Gegen Hoffenheim beginnt der deutsche Rekordmeister stark und spielt sich in einen Rausch. Gegen Ende werden die Kraichgauer immer stärker und bringen den FC Bayern fast ins Wanken.

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Der FC Bayern München um Doppeltorschütze Robert Lewandowski hat sich mit einigen Nachlässigkeiten ins Viertelfinale des DFB-Pokals gezittert. Nach dem überraschenden K.o. der Rivalen aus Dortmund und Leipzig ließ sich der Fußball-Rekordchampion am Mittwoch beim 4:3 (3:1) gegen die TSG 1899 Hoffenheim die nächste Runde trotz frühen Rückstands nicht nehmen.

Nach einem Eigentor durch Jérôme Boateng (5. Minute) drehten die Münchner die Partie durch ein Eigentor von Benjamin Hübner (12.) sowie die Treffer von Thomas Müller (20.) und Robert Lewandowski (36./79.). Hoffenheims Munas Dabbur (82. und 90.+3) traf zum Endstand, Real-Leihgabe Álvaro Odriozola feierte in der Schlussphase sein Debüt für die Bayern.

Der 19-malige Pokalsieger setzte im Cup-Wettbewerb vor 71.500 Zuschauern in der ausnahmsweise mal nicht ausverkauften Arena seinen Erfolgszug unter Trainer Hansi Flick fort und geht mit einem Erfolgserlebnis in den Bundesliga-Gipfel am Sonntag gegen Leipzig. Dann erfahren die Münchner bei der Viertelfinal-Auslosung auch, wer der nächste Gegner auf dem Weg ins Pokalendspiel am 23. Mai in Berlin sein wird.

Frühe TSG-Führung - Bayern schlägt zurück

Der Rekord-Pokalsieger, der im Achtelfinale zuletzt vor 13 Jahren ausgeschieden war, begann gewohnt dominant - wurde aber kalt erwischt. Nachdem ein vermeintlicher Lewandowski-Treffer wegen einer hauchdünnen Abseitsposition von Vorlagengeber Thomas Müller nicht zählte (5.), bekamen die Gäste plötzlich viel zu viel Platz am Münchner Strafraum. Boateng lenkte einen Schuss von Ihlas Bebou unhaltbar für Manuel Neuer ins eigene Tor.

Der erste Bayern-Rückstand in diesem Jahr hielt aber nur gut fünf Minuten, die Münchner erhöhten sofort den Druck. Bedrängt von Müller fälschte diesmal Hoffenheims Abwehrchef Benjamin Hübner eine Hereingabe von Alphonso Davies zum Eigentor ab. Weitere sieben Minuten später war die überraschende Hoffenheimer Führung endgültig nur noch Randnotiz. Müller verwertete eine überlegte Flanke von David Alaba zu seinem 32 Pokaltor im 53. Spiel.

Dominant und stets gefährlich

Die Partie war in der ersten Halbzeit ein Spiegelbild des bislang so starken Bayern-Starts ins neue Jahr. TSG-Torwart Philipp Pentke musste sich unmittelbar nach dem Hoffenheimer Rückstand gleich mehrfach auszeichnen, er rettete stark gegen Lewandowski (23.) und den in die Startelf zurückgekehrten Serge Gnabry (24. und 25.). Die Hoffenheimer, die nach dem 2:1-Sieg in der Allianz Arena im vergangenen Herbst mit viel Mut angereist waren, wachten erst nach gut einer Stunde auf. Die Münchner behielten aber weitestgehend die Kontrolle.

Allen voran Nationalspieler Gnabry, der den mit einer Fraktur am Außenknöchel noch mehrere Wochen ausfallenden Ivan Perisic ersetzte, sorgte für Gefahr. Flick hatte zudem Philippe Coutinho und Corentin Tolisso in seine Anfangsformation beordert, Thiago und Leon Goretzka bekamen "eine Pause" auf der Bank verordnet, sagte der Trainer kurz vor der Partie in der ARD. Am Sonntag kommt schließlich Leipzig.

Hoffenheim kommt zu guten Chancen

Nach Lewandowskis 35. Pokaltreffer, bei dem Penkte zu spät kam, wirkte es so, als könnten sich die Bayern gedanklich auf das Gipfeltreffen einstimmen. Die Gäste waren mit drei Gegentreffern zur Halbzeit noch gut bedient.

Mit zunehmender Spieldauer tasteten sich die Gäste, die zuletzt 2015 im Viertelfinale gestanden hatten, aber näher an das Bayern-Tor heran. Auch, weil nachlässiger werdende Münchner sie gewähren ließen. Bebous Schuss von der Strafraumgrenze wurde abgefälscht (56.), Neuer hielt gut gegen Andrej Kramarić (71.), ein vermeintliches Tor von Hübner zählte wegen Handspiels nicht (72.). Und Christoph Baumgartner vergab freistehend vor Neuer (75.). (dpa/sg)

Neymar bestraft seinen Gegenspieler mit einer Einlage aus der Trickkiste

Mit dem Ball macht dem Brasilianer Neymar kaum jemand etwas vor. Umgekehrt aber erteilt der Star von Paris St. Germain seinen Gegenspielern regelmäßig Lehrstunden - besonders gerne jenen, die sich nur mit Fouls zu helfen wissen. Montpelliers Teji Savanier muss diese bittere Erfahrung machen. © DAZN