Das Wahljahr 2019

Erneut sorgt die CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach mit einem Tweet für Wirbel. Am Super-Sonntag schrieb sie von Zuständen "wie in einer Diktatur" - und spielt damit offenbar auf Angela Merkels Flüchtlingspolitik an.

Die "Alternative für Deutschland" versteht sich als Alternative zu den etablierten Parteien. Allerdings verhindert ihr mögliches Erstarken in den Landtagswahlen 2016 am Sonntag nicht eine Regierungsbeteiligung der großen Volksparteien. Im Gegenteil. Eine starke AfD würde die Bildung von Großen Koalitionen sogar noch wahrscheinlicher machen. Für diesen paradoxen Umstand ist die AfD aber nicht alleine verantwortlich.

Bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg könnten die Parlamente ganz schön durcheinandergewirbelt werden. In Rheinland-Pfalz kündigt sich ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen an, in Sachsen-Anhalt könnte eine Regierungsbildung für Schwarz-Rot schwierig werden. In Baden-Württemberg kündigt sich eine Sensation an.

Es begann mit einem Bahn-Projekt und einer Katastrophe in Japan. Aber der kometenhafte Aufstieg der Grünen in Baden-Württemberg hatte auch viel mit einem deplatzierten CDU-Ministerpräsidenten zu tun. Vieles spricht dafür, dass er für den Beginn einer neuen Zeitrechnung im deutschen Parteien-System steht. Denn die Grünen könnten im jahrzehntelangen Kernland der CDU die Machtverhältnisse bei den Landtagswahlen am Sonntag endgültig kippen. Es wäre ein politisches Beben, eine Sensation.

Im Präsidentschaftswahlkampf in den USA läuft es nach dem "Super Tuesday" auf das Duell Donald Trump gegen Hillary Clinton hinaus. Wir zeigen in unserer Analyse, was die beiden politisch unterscheidet und welchen deutschen Parteien sie mit ihren Positionen am nächsten kommen.

Donald Trump im Weißen Haus – das ist eine Horrorvorstellung. Nicht nur für viele Amerikaner. EU-Politiker fürchten sich vor einer Art Männerpakt zwischen Trump und Wladimir Putin. USA-Experte Thomas Jäger erklärt, womit Deutschland und die EU rechnen müssten.

Er verdient mit Miss-Wahlen Geld und soll mit einer eigenen Universität Studierende abgezockt haben. Er war Teil von Wrestling-Shows und feuerte live Mitarbeiter. Das Leben von Donald Trump ist voll von Kuriositäten, die sehr lustig wären, würde es der Mann nicht ernst meinen mit seiner Kandidatur für die Präsidentschaft. Hier eine Auswahl kurioser Fakten.

Knapp zwei Wochen vor den Landtagswahlen stoßen die beiden Spitzenkandidatinnen von CDU und SPD im TV aufeinander.

Der Komiker John Oliver machte in seiner Late-Night-Show "Last Week Tonight" das, was er ein halbes Jahr lang nicht getan hatte: Er sprach über Donald Trump. In sehr amüsanten 22 Minuten demontierte er den Präsidentschaftskandidaten.

"Und ich gewinne, gewinne, gewinne. Und bald wird auch das Land wieder gewinnen, gewinnen, gewinnen", sagte Donald Trump nach seinem Wahl-Sieg bei den Vorwahlen in Nevada. Gegenwind auf dem Weg zur Präsidentschaft droht ihm jetzt vor allem aus seiner eigenen Partei. Ein Großteil des republikanischen Establishments will nicht, dass Trump tatsächlich eine Chance auf die Präsidentschaft erhält. Gewinnen könnte er die Vorwahlen trotzdem.

Präsidentschaftsbewerber Donald Trump gewinnt die Vorwahl der Republikaner im US-Bundesstaat Nevada laut Prognosen mehrerer Fernsehsender.

Von der Weinkönigin zur CDU-Kronprinzessin: Julia Klöckner weiß sich im Wahlkampf in Szene zu setzen – und vom Kurs der Bundeskanzlerin Angela Merkel zu distanzieren. Wer ist die Frau hinter der Polit-Fassade? Und schafft Sie es mit ihrer politischen Spagat-Strategie an die Spitze?

In knapp drei Wochen wählt Rheinland-Pfalz. Die Umfragezahlen der CDU gingen zuletzt zurück oder stagnierten. Landeschefin Klöckner setzt in der Flüchtlingskrise gezielt Contra-Punkte zur Bundespolitik. Wie kommt das beim gemeinsamen Auftritt mit der Kanzlerin an?

Rund drei Wochen vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz in Sachsen-Anhalt rutschen CDU und SPD in der Wählergunst weiter ab. Das berichtet die "Bild"-Zeitung am Montag.

Ein Ortsvorstand der CDU in Rheinland-Pfalz hat mit verletzenden Äußerungen über die schwere Krankheit von Ministerpräsidentin Malu Dreyer für Entsetzen gesorgt. Dreyer, die aufgrund von Multiple Sklerose mitunter auf den Rollstuhl angewiesen ist, fahre für die SPD im Landtagswahlkampf auf der "behinderten Mitleidsschiene", schreibt Daniel Wilms bei Facebook und legt trotz massiver Empörung kräftig nach.

Ein Sieg für Donald Trump und Bernie Sanders - ein Paukenschlag in den US-Vorwahlen. Das komplizierte Wahlverfahren ist gut für Underdogs, doch normalerweise haben die Partei-Eliten das letzte Wort. Das könnte dieses Mal anders sein.

Im US-Vorwahlkampf für das Präsidentschaftsamt wird der demokratische Kandidat Bernie Sanders von seinen Gegnern abschätzig als Sozialist und Radikaler gebrandmarkt. Doch der 74-Jährige verdient ein objektiveres Urteil. Schließlich fordert er nichts anderes als ein Gesellschaftsmodell nach westeuropäischem Vorbild.

Die etablierte Hillary Clinton, der Sozialist Bernie Sanders oder doch der populistische Donald Trump oder ein radikaler Ted Cruz? In den USA hat mit den Vorwahlen in Iowa die Suche nach dem nächsten Präsidenten begonnen. Damit verbunden stellt sich die Frage, welcher Kandidat für Europa als Präsident am besten wäre.

Ein Kirchengänger war der Präsidentschaftsbewerber Donald Trump noch nie. Und das stellte er bei seinem Besuch eines Gottesdienstes in Iowa unter Beweis als ihm ein vorschnelles Missgeschick passierte.

Donald Trump bleibt der letzten TV-Debatte der Republikaner fern, bestimmt sie aber trotzdem. Und auf seiner eigenen Bühne ein paar Kilometer entfernt widerspricht ihm niemand.

Für die Dallas Mavericks schlüpft Teamleader Dirk Nowitzki in die Rolle des großspurigen Politikers Donald Trump. Dabei veräppelt der Deutsche nicht nur die Sprüche des US-Republikaners, sondern auch seine Frisur.

In seiner letzten Rede zur Lage der Nation als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika hatte Barack Obama die populistischen Tiraden Donald Trumps kritisiert. Der republikanische Präsidentschaftskandidat schießt prompt zurück.

Donald Trump will im US-Wahlkampf um die Kandidatur für das Präsidentenamt die nächste Stufe zünden und die eigene Kampagne mit wöchentlichen Millionenzahlungen zusätzlich befeuern.

Donald Trump hat zu einem peinlichen Schlag gegen seine ärgste Konkurrentin ausgeholt.

Donald Trump hatte Hillary Clinton bei einer Wahlkampfveranstaltung in Michigan unter der Gürtellinie attackiert und lächerlich gemacht. Nun reagierte die demokratische Präsidentschaftskandidatin und konterte die Tiraden.

Donald Trump bleibt seiner Linie treu und leistet sich den nächsten verbalen Aussetzer im US-amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf. Mit seiner neuesten Attacke zielte der Republikaner auf Hillary Clinton. Es wurde ein peinlicher Schlag unter die Gürtellinie.

Das prognostizierte Kopf-an-Kopf-Rennen bei der Wien-Wahl zwischen Bürgermeister Michael Häupl und FPÖ-Spitzenkandidat Heinz-Christian Strache blieb aus. Die Sozialdemokraten bleiben trotz Verlusten stärkste Kraft, die Freiheitlichen legen stark zu. "Profil"-Chef Christian Rainer bringt Strache gar als Regierungschef ins Spiel: "Nicht Bürgermeister Strache also – aber Kanzler?". Die Reaktionen der österreichischen Presse.

Die Schlacht um Wien ist geschlagen - und die SPÖ um Bürgermeister Michael Häupl bleibt stärkste Kraft. Zum prognostizierten Kopf-an-Kopf-Rennen mit FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache kam es letztlich nicht - doch die internationale Presse sieht dennoch in den Freiheitlichen den größeren Sieger.

Die FPÖ legte in Wien deutlich zu, wenn auch weniger als es die Umfragen vermuten ließen. Die Neos ziehen in den Gemeinderat ein. Aber auch die rot-grüne Landesregierung darf sich freuen. Trotz Verlusten geht sich eine weitere Zusammenarbeit in Wien aus.

Die rot-grüne Landesregierung in Wien hat Federn lassen müssen, ist aber einer Blamage entgangen. Die rechte FPÖ hat mit ihrer Anti-Ausländer-Kampagne viele Stimmen gewonnen, aber das Wahlziel blieb außer Reichweite.

Ausgrenzung gefällt Heinz-Christian Strache nicht – vor allem, wenn es dabei um seine Partei und deren Wähler geht. Für die Gemeinderats- und Bezirkswahl in Wien am Sonntag, den 11. Oktober, verspricht der FPÖ-Spitzenkandidat im Wahlkampf, besser zwischen politischen Flüchtlingen und Auswanderern zu unterscheiden.

Griechenland hat abgestimmt - und fast alles bleibt beim Alten. Alexis Tsipras ist wie schon bei der Wahl im Januar der strahlende Sieger, Syriza steht vor einer erneuten Koalition mit der rechtspopulistischen Anel. Doch etwas ist anders: Gianis Varoufakis jubelt nicht mehr an Tsipras' Seite. Er stichelt vielmehr gegen seinen einstigen Parteifreund.

Alexis Tsipras hat die Wahl in Griechenland ganz klar gewonnen - obwohl es zunächst nicht danach aussah. Für die Presse ist klar: Das griechische Volk schert sich wenig darum, ob Wahlversprechen eingehalten werden oder nicht. Für sie ist Tsipras ein "Blender", "Wortbrüchiger" und Enttäuscher" - einer, den die Griechen im Amt behalten wollen.

Die Griechen schenken Alexis Tsipras weiterhin ihr Vertrauen: Nach dem vorläufigen Wahlergebnis bleibt Syriza stärkste Partei im Parlament und wird wohl wieder die Regierung stellen. Kehrt in die griechische Politik nun Stabilität ein? Was erwarten Europa und Deutschland? Und hält die neue Regierung die alten Versprechen?

Nicht erst beim Fernsehduell der beiden Spitzenkandidaten wurde schnell sichtbar, Evangelos Meimarakis tritt auf wie das genaue Gegenteil von Premierminister Alexis Tsipras. Der Herausforderer unterscheidet sich vom Amtsinhaber ungefähr so wie Angela Merkel von Gerhard Schröder - und genau deshalb könnte er dem Mann gefährlich werden.

Nur neun Monate nach der letzten Abstimmung, wählen die Griechen abermals ein neues Parlament. Der Ausgang ist völlig offen, in Umfragen liegen Syriza und Nea Dimokratia gleichauf. Doch egal wer gewinnt – die Sparauflagen bestimmen die Politik.

Der Wahlkampf ist vorbei. Jetzt muss sich der neue griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras der Realität stellen. Dabei wird ihm die überraschende Koalition mit den Rechtspopulisten kaum eine Hilfe sein. Denn sie ist schon jetzt zum Scheitern verurteilt.

Griechenland hat gewählt: Alexis Tsipras und das linksradikale Bündnis Syriza haben deutlich gewonnen. Wie geht es mit der Sparpolitik in Griechenland nun weiter - und wie reagiert Europa auf den neuen starken Mann in Athen, der der Bevölkerung im Wahlkampf Entlastungen versprochen hat? So kommentiert die internationale Presse den Wahlausgang.

Mit einem Sieg hatten viele gerechnet - aber so deutlich? Die radikale Syriza erreicht fast die absolute Mehrheit bei den Parlamentswahlen in Griechenland. Kann Alexis Tsipras seinen groß angekündigten Schuldenschnitt umsetzen?

Deutsche Politiker fordern Athen geschlossen dazu auf, ihre Vereinbarungen einzuhalten.

Bei der Parlamentsneuwahl in der Ukraine haben die proeuropäischen Kräfte um Präsident Petro Poroschenko Prognosen zufolge einen klaren Sieg errungen. Das berichtete der private ukrainische Fernsehsender Ukraina am Sonntag kurz nach Schließung der Wahllokale.

Nach den Wahlen in Thüringen und Brandenburg zeigt sich: Linke und AfD haben großen Zulauf. Die AfD müsse mittlerweile ernstgenommen werden. Die Kanzlerin brauche dafür eine Strategie. Die Pressestimmen zu den Wahlen.

Unter dem Namen des hessischen AfD-Landesverbands sind im Internet-Kurznachrichtendienst Twitter neonazistische Sprüche verbreitet worden. Die Partei spricht von einem Hacker-Angriff.

Am Wahlsonntag ab 18.00 Uhr, wenn die Wahllokale schließen, schließt auch der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl seine Pforten.

Die Suche nach einem Koalitionspartner gestaltet sich für Angela Merkel weiterhin schwierig - keiner will Juniorpartner der Union werden. In unserem Liveticker halten wir Sie über die aktuelle Entwicklungen und News zur Bundestagswahl 2013 auf dem Laufenden.

Am Wahlsonntag ab 18.00 Uhr, wenn die Wahllokale schließen, schließt auch der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl seine Pforten.

Altkanzler Helmut Schmidt will sich endgültig aus der Politik zurückziehen und nie wieder Wahlkampf machen. Einen letzten Seitenhieb auf Kanzlerin Angela Merkel kann er sich aber nicht verkneifen.

"Das ist einfach nur daneben", findet Günther Jauch, wenn es um Angriffe auf "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo geht. Zwar habe dieser bei der EU-Wahl doppelt abgestimmt, aber seinen Fehler eingesehen. Jauch macht in der aktuellen Diskussion ganz andere Probleme aus.

Mit einem solchen Widerhall hat "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo wohl nicht gerechnet. Nach seiner doppelten Stimmabgabe ermittelt die Staatsanwaltschaft. Ist eine doppelte Stimmabgabe bei der EU-Wahl wirklich so schlimm? Politikwissenschaftler Oliver Schwarz hat Antworten.

Große Aufregung bei Günther Jauch gestern in der ARD. Der TV-Moderator fragte "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo, ob er als Deutscher oder Italiener gewählt habe. Überraschende Antwort: "Ich muss zugeben, dass ich zweimal gewählt habe. Einmal gestern im italienischen Konsulat und einmal heute in einer Hamburger Grundschule." Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft. Muss di Lorenzo nun ins Gefängnis?