Brüssel

Die EU und Großbritannien sind bei den Verhandlungen zu einem Brexit-Deal deutlich vorangekommen. Am Donnerstag und Freitag steht den Staats- und Regierungschefs in Brüssel dennoch ein schwieriger Gipfel bevor. Unterdessen bekommt Boris Johnson zuhause Gegenwind.

Die nordirische DUP hat bereits Teile der neu ausgehandelten Vorschläge zum Brexit abgelehnt. Dennoch zeigt sich Angela Merkel in ihrer Regierungserklärung vor dem Start des EU-Gipfels vorsichtig optimistisch, dass es noch zu einer Einigung kommen kann. Der Ausgang des Treffens in Brüssel sei aber ungewiss.

Nach einer halb durchverhandelten Nacht ist der Durchbruch immer noch nicht geschafft. In Brüssel überwiegt vorsichtiger Optimismus. Aber der eigentliche Showdown wartet in London.

Der Sieg der regierenden PiS bei der Parlamentswahl in Polen sorgt bei der EU für Kopfzerbrechen. Auf Deutschland könnte zudem seitens der Polen eine Milliardenforderung zukommen.

Kutschprozession und diamantbesetzte Krone: Mit einer prunkvollen Zeremonie eröffnet die Queen das Parlament. Sie gibt damit den Auftakt zu einer turbulenten Woche im Brexit-Streit.

Mit viel Pomp und Zeremoniell wird das britische Parlament am Montag nach einer knapp einwöchigen Pause von Königin Elizabeth II. mit dem "State Opening of Parliament" wiedereröffnet. Premierminister Boris Johnson will indes laut einem Bericht in diesen Tagen mit der EU sprechen - am Samstag soll es dann zum großen Showdown kommen.

Aus der Parlamentswahl ist die Partei von Ministerpräsident Mateusz Morawiecki siegreich hervorgegangen. Laut ersten Prognosen kann sie weiterhin ohne einen Koalitionspartner regieren. Das Verhältnis Warschaus zu Berlin und Brüssel könnte kompliziert bleiben.

Seit Wochen, Monaten, Jahren kreist der Brexit-Streit um den sogenannten Backstop für die irische Grenze. Nun soll London angeblich eine Alternative präsentieren.

Vor Kurzem sagte Boris Johnson noch, er wolle "lieber tot im Graben" liegen, als eine Verlängerung der Brexit-Frist zu beantragen. Nun gibt der britische Premier wohl klein bei - und schickt bald einen Antragsbrief nach Brüssel. 

Die EU ist mittelmäßig beeindruckt von Boris Johnsons Vorschlägen als Ersatz für den Backstop. Es blieben mehrere Fragen offen, mehr Arbeit sei nötig. Der britische Premier schiebt einmal mehr der Europäischen Union alle Verantwortung zu.

Die USA verhängen neue Strafzölle auf EU-Importe. US-Präsident Donald Trump spricht in dem Zusammenhang von einem "großen Sieg der Vereinigten Staaten" und führt die Entscheidung der Welthandelsorganisation (WTO) auf seine Präsidentschaft zurück. Brüssel bastelt derweil an einer Retourkutsche.

Der Handelskonflikt zwischen der EU und den USA spitzt sich zu. Washington verhängt neue Strafzölle, Brüssel bastelt schon an einer Retourkutsche. Beide Seiten hoffen indes auf eine Verhandlungslösung.

Schon wieder: Boris Johnson will das britische Parlament erneut in eine Zwangspause schicken. Bereits im September hatte der britische Premier eine solche Pause angesetzt, wurde aber vom höchsten Gericht gestoppt.  

Der britische Premierminister Boris Johnson legt zum Abschluss des Tory-Parteitages in Manchester am Mittwoch seinen bis dato geheimen Brexit-Plan offen. Es ist der wohl letzte Versuch, die bisherige Vereinbarung mit der EU noch einmal zu ändern.

Das Ringen um einen Brexit-Deal geht heute möglicherweise in die finale Runde: London hat angekündigt, der EU an diesem Mittwoch ein "endgültiges Angebot" zu unterbreiten.

Wird London als Alternative für die umstrittene Backstop-Klausel im Brexit-Vertrag Kontrollen im Hinterland der irisch-nordirischen Grenze vorschlagen? Stimmt es, dass Boris Johnson Frauen belästigt hat? Der Premier stellt sich in Interviews.

Mit seiner Kriegsrhetorik stößt der britische Premier in London und Brüssel immer mehr auf Kritik. Doch er will auch weiterhin von "Kapitulation" und "Verrat" sprechen, wenn es um den Brexit geht.

Der Staat hilft Condor mit 380 Millionen Euro. Unternehmen und Belegschaft atmen auf. Aber jetzt muss auch Brüssel noch entscheiden.

Die EU und Großbritannien verhandeln nun auch offiziell wieder miteinander. Ob Brüssel und London eine Einigung zum EU-Austritt in sechs Wochen finden, ist aber völlig ungewiss.

Durfte Premierminister Boris Johnson das britische Parlament so kurz vor dem Brexit-Datum in eine Pause zwingen? Der Streit um diese Frage ist jetzt vor dem Supreme Court angekommen. Ab Dienstag beschäftigt er das oberste Gericht des Landes - während sich das nächste juristische Tauziehen schon anbahnt. 

Trotz des Gesetzes gegen einen No Deal schließt der britische Premier Johnson eine Brexit-Verschiebung aus. Die letzte Sitzung vor der Parlamentsschließung endet mit Tumulten. Der scheidende Parlamentspräsident Bercow macht deutlich, was er von der Pause hält.

Das Gesetz brechen, zurücktreten oder provozieren: Viele Optionen hat der britische Premierminister Boris Johnson nicht mehr, wenn er sein Versprechen einhalten will, Großbritannien zum 31. Oktober aus der EU zu führen. Schließt er am Ende doch noch einen Deal mit Brüssel?

In Großbritannien steht am Montag das nächste Kapitel im großen Brexit-Drama an: Nach einem Besuch in Irland wird Boris Johnson im Parlament erwartet. Dort will der Premier erneut über Neuwahlen abstimmen lassen, ansonsten müsste er sehr wahrscheinlich – gezwungen vom Parlament – in Brüssel erneut um eine Fristverlängerung bitten. Dort sähe man einer Verlängerung positiv entgegen.

Anne Will sucht mit ihren Gästen nach der Methode hinter dem Wahnsinn von Boris Johnson. Dessen Parteifreund Greg Hand muss sich von Norbert Röttgen so Einiges anhören.

Neuwahl, Rücktritt oder doch noch ein Deal mit der EU? Der britische Premierminister Boris Johnson steckt in der Klemme. Kann er sich aus dem Brexit-Schlamassel noch einmal befreien? Theoretisch bleiben ihm noch fünf Optionen.