CSU - Christlich-Soziale Union in Bayern

Die Situation im Asylstreit wirkt fast unlösbar verfahren - auch wenn es noch eine letzte Chance auf eine Einigung gibt. Welche das ist - und was passiert, wenn Seehofer tatsächlich seine Ankündigung eines Rücktritts wahr macht? 

Beim ZDF-Sommerinterview dominierte ein Thema: Der Streit der Kanzlerin mit Horst Seehofer. Sind die Ergebnisse des Brüsseler Gipfels wirkungsgleich mit den Plänen Seehofers? Ja, sagt die Kanzlerin. Aber stimmt das? Diese und eine weitere Aussage Merkels im Faktencheck. 

In der CSU-Zentrale überschlagen sich in der Nacht auf Montag die Ereignisse. Horst Seehofer will als Konsequenz aus dem Asylstreit mit der Kanzlerin zurücktreten, verbindet den Rücktritt aber mit einem finalen Entscheidungstreffen mit Merkel am Montag

Sind die Ergebnisse des Brüsseler Gipfels wirkungsgleich oder nicht? So schlicht lässt sich der Knackpunkt im Asylstreit zusammenfassen. Für Angela Merkel ist die Antwort eindeutig, sagte sie im traditionellen Sommerinterview mit dem ZDF. Das fand ausgerechnet am Tag des Showdowns zwischen CDU und CSU statt. Eigentlich ein guter Zeitpunkt - eigentlich.

Zunächst hieß es, Bundesinnenminister Horst Seehofer habe in der CSU-Fraktion seinen Rücktritt angeboten. In der Nacht wurde dann bekannt, dass Seehofer seinen Rücktritt von einem Einlenken der CDU am Montag abhängig machen würde.

Nach Wochen des Asylstreits zwischen CDU und CSU scheint der Konflikt seinen Höhepunkt erreicht zu haben. Aus Teilnehmerkreisen hieß es, dass Bundesinnenminister und CSU-Chef Horst Seehofer den Rücktritt von allen Ämtern plane. Nach der Ankündigung stellt sich die CDU-Spitze geschlossen hinter den europäischen Kurs von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Die Erwartungen an das Finale im erbitterten Asylstreit von CDU und CSU sind groß. Übergroß. Aus den Reihen des CSU-Vorstandes, der zur Stunde in München tagt, ist zu vernehmen, dass sich die Merkel-Kritiker durchsetzen könnten. Gibt es noch einen Ausweg?

Keine Lösung im Asylstreit zwischen CDU und CSU? Kanzlerin Angela Merkel hat sich nicht darauf festgelegt, ob der erbitterte Streit zwischen den Unionsparteien noch am Sonntag gelöst werden kann.

Zuspitzung im Asylstreit: Horst Seehofer bezeichnet die EU-Vorschläge von Kanzlerin Angela Merkel als "nicht wirkungsgleich". Zudem lehnt er die Unterbringung von bereits registrierten Asylbewerbern in Ankerzentren ab - und bleibt so weiter auf Konfrontationskurs.

Heute ist der Tag der Entscheidung im Asylstreit zwischen CDU und CSU: Nun positioniert sich auch die SPD im Konflikt der Schwesterparteien - und stärkt Kanzlerin Angela Merkel den Rücken.

Lange ist gestritten worden, an diesem Sonntag wollen CDU und CSU ihre Krise lösen - so oder so. Die Kanzlerin versucht den Asylstreit mit einem großen Maßnahmenkatalog beizulegen. Mit Seehofer hat sie am Abend noch einmal verhandelt. Fragt sich: Mit welchem Ergebnis?

Mit einem Paket von Gipfel-Ergebnissen, Zusagen von EU-Partnern und weiteren Plänen will die Kanzlerin die bedrohliche Kraftprobe mit der CSU über die Flüchtlingspolitik beilegen. Aber reicht das Seehofer?

Wird die Union und damit die Regierung das Wochenende überleben? In der CDU heißt es vorsichtig: Ja. Bei der Schwesterpartei CSU sehen aber selbst Gemäßigte den Asylstreit nach dem EU-Gipfel noch nicht völlig erledigt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht die Forderungen der CSU im Asylstreit durch die Ergebnisse des EU-Gipfels sowie Absprachen mit Griechenland und Spanien erfüllt. Doch wie reagiert die CSU auf Merkels Deals?

AfD-Bundestagsfraktionschefin Alice Weidel schließt eine Koalition mit der CSU nach der Landtagswahl in Bayern nicht aus. 

Vor dem EU-Gipfel hat sich in der Flüchtlingspolitik eine Menge Druck aufgebaut: Italien blockierte Rettungsschiffe mit Migranten, die CSU drohte Kanzlerin Angela Merkel mit Alleingängen. Am frühen Morgen gab es dann einen Kompromiss.

Das Ultimatum von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) an Angela Merkel (CDU) läuft am Sonntag aus. Kann die Kanzlerin in Brüssel eine europäische Lösung in der Flüchtlingsfrage erreichen oder kommt es zum Alleingang Seehofers an der deutschen Grenze? Bei Maybrit Illner sorgten diese Fragen für eine kontroverse Debatte, bei der sich eine Grünen-Politikerin mit einem CSU-Urgestein anlegte.

In ihrer gemeinsamen Kritik schienen sich Österreichs Kanzler Sebastian Kurz und Bundesinnenminister Horst Seehofer zuletzt einig. Doch jetzt machte Kurz am Rande des EU-Gipfels in Brüssel klar, dass die von Seehofer angekündigte massenweise Zurückweisung von Asylbewerbern in die Alpenrepublik für ihn nicht akzeptabel ist. Auch Österreichs Innenminister Herbert Kickl machte in Bezug auf betroffene Flüchtlinge klar: "Wenn sie schon in Deutschland sind, dann werden sie in Deutschland bleiben."

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat vor dem EU-Gipfel in Brüssel eine Regierungserklärung vor dem Bundestag abgegeben. Es geht um die Nato, das transatlantische Verhältnis - und den Asylstreit mit Unionspartner CSU.

Die Dresdner Seenotrettungsmission "Lifeline" hat in einem Offenen Brief schwere Vorwürfe gegen Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) erhoben.

Die Situation auf dem Rettungsschiff "Lifeline" spitzt sich immer weiter zu. Jetzt hat Bundesinnenminister Horst Seehofer Bedingungen für die Aufnahme der Flüchtlinge genannt. Malta kündigte unterdessen an, das deutsche Schiff in einen seiner Häfen einlaufen zu lassen.

Der Asylstreit ist weiterhin nicht gelöst, die Spitzen der Koalition konnten sich bei einem Treffen am Dienstagabend nicht einigen. Dafür gibt es in einem anderen Punkt einen Kompromiss. 

Die Grünen-Politikerin Monika Heinold sieht im Fall eines Austritts der CSU aus der großen Koalition Chancen für ein Bündnis aus CDU, SPD und Grünen.

Wenige Stunden vor dem Treffen der Regierungskoalition aus Union und SPD im Kanzerlamt haben sich die zerstrittenen Schwesterparteien CDU und CSU zu einer Fraktionssitzung getroffen. Dabei richtete Kanzlerin Angela Merkel einen eindringlichen Appell an alle Beteiligten - und erhielt viel Applaus.

Im schwelenden Unionsstreit zwischen den Schwesterparteien CDU und CSU über die deutsche Migrationspolitik hat sich nun Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier  zu Wort gemeldet