Berlin - Vier Männer sollen über den Verkauf von 85 Autos rund 2,3 Millionen Euro eingenommen haben - allerdings gehörten ihnen diese Wagen überhaupt nicht.

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Die Berliner Staatsanwaltschaft erhob nun Anklage gegen die Angeschuldigten im Alter von 51, 58, 61 und 71 Jahren wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs.

Zwischen Juni 2018 und August 2022 sollen die Männer über bereits bestehende Firmen Autos entweder geleast oder bei Banken finanziert und so in ihren Besitz genommen haben. In beiden Konstellationen wurden sie jedoch rechtlich nicht Eigentümer.

Schaden liegt bei Käufern der Angeschuldigten

Bei Leasingverträgen bleibt das Fahrzeug – ähnlich wie bei einer Miete – im Eigentum des Leasinggebers und wird nur zur Nutzung überlassen. Bei Autokäufen, die über eine Bank finanziert werden, darf der Käufer dieses zwar fahren. Bis zur vollständigen Tilgung des Darlehens bleibt das Auto aber Eigentum der Bank.

Die Autos sollen die Angeschuldigten dann weiterverkauft haben. Der angerichtete Millionenschaden liegt bei den 85 Käufern der Angeschuldigten, da die Leasinggeber und Banken nach wie vor Eigentümer der Fahrzeuge sind und so deren Herausgabe verlangen können, hieß es.  © Deutsche Presse-Agentur

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