Aktuelle Wahlen im Überblick

Nach dem Wahldebakel am vergangen Sonntag setzen die Regierungsparteien in Berlin auf ein bedingungsloses "Weiter so". Viele Beobachter fragen sich, ob das auf Dauer gut gehen kann. Doch ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt: Schon einmal trat ein Bundeskanzler gegen parteiinterne Kritiker für seine Überzeugung ein. Seine Fähigkeit zum Konflikt erwies sich im Rückblick als großer Vorteil für Deutschland. 

Sachsen-Anhalt darf von nun an als AfD-Stammland gelten: Bei den Landtagswahlen am vergangenen Wochenende erreichte die Partei aus dem Stand 24,2 Prozent der Wählerstimmen. Die Bürger machten die Alternative für Deutschland zur zweitstärksten Partei in Sachsen-Anhalt. Ist der Rechtsruck exemplarisch für Ostdeutschland oder nur ein temporäres Phänomen?

Nun sind Sie gefragt, liebe Leser: Die Landtagswahlen 2016 haben sowohl in Baden-Württemberg als auch in Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt bemerkenswerte Ergebnisse geliefert. Der historische Erfolg der Grünen unter Winfried Kretschmann im "Ländle" ist spektakulär. Doch wirft gerade der massive Stimmenverlust der beiden großen Volksparteien SPD und CDU eine Frage auf: Wie erklärt sich der Senkrechtstart der AfD? Schreiben Sie uns Ihre Meinung.

Kanzlerin Angela Merkel erkennt die Flüchtlingskrise als das dominierende Thema der jüngsten Landtagswahlen an, sieht aber trotz schlechter Ergebnisse keinen Grund für einen Kurswechsel. Einige Unionspolitiker, allen voran die CSU, sehen das anders. Doch obwohl die Wahlergebnisse ihnen in die Hände spielen, befindet sich Merkel nach wie vor in einer sicheren Position.

Das erwartete Wahl-Beben fällt stärker aus als erwartet. Die AfD vermasselt den etablierten Parteien am Super-Wahl-Sonntag die Koalitionsbildungen gehörig und sieht sich schon auf dem Weg zur Volkspartei. Wie die AfD ihre Arbeit als Opposition wahrnehmen will und wie die anderen Parteien jetzt reagieren müssen – Antworten.

Die Landtagswahlen 2016 in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt haben aufsehenerregende Ergebnisse geliefert - allen voran das starke Abschneiden der Senkrechtstarter von der AfD. Über die Deutung der Wahlergebnisse wird innerhalb der Parteien bereits diskutiert. Doch wir wollten von Ihnen wissen, wie Sie als Leser und Wähler den Wahlausgang bewerten. Hier ist eine Auswahl an interessanten Meinungen.

Trotz kollektiven Schocks über das Erstarken der AfD lassen die drei Landtagswahlen auch Rückenwind für die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel erkennen. Gewonnen haben diejenigen Ministerpräsidenten, die sich eindeutig für die Kanzlerin ausgesprochen haben. Wer sich dagegen nach rechts absetzte, unklar blieb und lavierte - hat verloren. Was dieser Wahlausgang nun bedeutet.

Die CDU hat bei den Landtagswahlen 2016 in Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz teils erhebliche Niederlagen hinnehmen müssen. Haben die Wähler damit Angela Merkels Asylpolitik abgestraft? Stimmen Sie ab.

Die Landtagswahlen in drei Bundesländern werden zur Zäsur für die deutsche Politik. Vor allem die Volksparteien SPD und CDU werden von den Wählern abgestraft. Noch schlimmer aber als der Stimmenverlust wiegt das Erstarken der rechtspopulistischen AfD. Sie zieht zweistellig in die Landtage ein. Die deutsche Presse warnt vor den Gefahren von Rechts und den Folgen eines "Hauchs von Weimar".

Die Wahlergebnisse bei den Landtagswahlen waren vorhersehbar. Dennoch sitzt der Schock über deren Ausgang tief. Vor allem für großen Volksparteien war die Wahl enttäuschend. Doch auch der Einzug der rechtspopulistische AfD mit zweistelligen Ergebnissen in die Landtage bestürzt. Die Parteien versuchen Schadensbegrenzung und suchen nach den Schuldigen. Von Ursachenforschung und Kampfansagen - ein Überblick.

Die amtierenden Ministerpräsidenten haben ihre Wahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt gewonnen, die bestehenden Regierungsbündnisse sind aber in keinem der Länder mehr möglich. Eine Folge der Wahlen also: Die Regierungsbildung in den Ländern wird deutlich schwieriger. Verantwortlich dafür ist die AfD.

Rabenschwarzer Wahlsonntag für Merkels CDU. Aber was ist die Lehre? Ihren Flüchtlingskurs wird die Kanzlerin nicht ändern. Daran ist ihre Partei wohl auch nicht gescheitert - obwohl die CSU die Kanzlerin erneut ins Visier nimmt.

Erneut sorgt die CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach mit einem Tweet für Wirbel. Am Super-Sonntag schrieb sie von Zuständen "wie in einer Diktatur" - und spielt damit offenbar auf Angela Merkels Flüchtlingspolitik an.

Die "Alternative für Deutschland" versteht sich als Alternative zu den etablierten Parteien. Allerdings verhindert ihr mögliches Erstarken in den Landtagswahlen 2016 am Sonntag nicht eine Regierungsbeteiligung der großen Volksparteien. Im Gegenteil. Eine starke AfD würde die Bildung von Großen Koalitionen sogar noch wahrscheinlicher machen. Für diesen paradoxen Umstand ist die AfD aber nicht alleine verantwortlich.

Bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg könnten die Parlamente ganz schön durcheinandergewirbelt werden. In Rheinland-Pfalz kündigt sich ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen an, in Sachsen-Anhalt könnte eine Regierungsbildung für Schwarz-Rot schwierig werden. In Baden-Württemberg kündigt sich eine Sensation an.

Es begann mit einem Bahn-Projekt und einer Katastrophe in Japan. Aber der kometenhafte Aufstieg der Grünen in Baden-Württemberg hatte auch viel mit einem deplatzierten CDU-Ministerpräsidenten zu tun. Vieles spricht dafür, dass er für den Beginn einer neuen Zeitrechnung im deutschen Parteien-System steht. Denn die Grünen könnten im jahrzehntelangen Kernland der CDU die Machtverhältnisse bei den Landtagswahlen am Sonntag endgültig kippen. Es wäre ein politisches Beben, eine Sensation.

Im Präsidentschaftswahlkampf in den USA läuft es nach dem "Super Tuesday" auf das Duell Donald Trump gegen Hillary Clinton hinaus. Wir zeigen in unserer Analyse, was die beiden politisch unterscheidet und welchen deutschen Parteien sie mit ihren Positionen am nächsten kommen.

Donald Trump im Weißen Haus – das ist eine Horrorvorstellung. Nicht nur für viele Amerikaner. EU-Politiker fürchten sich vor einer Art Männerpakt zwischen Trump und Wladimir Putin. USA-Experte Thomas Jäger erklärt, womit Deutschland und die EU rechnen müssten.

Er verdient mit Miss-Wahlen Geld und soll mit einer eigenen Universität Studierende abgezockt haben. Er war Teil von Wrestling-Shows und feuerte live Mitarbeiter. Das Leben von Donald Trump ist voll von Kuriositäten, die sehr lustig wären, würde es der Mann nicht ernst meinen mit seiner Kandidatur für die Präsidentschaft. Hier eine Auswahl kurioser Fakten.

Knapp zwei Wochen vor den Landtagswahlen stoßen die beiden Spitzenkandidatinnen von CDU und SPD im TV aufeinander.

Der Komiker John Oliver machte in seiner Late-Night-Show "Last Week Tonight" das, was er ein halbes Jahr lang nicht getan hatte: Er sprach über Donald Trump. In sehr amüsanten 22 Minuten demontierte er den Präsidentschaftskandidaten.

"Und ich gewinne, gewinne, gewinne. Und bald wird auch das Land wieder gewinnen, gewinnen, gewinnen", sagte Donald Trump nach seinem Wahl-Sieg bei den Vorwahlen in Nevada. Gegenwind auf dem Weg zur Präsidentschaft droht ihm jetzt vor allem aus seiner eigenen Partei. Ein Großteil des republikanischen Establishments will nicht, dass Trump tatsächlich eine Chance auf die Präsidentschaft erhält. Gewinnen könnte er die Vorwahlen trotzdem.

Präsidentschaftsbewerber Donald Trump gewinnt die Vorwahl der Republikaner im US-Bundesstaat Nevada laut Prognosen mehrerer Fernsehsender.

Von der Weinkönigin zur CDU-Kronprinzessin: Julia Klöckner weiß sich im Wahlkampf in Szene zu setzen – und vom Kurs der Bundeskanzlerin Angela Merkel zu distanzieren. Wer ist die Frau hinter der Polit-Fassade? Und schafft Sie es mit ihrer politischen Spagat-Strategie an die Spitze?

In knapp drei Wochen wählt Rheinland-Pfalz. Die Umfragezahlen der CDU gingen zuletzt zurück oder stagnierten. Landeschefin Klöckner setzt in der Flüchtlingskrise gezielt Contra-Punkte zur Bundespolitik. Wie kommt das beim gemeinsamen Auftritt mit der Kanzlerin an?

Rund drei Wochen vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz in Sachsen-Anhalt rutschen CDU und SPD in der Wählergunst weiter ab. Das berichtet die "Bild"-Zeitung am Montag.

Ein Ortsvorstand der CDU in Rheinland-Pfalz hat mit verletzenden Äußerungen über die schwere Krankheit von Ministerpräsidentin Malu Dreyer für Entsetzen gesorgt. Dreyer, die aufgrund von Multiple Sklerose mitunter auf den Rollstuhl angewiesen ist, fahre für die SPD im Landtagswahlkampf auf der "behinderten Mitleidsschiene", schreibt Daniel Wilms bei Facebook und legt trotz massiver Empörung kräftig nach.

Ein Sieg für Donald Trump und Bernie Sanders - ein Paukenschlag in den US-Vorwahlen. Das komplizierte Wahlverfahren ist gut für Underdogs, doch normalerweise haben die Partei-Eliten das letzte Wort. Das könnte dieses Mal anders sein.

Im US-Vorwahlkampf für das Präsidentschaftsamt wird der demokratische Kandidat Bernie Sanders von seinen Gegnern abschätzig als Sozialist und Radikaler gebrandmarkt. Doch der 74-Jährige verdient ein objektiveres Urteil. Schließlich fordert er nichts anderes als ein Gesellschaftsmodell nach westeuropäischem Vorbild.

Die etablierte Hillary Clinton, der Sozialist Bernie Sanders oder doch der populistische Donald Trump oder ein radikaler Ted Cruz? In den USA hat mit den Vorwahlen in Iowa die Suche nach dem nächsten Präsidenten begonnen. Damit verbunden stellt sich die Frage, welcher Kandidat für Europa als Präsident am besten wäre.

Ein Kirchengänger war der Präsidentschaftsbewerber Donald Trump noch nie. Und das stellte er bei seinem Besuch eines Gottesdienstes in Iowa unter Beweis als ihm ein vorschnelles Missgeschick passierte.

Donald Trump bleibt der letzten TV-Debatte der Republikaner fern, bestimmt sie aber trotzdem. Und auf seiner eigenen Bühne ein paar Kilometer entfernt widerspricht ihm niemand.

Für die Dallas Mavericks schlüpft Teamleader Dirk Nowitzki in die Rolle des großspurigen Politikers Donald Trump. Dabei veräppelt der Deutsche nicht nur die Sprüche des US-Republikaners, sondern auch seine Frisur.

In seiner letzten Rede zur Lage der Nation als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika hatte Barack Obama die populistischen Tiraden Donald Trumps kritisiert. Der republikanische Präsidentschaftskandidat schießt prompt zurück.

Donald Trump will im US-Wahlkampf um die Kandidatur für das Präsidentenamt die nächste Stufe zünden und die eigene Kampagne mit wöchentlichen Millionenzahlungen zusätzlich befeuern.

Donald Trump hat zu einem peinlichen Schlag gegen seine ärgste Konkurrentin ausgeholt.

Donald Trump hatte Hillary Clinton bei einer Wahlkampfveranstaltung in Michigan unter der Gürtellinie attackiert und lächerlich gemacht. Nun reagierte die demokratische Präsidentschaftskandidatin und konterte die Tiraden.

Donald Trump bleibt seiner Linie treu und leistet sich den nächsten verbalen Aussetzer im US-amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf. Mit seiner neuesten Attacke zielte der Republikaner auf Hillary Clinton. Es wurde ein peinlicher Schlag unter die Gürtellinie.

Das prognostizierte Kopf-an-Kopf-Rennen bei der Wien-Wahl zwischen Bürgermeister Michael Häupl und FPÖ-Spitzenkandidat Heinz-Christian Strache blieb aus. Die Sozialdemokraten bleiben trotz Verlusten stärkste Kraft, die Freiheitlichen legen stark zu. "Profil"-Chef Christian Rainer bringt Strache gar als Regierungschef ins Spiel: "Nicht Bürgermeister Strache also – aber Kanzler?". Die Reaktionen der österreichischen Presse.

Die Schlacht um Wien ist geschlagen - und die SPÖ um Bürgermeister Michael Häupl bleibt stärkste Kraft. Zum prognostizierten Kopf-an-Kopf-Rennen mit FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache kam es letztlich nicht - doch die internationale Presse sieht dennoch in den Freiheitlichen den größeren Sieger.

Die FPÖ legte in Wien deutlich zu, wenn auch weniger als es die Umfragen vermuten ließen. Die Neos ziehen in den Gemeinderat ein. Aber auch die rot-grüne Landesregierung darf sich freuen. Trotz Verlusten geht sich eine weitere Zusammenarbeit in Wien aus.

Die rot-grüne Landesregierung in Wien hat Federn lassen müssen, ist aber einer Blamage entgangen. Die rechte FPÖ hat mit ihrer Anti-Ausländer-Kampagne viele Stimmen gewonnen, aber das Wahlziel blieb außer Reichweite.

Ausgrenzung gefällt Heinz-Christian Strache nicht – vor allem, wenn es dabei um seine Partei und deren Wähler geht. Für die Gemeinderats- und Bezirkswahl in Wien am Sonntag, den 11. Oktober, verspricht der FPÖ-Spitzenkandidat im Wahlkampf, besser zwischen politischen Flüchtlingen und Auswanderern zu unterscheiden.

Griechenland hat abgestimmt - und fast alles bleibt beim Alten. Alexis Tsipras ist wie schon bei der Wahl im Januar der strahlende Sieger, Syriza steht vor einer erneuten Koalition mit der rechtspopulistischen Anel. Doch etwas ist anders: Gianis Varoufakis jubelt nicht mehr an Tsipras' Seite. Er stichelt vielmehr gegen seinen einstigen Parteifreund.

Alexis Tsipras hat die Wahl in Griechenland ganz klar gewonnen - obwohl es zunächst nicht danach aussah. Für die Presse ist klar: Das griechische Volk schert sich wenig darum, ob Wahlversprechen eingehalten werden oder nicht. Für sie ist Tsipras ein "Blender", "Wortbrüchiger" und Enttäuscher" - einer, den die Griechen im Amt behalten wollen.

Die Griechen schenken Alexis Tsipras weiterhin ihr Vertrauen: Nach dem vorläufigen Wahlergebnis bleibt Syriza stärkste Partei im Parlament und wird wohl wieder die Regierung stellen. Kehrt in die griechische Politik nun Stabilität ein? Was erwarten Europa und Deutschland? Und hält die neue Regierung die alten Versprechen?

Nicht erst beim Fernsehduell der beiden Spitzenkandidaten wurde schnell sichtbar, Evangelos Meimarakis tritt auf wie das genaue Gegenteil von Premierminister Alexis Tsipras. Der Herausforderer unterscheidet sich vom Amtsinhaber ungefähr so wie Angela Merkel von Gerhard Schröder - und genau deshalb könnte er dem Mann gefährlich werden.

Nur neun Monate nach der letzten Abstimmung, wählen die Griechen abermals ein neues Parlament. Der Ausgang ist völlig offen, in Umfragen liegen Syriza und Nea Dimokratia gleichauf. Doch egal wer gewinnt – die Sparauflagen bestimmen die Politik.

Der Wahlkampf ist vorbei. Jetzt muss sich der neue griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras der Realität stellen. Dabei wird ihm die überraschende Koalition mit den Rechtspopulisten kaum eine Hilfe sein. Denn sie ist schon jetzt zum Scheitern verurteilt.

Griechenland hat gewählt: Alexis Tsipras und das linksradikale Bündnis Syriza haben deutlich gewonnen. Wie geht es mit der Sparpolitik in Griechenland nun weiter - und wie reagiert Europa auf den neuen starken Mann in Athen, der der Bevölkerung im Wahlkampf Entlastungen versprochen hat? So kommentiert die internationale Presse den Wahlausgang.