Polit-Talk: "Anne Will", "Hart aber fair", "Maischberger" und "Maybrit Illner"

"Anne Will", "Hart aber fair", "Maischberger" und "Maybrit Illner": An vier Tagen die Woche senden ARD und ZDF politische Talkshows. In unserer Rubrik finden Sie Nachberichte und Kritiken zu ausgewählten Sendungen und Themen.

"Last Christmas für die GroKo?" Selten passte ein Kalauer so gut zum Thema einer Polittalkshow wie diesmal. Was bei "maybrit illner" herauskam:

Was wollen eigentlich diese jungen Leute, die neuerdings so vehement um ihre Zukunft kämpfen? Dunja Hayali will es herausfinden, bleibt aber im Ansatz stecken.

Klimawandel, die neuen SPD-Vorsitzenden und Thomas Gottschalks Umgang mit dem Älterwerden waren die bestimmenden Themen bei "Maischberger. Die Woche". So lief der Abend,

Ganz Deutschland diskutierte am Montag die neue Führungsspitze der SPD. Nur nicht Frank Plasberg. Bei ihm ging's einmal mehr um den Klimawandel und wie wir ihn bekämpfen.

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Das neue Führungsduo an der SPD-Spitze musste sich bei Anne Will viele kritische Fragen anhören. Über den Verbleib der SPD in der Großen Koalition gab es indes keine ganz klare Antwort. Ein Journalist legte Olaf Scholz nach dessen Niederlage den Rücktritt nahe.

Einmal querbeet durch die Nachrichten der Woche zu pflügen – das ist Konzept bei Sandra Maischberger. Diesmal kamen fast alle angeschnittenen Themen zu kurz – und nur eines wurde ausführlich behandelt. Doch das knallharte Nachfragen bei Jörg Meuthen lohnte sich.

Den kriminellen Clans geht es an den Kragen, behauptet NRW-Innenminister Reul bei "Hart aber fair". Alles nur PR, wettert ein Anwalt. Und mittendrin plagen Frank Plasberg Selbstzweifel.

Wie umgehen mit Huawei? Bei "Anne Will" diskutieren Peter Altmaier und Co., wie vertrauenswürdig ein chinesischer Tech-Konzern sein kann. Dabei kommen eine Reihe unangenehmer Wahrheiten auf den Tisch. Zum Beispiel das Versagen der Europäer, ein digitales Gegengewicht zu den USA und China zu bilden. Oder die daueraktuelle Frage, ob man mit Diktaturen Handelsbeziehungen haben darf.

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Erfreulich wenig Testosteron, unerfreulich wenig Fakten präsentiert Maybrit Illner zum bitteren Thema Eltern und Armut. Eine Wissenschaftlerin haut auf den Tisch, Familienministerin Franziska Giffey verheddert sich.

Jetzt aber schnell. Sandra Maischberger huschte am Mittwochabend wieder durch die Themen der Woche. Dabei kam vieles zu kurz, dafür gab es in der Kürze der Zeit aber einige klare Statements. Insbesondere Journalist Franz Alt sprach Klartext, vor allem darüber, was er von der aktuellen Bundesregierung beim Klimaschutz hält.

Die Parteivorsitzenden von CSU, Grünen und FDP haben sich bei Anne Will einen Schlagabtausch geliefert. Während zwei ihre Kanzlerfähigkeit bewiesen, glitt Christian Lindner bisweilen ins Oberlehrerhafte ab. Dafür sammelte er mit seinen Wortkreationen Punkte bei Gastgeberin Anne Will.

Woher kommt der Hass? Und wie viel Meinungsfreiheit gibt es in Deutschland noch? Maybrit Illner und ihre Gästen widmen sich einem so schwierigen wie emotionalen Thema. Unversöhnliche und bittere Diskussionen bleiben da nicht aus – sogar ganz ohne die AfD.

Fraktionschefin ist Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht nicht mehr, ein Ministeramt könnte sie sich aber noch einmal vorstellen. Das ist vielleicht die wichtigste Neuigkeit aus dem Themen-Allerlei bei Sandra Maischberger am Mittwochabend.

Wie kann es eigentlich sein, dass Reiche länger leben, fragt Eckart von Hirschhausen in seiner neuesten ARD-Doku. Bei "Hart aber fair" legt er nach – und SPD-Minister Hubertus Heil rührt mit einer ganz persönlichen Geschichte.

Zur Halbzeit der großen Koalition war bei "Anne Will" Zeit für eine Bestandsaufnahme, und wie erwartet fielen die Urteile sehr unterschiedlich aus. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer äußerte sich auch zu ihrem Rivalen Friedrich Merz.

Bei "dunja hayali" ging es am Mittwoch um den Drang nach Freiheit in der DDR. Es gab bewegende Geschichten – und harsche Vorwürfe gegen "Eisprinzessin" Katarina Witt.

Scheitert die Große Koalition am Thema Grundrente? Wenn es nach Kevin Kühnert und Tilman Kuban ginge wahrscheinlich schon. In Maybrit Illners Talk am Donnerstag duzten die beiden zwar – aber sie stritten auch heftig um die Bedürftigkeitsprüfung.  

Grundrente, Große Koalition, FC Bayern München, Morddrohungen und die Klimakrise – es war ein wilder Ritt von Sandra Maischberger durch die Themen der Woche. Aber so sieht es nun einmal das neue Konzept der Talkshow vor. Nicht vorgesehen im Konzept der Show war allerdings eine Aktion des Drogerie-Unternehmers Dirk Roßmann.

Viel erreicht und trotzdem unbeliebt: Frank Plasberg will von seinen Gästen wissen, ob die GroKo noch eine Zukunft hat. Eine eindeutige Antwort hat darauf niemand – auch nicht der Mann, der SPD-Chef werden will.

Bei Anne Will wird am Sonntag viel Ärger über die vermeintlichen Volksparteien laut. Juso-Chef Kevin Kühnert ärgert sich "grün und blau" über die CDU. Und eigentlich alle vermissen bei der "GroKo" eine gemeinsame Vision für die Zukunft.

Racheengel oder Heilsbringer: Nach der Kritik von Friedrich Merz an der eigenen Kanzlerin fragt Maybrit Illner am Donnerstagabend nach dem aktuellen Fiebergrad in der CDU. Wer will hier was und was hilft der Partei? Die Diskussionsrunde findet darauf erstaunlich deutliche Antworten.

Von Einheit ist wenig zu spüren: Frank Plasberg und seine überraschenden Gäste kommen bei der konfrontativen wie eigenwilligen Nachlese zur Thüringen-Wahl nicht auf einen Nenner. Und auch nicht auf die Antwort auf die Frage, warum so viele Menschen Björn Höcke wählen. 

Bei den Landtagswahlen in Thüringen hat die Linke zwar das bisher beste Ergebnis geholt, ein Weiterregieren der bisherigen Koalition ist aber, Stand Sonntagabend, trotzdem nicht möglich. Was bedeutet diese Wahl, bedeuten die jüngsten Wahlen in Ostdeutschland? Das wollte am Sonntagabend Anne Will wissen. Die Antwort fiel nicht gut aus.

Dass die Deutschen "Verantwortung übernehmen" sollen auf der Welt und derzeit speziell in Syrien, hört sich für viele gut an. Ganz anders und recht provokativ brachte es Maybrit Illner auf den Punkt: "Deutsche Soldaten sollen dorthin, wo gestorben wird."

Schlagabtausch bei Sandra Maischberger: Der frühere AfD-Chef Bernd Lucke beklagt mangelnde Meinungsfreiheit. Dagegen kontert ein Fernsehmoderator.

Natürlich lässt die Runde bei "Anne Will" keine Gelegenheit aus, dem irren US-Präsidenten die Schuld am Fiasko in Nordsyrien zuzuschieben. Aber die tieferen geopolitischen Ursachen werden in einer bitteren Lektion in Realpolitik deutlich.

Maybrit Illner hat mit einer hochkarätig besetzen Runde über den türkischen Einmarsch in Nordsyrien und die Folgen für Deutschland diskutiert. Der frühere Außenminister Sigmar Gabriel warf CSU-Politiker Manfred Weber "Volksverdummung" vor. Die Menschenrechtsaktivistin Düzen Tekkal berichtete von beklemmenden Telefonaten mit ihren Eltern und ein Journalist kritisierte Kriegsparolen in deutschen Moscheen.

Meinungsfreudig geht es am Mittwochabend bei Sandra Maischberger zu: Ein Kabarettist bedenkt den US-Präsidenten mit dem A-Wort – und zwei Politiker geraten sich beim Dauerthema Brexit in die Haare.

Wenige Tage nach dem Attentat auf eine Synagoge in Halle diskutiert Frank Plasberg bei "Hart, aber fair" über Judenhass in Deutschland. Es war eine gute Diskussion mit klaren Worten, auch wenn sich Moderator Frank Plasberg nicht immer angemessen präsentierte.

Ein schwer erschütterter Ministerpräsident und ein schonungsloser Verfassungsschützer suchen bei "Maybrit Illner" nach Antworten auf den Terroranschlag von Halle. Und die Sendung lohnt sich. 

Wenn nichts mehr geht, über die Bahn reden geht immer. Was bei Partys funktioniert, klappt offenbar auch bei Talkshows. Diesen Eindruck hatte man zumindest bei der jüngsten Ausgabe von "Hart, aber fair", denn wie bei Partys kam auch am Montagabend bei Frank Plasberg inhaltlich wenig heraus. Immerhin sorgte ein Gast mit einem einzigen Satz für die Bestätigung aller Vorurteile über die Bahn.

Dunja Hayali widmete sich in ihrer Sendung zwei völlig unterschiedlichen Themen. Besonders der Streit zwischen einem Kriminalbeamten und einem Strafverteidiger um kriminelle Clans sorgte für reichlich Zündstoff. Ein Anhänger der Werte-Union verbreitete rassistische Klischees.

Es ging um den Populismus von Boris Johnson (England) und Donald Trump (USA). Man zog – wie zu erwarten – in großer Einigkeit gegen Lügen und Vereinfachung vom Leder. Eine merkwürdige These allerdings kam nahezu unbemerkt durch Frank Plasbergs Sendung.

Immer mehr Menschen holen sich Lebensmittel bei den Tafeln. Grund für Sandra Maischberger, in ihrem Talk drei Experten mit drei Betroffenen zu konfrontieren. Vor allem eine frisch gebackene Abiturientin hatte viel zu sagen. 

Der Klimaschutz kommt kaum voran - und dann gerät auch noch die Konjunktur ins Stocken: Bei Maybrit Illner ist am Donnerstagabend wenig Platz für gute Nachrichten. Nur der Wirtschaftsminister gibt sich betont zufrieden.

Was wird die "Menschheitsaufgabe" Klimaschutz Staat und Bürger kosten? Das will Maybrit Illner am Donnerstagabend herausfinden. Konkrete Antworten geben ihre Gäste allerdings nicht. Sahra Wagenknecht nutzt ihre Redezeit lieber für schwungvolle Systemkritik.

Der wirtschaftliche Aufstieg Chinas zur Supermacht wird immer wahrscheinlicher, sein Einfluss auch in Europa immer deutlicher. Doch welche Interessen verfolgt das Land? Darüber sprach Sandra Maischberger am Mittwochabend mit ihren Gästen, bei denen sich Investor Frank Thelen einen deftigen Rüffel einholte.

Eine genervte Aktivistin, ein Ökonom in Abwehrhaltung, eine ehrlich bemühte Familie, zwei Politiker beim Versuch, ihre Schäfchen ins Trockene zu kriegen, und dann noch ein gut gelaunter Außenseiter, der das Ganze sportlich nimmt – Frank Plasbergs Talk vor dem freitäglichen Klimakabinett versammelte ein Abbild der ums Klima streitenden Gesellschaft im Studio.

Andreas Scheuer in Erklärungsnot: Beim Klimakatastrophen-Talk von Anne Will musste der Minister seine Verkehrspolitik rechtfertigen. Dass bei der teilweise hitzigen Atmosphäre endlich einmal die eigentlichen Probleme der ganzen Klima-Diskussion zur Sprache kamen, war dabei das Verdienst zweier Frauen.

Eine angriffslustige Umwelt-Aktivistin, ein genervter CDU-Ministerpräsident und ein VW-Boss, der beim Pkw-Verkauf scheiterte. Maybrit Illners Gäste zeigten sich beim Auto-Talk impulsiv und schlagfertig. Für den Lacher des Abends sorgte derweil die Gastgeberin.

"Sind Krankenhäuser gefährlich für Patienten?", wollte am Mittwochabend Sandra Maischberger von ihren Gästen wissen und die Antwort fiel besorgniserregend aus: Zu viele unnötige Operationen, zu wenig Personal und Geld vor Gesundheit lautete das ernüchternde Fazit.

Anne Will sucht mit ihren Gästen nach der Methode hinter dem Wahnsinn von Boris Johnson. Dessen Parteifreund Greg Hand muss sich von Norbert Röttgen so Einiges anhören.

"Getrieben, gespalten, geschrumpft – CDU und SPD ohne Plan?" Maybrit Illner widmete sich dem Zustand der beiden großen Volksparteien. In einer recht leblosen, aber dafür sehr analytischen Runde wurde klar: Den einen Grund für den Durchhänger von CDU und SPD gibt es nicht.

Einmal im Monat lädt Dunja Hayali im ZDF zum Polit-Talk ein. Am Mittwochabend stellt sich der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen dort kritischen Fragen. Lange geht es sachlich bis seicht zu – bis es um die Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt geht.

Verloren und doch gewonnen: Die Volksparteien CDU und SPD schnaufen in der Wahl-Runde von Anne Will einmal tief durch. Grünen-Chef Robert Habeck gibt den "Ossi-Versteher", Alexander Gauland von der AfD versucht wieder einmal, die Opferkarte zu bedienen. Und ein Journalist gibt eine gewagte Prognose ab.

Was tun gegen die Klimakrise? Die Waldbrände im Amazonas-Gebiet rücken die Zukunftsfrage Nummer eins erneut ins Bewusstsein. Maybrit Illner fragte deshalb am Mittwochabend: "Der Regenwald brennt – zerstört unser Konsum den Planeten?"

Ein Klimaexperte erläutert bei Sandra Maischberger, wie mit dem Amazonas gerade auch das Pariser Abkommen in Rauch aufgeht – aber die Gastgeberin hat noch dringend ein paar andere Sachen abzuarbeiten. Eine TV-Talkshow wie ADHS. 

Nach dem Ende der Sommerpause wollte Anne Will eigentlich über die Soli-Abschaffung diskutieren. Doch dominantes Thema war die Bewerbung von Olaf Scholz um den SPD-Vorsitz – und das große Glaubwürdigkeitsproblem des 61-Jährigen.

CDU und SPD stecken in der Krise – und müssen bei den Landtagswahlen im Osten die nächsten Niederlagen befürchten. Auch nach der Sendung von Maybrit Illner stehen die vermeintlichen Volksparteien nicht unbedingt besser da.

In der Talk-Show "Dunja Hayali" bekräftigte Kapitänin Carola Rackete, dass sie trotz der verschärften Strafen für Seenotretter in Italien wieder mit einem Schiff Flüchtlinge retten würde. Schon vorab hatte es Kritik an der Sendung und den Gästen gegeben.