerium an die Bundesländer geschickt. Darin wird aber auch darauf hingewiesen, dass "unter keinen Umständen" überschüssiger Impfstoff aus mehreren Durchstechflaschen zu einer Dosis vereint werden dürfe.

Laut Gesundheitsministerium werden bis Ende Januar deutschlandweit drei bis vier Millionen Impfdosen zur Verfügung stehen. Geimpft werden muss zweimal im Abstand von drei Wochen.

Pflegekräfte in Stralsund bekommen versehentlich Fünffach-Dosis des Impfstoffs

15:20 Uhr: Acht Menschen haben in einem Pflegeheim in Stralsund am Sonntag versehentlich die fünffache Dosis des Corona-Impfstoffs bekommen.

Die sieben Mitarbeiterinnen und ein Mitarbeiter im Alter zwischen 38 und 54 Jahren seien informiert und nach Hause geschickt worden, teilte der Landkreis Vorpommern-Rügen am Montag mit. Vier von ihnen hätten sich mit grippeähnlichen Symptomen vorsorglich zur Beobachtung in ein Krankenhaus begeben.

"Ich bedauere den Vorfall zutiefst", erklärte Landrat Stefan Kerth (SPD). Es sei ein Einzelfall, der auf individuelle Fehler zurückgehe. "Ich wünsche allen Betroffenen, dass bei ihnen keine gravierenden Nebenwirkungen auftreten."

Laut Auskunft der Herstellerfirma Biontech wurden demnach bereits in der Phase der Zulassung größere Dosen des Impfstoffs an Probanden getestet. Es sei dabei zu keinen schwerwiegenden Nebenwirkungen gekommen.

"Lokale Reaktionen an der Injektionsstelle" und grippeähnliche Symptome seien dosisabhängig gewesen, "im Allgemeinen leicht bis mittelmäßig und vorübergehend". Der Impfstoff wird in Ampullen ausgeliefert, die nach Verdünnung fünf Impfdosen ergeben.

Kanzleramtsminister Braun impft eigenhändig Klinik-Mitarbeiter in Gießen

14:51 Uhr: Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU), der auch Arzt ist, hat am Montag Mitarbeiter des Gießener Universtätsklinikums gegen das Coronavirus geimpft.

Er habe dies gern getan, "damit ihr persönlicher Schutz verbessert wird und sie ihre Arbeit fortsetzen können", sagte Braun danach in der Klinik. Er hoffe, dass der Impfstart die Krankenhäuser entlasten werde und auch die Todeszahlen bald zurückgingen.

Die Pandemie werde aber erst zu Ende gehen, wenn ein großer Teil der Bevölkerung geimpft sei, mahnte Braun. Er ist von Beruf Anästhesist und arbeitete vor seiner politischen Laufbahn an der Uniklinik, wo er derzeit beurlaubt ist.

Zwei Mitarbeiterinnen des Krankenhauses, die am Montag geimpft wurden, riefen die Menschen dazu auf, sich ebenfalls impfen zu lassen. Beide berichteten von vielen schweren Verläufen von COVID-19, die sie bei ihrer Arbeit miterlebten, und zeigten sich erleichtert, dass es nun einen Impfstoff gibt.

In Deutschland wurden am Samstag die ersten Menschen gegen Corona geimpft, am Sonntag starteten Impfungen in allen Bundesländern. Zuerst bekommen Bewohner und Mitarbeiter in Pflegeheimen sowie besonders gefährdete Pflegekräfte in Krankenhäusern den Impfstoff.

Mann arbeitet im Homeoffice.

Feste Struktur kann helfen: So bleiben Sie trotz Corona-Pandemie im Homeoffice motiviert

Den Laptop auf dem Küchentisch, hier die Kinder, dort die Bügelwäsche, dazwischen der volle Kühlschrank: Arbeit im Homeoffice bedeutet konstante Ablenkung. Doch in der Coronakrise ist das die einzige Option für viele Berufstätige. Wie gelingt es am besten?

Bayerischer Corona-Schnelltest eines Startups erhält Sonderzulassung

14:23 Uhr: Ein von einem bayerischen Startup entwickelter neuer Corona-Schnelltest hat eine Sonderzulassung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erhalten.

Das erklärte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Montag in München. Das Schnellverfahren des Unternehmens GNA Biosolutions aus dem Münchner Vorort Martinsried soll Ergebnisse in weniger einer Stunde liefern, aber vergleichbar zuverlässig sein wie herkömmliche PCR-Tests. Das Testgerät ist transportabel und kann acht Proben gleichzeitig analysieren.

Probeweise eingesetzt wurde das Verfahren in den vergangenen Monaten am Münchner Flughafen. Aiwanger und Unternehmenschef Federico Bürsgens wollen die Einzelheiten an diesem Dienstag vorstellen.

Für den COVID-19-Erreger gibt es mehrere Testmethoden. Bei PCR-Tests wird Erbgut des Erregers nachgewiesen. Dieses Verfahren gilt als das zuverlässigste, ist aber vergleichsweise langsam und teuer.

Daneben kommen mittlerweile günstigere Antigen-Schnelltests zum Einsatz, die innerhalb einer halben Stunde Ergebnisse liefern. Diese Antigen-Tests weisen nicht den Erreger als solchen nach, sondern bestimmte Proteine, die an das Virus gebunden sind, diese Methode gilt als weniger zuverlässig. Ein drittes Verfahren ist der Nachweis von Antikörpern gegen das Virus.

Merkel: Corona-Pandemie ist eine "demokratische Zumutung"

13:47 Uhr: Die Corona-Pandemie ist aus Sicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel "eine demokratische Zumutung". Das gelte für das Land und auch für sie selbst, machte die CDU-Politikerin in einem Interview mit dem Magazin "DB Mobil" deutlich.

"Dass Bund und Länder Freiheitsrechte einschränken, gehört zu den schwersten Entscheidungen meiner Amtszeit. Dennoch waren diese Entscheidungen im Wortsinn notwendig."

Sie habe sich Ende 2019 nicht vorstellen können, dass eine Pandemie Staaten, Gesellschaften und Volkswirtschaften auf der ganzen Welt vor eine nie da gewesene Herausforderung stelle und zu weitreichenden und einschneidenden Entscheidungen zwinge.

SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach: Ohne Corona-Maßnahmen 250.000 Tote

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach geht davon aus, dass die Zahl der mit oder am Coronavirus gestorbenen Menschen in Deutschland heute ohne die seit März ergriffenen Maßnahmen um ein Vielfaches höher wäre.

Die Zahl lasse sich zwar schwer ermitteln, weil die Menschen sich aus Angst vor dem Virus stark zurückgezogen hätten, sagte Lauterbach der Deutschen Presse-Agentur. "Sicherlich wären aber bisher 250.000 Menschen in Deutschland gestorben". (Mehr zu diesem Thema finden Sie hier.)

Ramelow geht von Verlängerung des Lockdowns aus

12:18 Uhr: Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow geht davon aus, dass der Corona-Lockdown über den 10. Januar hinaus verlängert wird.

"Wenn die Ministerpräsidenten am 5. Januar erneut beraten, wird nichts auf Lockerungen hindeuten. Wir gehen alle davon aus, dass der Lockdown verlängert werden muss", sagt der Linken-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Zwar seien die Infektionszahlen zuletzt zurückgegangen, sagte der Linken-Politiker dem RND. Doch sei bei den Infektionszahlen "Vorsicht geboten", betonte Ramelow unter anderem mit Blick auf die Tatsache, dass über Weihnachten weniger getestet werde. Insgesamt sei es "zu früh, Entwarnung zu geben".

"Ich richte mich darauf ein, dass wir bis März mit Einschränkungen leben müssen."

So lange halten sich Coronaviren auf Oberflächen
Quelle: The New England Journal of Medicine. © 1&1

Österreichs Skigebiete schärfen nach Andrang Sicherheitskonzept nach

11:47 Uhr: Einige Skigebiete in Österreich schärfen nach dem teils starken Andrang vom Wochenende ihr Sicherheitskonzept nach. Dazu gehörten eine weitere Begrenzung der Parkplätze, mehr Platz zum Anstellen und mehr Ordner, teilte das Bundesland Oberösterreich am Montag mit. In den dortigen Skigebieten Hinterstoder, Wurzeralm und Kasberg herrschte am Sonntag bei schönem Wetter großer Andrang.

"Im Sinne der Eigenverantwortung appelliere ich aber auch an die Skifahrerinnen und Skifahrer, so weit möglich auch erst ab Mittag in die Skigebiete zu kommen, denn da sind viele Gäste vom Vormittag wieder auf dem Heimweg und man kommt so bequem und ohne Staus auf die Piste", so der Wirtschaftsminister des Bundeslands, Markus Achleitner. Am Sonntag seien um 12 Uhr rund 3.000 Gäste im Skigebiet Hinterstoder gewesen, ein Drittel aber bis 12:30 Uhr wieder abgereist.

In Österreich sind viele Skigebiete geöffnet, allerdings praktisch nur für Einheimische. Für Anreisende aus dem Ausland gilt eine zehntägige Quarantänepflicht. Zudem sind die besonders wirksamen FFP2-Masken als Mund- und Nasenschutz für alle Skifahrer über 14 Jahre vorgeschrieben, die Gondeln oder Lifte benutzen oder anstehen müssen.

Schauspielerin Nadja Tiller an Corona erkrankt: "Es geht mir gar nicht gut"

11:18 Uhr: Schauspielerin Nadja Tiller (91, "Das Mädchen Rosemarie") ist an Corona erkrankt. "Es geht mir gar nicht gut. Ich habe die Krankheit jetzt wohl mehr oder weniger überstanden. Aber alles ist so anstrengend. Ich bin kaputt und müde", sagte die Schauspielerin, die in einer Seniorenresidenz in Hamburg lebt, der "Bild"-Zeitung (Montag-Ausgabe). Wo sie sich angesteckt hat, wisse sie nicht. Ihr Management bestätigte die Erkrankung am Montag.

Eigentlich habe Tiller das Weihnachtsfest mit ihrer Tochter Natascha und ihrem Sohn Jan-Claudius und ihren vier Enkelkindern feiern wollen. Jetzt musste die Schauspielerin Weihnachten alleine in ihrem Apartment in einer Seniorenresidenz am Elbufer verbringen. "Es war auszuhalten, denn man wird hier gut versorgt", sagte sie. "Aber ich hatte es mir anders vorgestellt."

Tiller zählt zu den großen Kinostars der 1950/60er Jahre. Zu ihren bekanntesten Filmen gehört "Das Mächen Rosemarie", in dem sie 1958 als Edelprostituierte Rosemarie Nitribitt auf der Leinwand zu sehen war. Mit ihrem Ehemann Walter Giller, der 2011 starb, arbeitete die gebürtige Wienerin verstärkt fürs Fernsehen und am Theater.

Stiko: Baldige Klarheit über Impfstoffwirkung gegen Corona-Mutation

In ein bis zwei Wochen sollen verlässliche Daten vorliegen, ob der derzeit in Deutschland verteilte Impfstoff auch gegen die in Großbritannien aufgetauchte Mutation des Coronavirus wirkt.

"Nach den bisher vorliegenden Daten scheint es so zu sein, dass der Impfstoff noch wirken sollte", sagte Thomas Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (Stiko) beim Robert-Koch-Institut (RKI), am Montag im ZDF-"Morgenmagazin".

Es seien aber noch Untersuchungen nötig, die derzeit unter anderem Biontech durchführe, der Hersteller des Impfstoffs. "Wir denken und hoffen, dass wir in etwa ein bis zwei Wochen die Ergebnisse haben werden, so dass man dann ganz sicher sagen kann, wie er wirkt", sagte Mertens weiter.

In Großbritannien war zuletzt eine neue Variante des Coronavirus aufgetaucht, die möglicherweise deutlich ansteckender als die bisher bekannte Form ist. Die meisten EU-Staaten hatten daraufhin entschieden, Reisen aus und nach Großbritannien vorübergehend weitgehend einzuschränken.

Stiko-Chef Mertens wies am Montag außerdem darauf hin, dass der von Biontech entwickelte mRNA-Impfstoff auch in "relativ kurzer Zeit" nachjustiert werden könnte.

348 neue Corona-Todesfälle - Grenze von 30.000 überschritten

Die Zahl der mit oder an dem Coronavirus gestorbenen Menschen hat in Deutschland die Grenze von 30.000 überschritten. Die Gesundheitsämter meldeten binnen 24 Stunden 348 weitere Todesfälle - damit stieg die Zahl auf 30.126. (Teaserbild: imago images/photothek)

Über 19 Millionen Corona-Infektionen in den USA

10:14 Uhr: In den USA haben sich seit Beginn der Pandemie über 19 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Am Sonntag wurden binnen eines Tages 150.094 Neuinfektionen und 1.209 Tote mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion erfasst, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Montag hervorging.

Die deutlich niedrigeren Werte sind wahrscheinlich auf reduzierte Testkapazitäten über die Weihnachtsfeiertage zurückzuführen.

Die bisher höchsten Werte wurden mit 249.709 Neuinfektionen am 18. Dezember und 3682 Toten am 16. Dezember verzeichnet. Gesundheitsexperten wie der Immunologe Anthony Fauci befürchten einen deutlichen Anstieg der Infektionszahlen aufgrund von Reisen während der Weihnachtsfeiertage.

Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 333.100 Menschen mit dem Erreger SARS-CoV-2. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen werden die Zahlen - unter anderem die der Neuinfektionen binnen 24 Stunden, aber auch die der Toten - nachträglich aktualisiert.

Spahn rechnet bald mit höherer Impfstoffproduktion in Deutschland

08:54 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist zuversichtlich, dass die Produktion des Corona-Impfstoffs in Deutschland bald hochgefahren werden kann.

"Wir tun alles zusammen mit Biontech-Pfizer, dass es zusätzliche Produktionsstätten hier in Deutschland etwa in Marburg in Hessen geben kann", sagte Spahn am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". "Ziel ist, noch im Februar/März dort auch Produktion möglich zu machen. Und das würde die Menge enorm erhöhen."

Biontech hat die Marburger Produktionsanlage von dem Schweizer Pharmariesen Novartis übernommen. Nach Angaben des Unternehmens sind dort nun einige Umstellungen nötig, bevor es auch dort mit der Produktion des COVID-19-Impfstoffs losgehen kann.

Forderungen nach mehr Tempo wies Spahn zurück. Die Herstellung von Impfstoffen sei überaus anspruchsvoll, sie könne nicht in drei oder vier Wochen beliebig hochgefahren werden. "Das braucht Vorlauf, und das ist in Vorbereitung in Marburg", betonte er.

Mit Befremden reagierte Spahn auf den Vorschlag des Linken-Gesundheitspolitikers Achim Kessler, Impfstoff-Hersteller zu zwingen, anderen Unternehmen eine Lizenz zum Nachproduzieren zu gewähren.

"Eine Produktion für einen Impfstoff ist hoch anspruchsvoll und hochkomplex, die kann man nicht mal eben per Lizenz bei einem anderen Unternehmen machen", sagte er. Gerade auch für das Vertrauen in den Impfstoff ist es wichtig, dass alle Qualitätsanforderungen eingehalten würden.

Generell sei es einfach falsch, wenn der Eindruck entstehe, alle Länder außer Deutschland hätten genügend Impfstoff: "Der ist überall knapp, für alle auf der Welt." Die Bundesregierung arbeite daran, dass es bald mehr Impfstoff gebe. "Aber wir machen das so, dass dann anschließend auch die Qualität stimmt."

Nach Panne starten Impfungen gegen Corona nun auch in Oberfranken

08:06 Uhr: Nach einer Panne beim Impfstart in Oberfranken soll nun auch dort gegen Corona geimpft werden. Die herstellende Firma habe die Qualität der Impfdosen bestätigt und die Dosen freigegeben, teilte die Regierung von Oberfranken in der Nacht zum Montag mit. "Damit steht dem Impfstart in Oberfranken nichts mehr im Wege. Die Impfungen können beginnen."

Südafrika überschreitet Millionen-Marke bei Corona-Fällen

07:37 Uhr: Als erstes Land des Kontinents hat Südafrika die Marke von einer Million nachgewiesener Corona-Fälle überschritten. Das zahlenmäßig am schwersten betroffene Land Afrikas hat inmitten einer zweiten Infektionswelle 1.004.413 Fälle seit März dokumentiert, wie das Gesundheitsministerium am späten Sonntagabend mitteilte. In Südafrika kursiert eine neue Variante des SARS-CoV-2-Virus, die als Treiber für die neue Infektionswelle gilt. Das Tempo der Ausbreitung hat dadurch zugelegt. Seit Bekanntgabe des mutierten Virus haben viele Länder daher Restriktionen für Reisende aus Südafrika verhängt.

Mehr Impfstoff-Dosen - Linken wollen Lizenz-Weitergabe erzwingen

06:22 Uhr: Seit Sonntag wird in Deutschland geimpft. Die Anzahl an Impfdosen ist aber nach Ansicht vieler Politiker aus verschiedenen Parteien nicht ausreichend.

Um die Produktion zu beschleunigen schlägt die Linke deshalb vor, dass Biontech die Lizenz für das Vakzin weitergibt - so könnten auch andere Pharmaunternehmen den Impfstoff produzieren und so stünden schneller größere Mengen zur Verfügung.

Linken-Gesundheitspolitiker Achim Kessler sagte dem "Spiegel": "Der Gesundheitsminister kann nach dem Ersten Bevölkerungsschutzgesetz Unternehmen zwingen, anderen Unternehmen eine Lizenz zum Nachproduzieren zu gewähren." Das müsse die Bundesregierung jetzt schnell tun. "Wenn die Bundesregierung jetzt nicht alle gesetzlichen Möglichkeiten ausschöpft, gefährdet sie zahllose Menschenleben."

Die Pharmaindustrie widersprach dem Vorwurf, wonach die Produktion des Corona-Impfstoffs zu langsam anläuft. "Wir sehen in Deutschland sechs Tage nach der Zulassung erste Corona-Impfungen, und wir werden im Januar noch deutlich mehr Impfungen haben, weil immer mehr der vom Staat bestellten Mengen geliefert werden", sagte der Präsident des Verbands der forschenden Arzneimittelhersteller (vfa), Han Steutel, der "Augsburger Allgemeinen". Er verwies darauf, dass überall in Deutschland die Produktionskapazität für den Corona-Impfstoff hochgefahren werde. "Und jeder weitere Hersteller, der eine Zulassung erhält, wird ebenfalls mit vorproduzierten Chargen schnell im Markt sein."

348 neue Corona-Todesfälle in Deutschland

05:21 Uhr: Die Zahl der mit oder an dem Coronavirus gestorbenen Menschen hat in Deutschland die Grenze von 30.000 überschritten. Die Gesundheitsämter meldeten binnen 24 Stunden 348 weitere Todesfälle - damit stieg die Zahl auf 30.126, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Montagmorgen bekannt gab. Darüber hinaus wurden 10.976 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Die Zahl der Neuinfizierten und der Opfer sind aber nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar, da das RKI während der Feiertage und zum Jahreswechsel hin mit einer geringeren Zahl an Tests und auch weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern rechnete. Vor genau einer Woche waren 16.643 Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet worden. Bei den Todesfällen war der Höchststand von 952 am 16. Dezember registriert worden.

Coronavirus-Variante aus Großbritannien in Südkorea bestätigt

04:30 Uhr: In Südkorea sind nun ebenfalls Fälle der in Großbritannien entdeckten Mutation des Coronavirus nachgewiesen worden. Dabei handelt es sich laut Angaben der Seuchenschutzbehörde vom Montag um drei koreanische Staatsbürger, die letzte Woche aus Großbritannien zurück nach Südkorea geflogen waren. Die neue Variante des Coronavirus ist möglicherweise deutlich ansteckender als die bisher bekannte Form. Die meisten EU-Staaten hatten daraufhin bereits vergangene Woche entschieden, Reisen aus und nach Großbritannien vorübergehend weitgehend einzuschränken.

Auch die südkoreanische Regierung hatte am 23. Dezember angekündigt, jeglichen Flugverkehr von und nach Großbritannien bis Jahresende zu stoppen. Zusätzlich verpflichteten die Behörden Einreisende aus Großbritannien zu einer 14-tägigen Quarantäne sowie einem zusätzlichen Virustest kurz vor Ende der Quarantäne.

Spahn gegen Sonderrechte für Geimpfte

03:50 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich gegen Sonderrechte für Geimpfte ausgesprochen. "Viele warten solidarisch, damit einige als Erste geimpft werden können. Und die Noch-Nicht-Geimpften erwarten umgekehrt, dass sich die Geimpften solidarisch gedulden", sagte Spahn den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag). "Keiner sollte Sonderrechte einfordern, bis alle die Chance zur Impfung hatten." Diese gegenseitige Rücksicht halte die Nation zusammen. "Gegen die Pandemie kämpfen wir gemeinsam - und wir werden sie nur gemeinsam überwinden." Am Wochenende hatten die Impfungen gegen das Coronavirus in Deutschland begonnen. Auch Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte sich gegen Sonderrechte ausgesprochen.

Alle Corona-Meldungen vom 27. Dezember zum Nachlesen finden Sie hier.

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Mit Material von dpa, afp, sid und apa.
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