Afghanistan

Am Dienstagmorgen ist in der afghanischen Hauptstadt Kabul ein Abschiebeflug aus Deutschland gelandet. An Bord waren 36 abgeschobene Afghanen.

Nach Syrien nun auch Afghanistan? US-Präsident Donald Trump erwägt, auch am Hindukusch US-Truppen abzuziehen - allerdings nicht vollständig.

Ungeachtet der Prügelattacke von Amberg können die tatverdächtigen Flüchtlinge nicht in ihre Heimatländer abgeschoben werden.

Eine Prügelattacke in Bayern wird zum Politikum: Junge Asylbewerber aus Syrien, Afghanistan und dem Iran schlagen auf Passanten ein und verletzen sie. Der Streit über Abschiebungen wird wieder lauter.

Nach dem Rücktritt von US-Verteidigungsminister James Mattis stellt sich die Frage nach den Konsequenzen. Schließlich sind es zentrale außenpolitische Fragen, für die er und US-Präsident Donald Trump völlig konträre strategische Antworten haben. Das betrifft einerseits den Umgang mit Alliierten innerhalb des transatlantischen Bündnisses, andererseits Amerikas militärische Interventionen in Syrien und Afghanistan. Die Reaktionen auf Mattis Rückzug fallen entsprechend aus.

US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch angekündigt, alle 2.000 US-Soldaten aus Syrien abzuziehen. Diese Entscheidung stieß auf harsche Kritik. Am Donnerstag wurde nun bekannt, dass auch aus Afghanistan wenigstens die Hälfte der Soldaten abgezogen werden sollen.

Der kleine Fußballfan Murtasa aus Afghanistan wurde durch sein Trikot aus Plastiktüten vor zwei Jahren weltweit bekannt. Sein Idol Lionel Messi schenkte ihm darauf einen signierten Ball. Das kostbare Stück musste der Siebenjährige auf der Flucht vor den Taliban zurücklassen.

In Kabul ist am Mittwoch ein Abschiebeflug aus Deutschland eingetroffen. An Bord des Flugzeugs befanden sich 14 abgeschobene Flüchtlinge.

In Deutschland lebten im vergangenen Jahr mehr Schutzsuchende als 2016, vermeldet das Statistische Bundesamt am Freitag. Insgesamt waren im Jahr 2017 somit 1,7 Millionen Menschen aus dieser Kategorie im Ausländerzentralregister eingetragen. Dies bedeutet einen Anstieg um fünf Prozent.

In Afghanistan sind am Samstagmorgen landesweit die Parlamentswahlen angelaufen. Doch viele Wähler mussten unverrichteter Dinge wieder nach Hause gehen.

Die Lage in Afghanistan spitzt sich weiter zu: Es gibt so viele Anschläge wie seit Jahren nicht mehr, Beobachter fürchten, dem Land drohe erneut Bürgerkrieg. Ein Experte sagt: Die Regierung versagt, doch die Menschen fürchten vor allem die Rückkehr der Taliban.

Die Zahl der Heimatlosen in Afghanistan steigt. Allein vergangene Woche mussten 5.400 Menschen ihre Häuser verlassen. Der überwiegende Teil der Vertriebenen sind Kinder und Jugendliche.

Der afghanische Extremist Dschalaluddin Hakkani, dessen Netzwerk für einige der grausamsten Anschläge in Afghanistan verantwortlich ist, ist tot. Die Machenschaften seiner Netzwerks dürfte das kaum stoppen. 

Ein weiterer Bezirk in Nordafghanistan ist an die radikalislamischen Taliban gefallen.

Ein Afghane, der wegen seiner Homosexualität in Österreich Asyl beantragte, soll zurück nach Afghanistan. Er sei gar nicht schwul, heißt es im Bescheid. Die nachfolgende Begründung enthält Haarsträubendes.

Erstmals seit den Anschlägen vom 11. September gibt die Mutter des getöteten Top-Terroristen Bin Laden ein Interview. Dass ihr Sohn Dschihadist werden könnte, sei ihr "nie in den Sinn gekommen". Nicht alle Mitglieder der Familie sind glücklich über den Auftritt.

US-Medien zufolge gab es ein Treffen zwischen US-Diplomaten und Vertretern der Taliban. Die Gespräche sollen in Doha stattgefunden haben, wo die Islamisten ein halboffizielles Büro betreiben. Bisher haben US-Regierungen Direktgespräche mit den islamistischen Kämpfern kategorisch abgelehnt.

Carsten Stormer hat in seinem "War Diary" seine ganz persönliche Sicht auf den syrischen Bürgerkrieg dokumentiert. Wir haben den Reporter interviewt.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) will einen wohl unrechtmäßig abgeschobenen Asylbewerber aus Afghanistan zurückholen. Das bestätigte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums.

Selten hat ein Fall für so viel Streit zwischen Behörden geführt wie dieser: Erst wird der tunesische Gefährder Sami A. abgeschoben, dann soll er doch wieder zurück nach Deutschland, weil es ein Gericht so will. Doch gegen seine Rückkehr regt sich Widerstand – nicht nur in Deutschland.

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat den Selbstmord eines aus Deutschland abgeschobenen Flüchtlings aus Afghanistan bedauert.

Seit Beginn des Rückkehrerprogramms "StarthilfePlus" haben knapp 12.000 Flüchtlinge gegen Zahlungen der Bundesregierung Deutschland wieder verlassen.

Ein von der Bundesregierung aus Afghanistan zurückgeholter Flüchtling darf in Deutschland bleiben. Die Bundesrepublik muss ihm die Flüchtlingseigenschaft zuerkennen.

Angesichts anhaltender Bürgerkriege und gewaltsamer Vertreibungen hat die Zahl der Flüchtlinge weltweit einen neuen Höchststand erreicht.