Mohammed bin Salman

Mohammed bin Salman ‐ Steckbrief

Name Mohammed bin Salman
Bürgerlicher Name Mohammed Bin Salman al-Saud
Beruf Kronprinz, Politiker
Geburtstag
Sternzeichen Jungfrau
Geburtsort Dschidda (Saudi-Arabien)
Staatsangehörigkeit Saudi-Arabien
Familienstand verheiratet
Geschlecht männlich
Haarfarbe braun
Augenfarbe braun

Mohammed bin Salman ‐ Wiki: Alter, Größe und mehr

Mohammed bin Salman, auch MBS genannt, ist der Kronprinz, Verteidigungsminister und stellvertretende Premierminister Saudi-Arabiens.

Mohammed bin Salman al-Saud wurde am 31. August 1985 in Dschidda, der wichtigsten Hafenstadt Saudi-Arabiens, geboren. Er studierte islamische Rechtswissenschaft an der König-Saud-Universität in Riad. Sein Vater wurde im Alter von 79 Jahren zum König ernannt und machte ihn 2015 zum Verteidigungsminister und Chef des Hofes. Wenige Monate später wurde Bin Salman zum Vize-Kronprinzen ernannt.

Ganz oben auf seiner Agenda steht für Bin Salman der Kampf gegen den Iran und dessen Hegemoniestreben. Als ziviler Oberbefehlshaber der saudischen Truppen führte er 2015 eine Koalition verbündeter Staaten bei einer militärischen Intervention im Nachbarland Jemen an, um gegen die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen zu kämpfen. Mit Ägypten und anderen arabische Staaten verhängte Bin Salman zwei Jahre später Sanktionen gegen das Emirat Katar, da es dem Iran zu freundlich gesinnt sei und Terror unterstütze.

Im Juni 2017 änderte König Salman bin Abd al-Aziz Al Saud die Thronfolge und Bin Salman, der als des Königs Lieblingssohn gilt, wurde mit 31 Jahren anstelle von Mohammed bin Naif zum Kronprinzen berufen. Die ältere Generation wieß bei seiner Ernennung darauf hin, dass es Bin Salman an langjähriger Erfahrung in öffentlichen Ämtern sowie an einem Studienabschluss an einer Eliteuniversität fehle, den andere saudische Prinzen vorweisen können.

Die junge Generation sieht in Bin Salman jedoch einen Hoffnungsträger, denn er forderte bereits Anfang 2016 in einem "Manifest für Wandel" eine drastische wirtschaftliche Innovation seines Landes und mehr Rechte für Frauen. Seitdem wandelt Bin Salman zwischen seinem Image als energischer Reformer und arabischer Diktator.

In seiner Position treibt er das Projekt "Vision 2030" voran, mit dem der Ausbau erneuerbarer Energien und die saudi-arabische Unabhängigkeit von Öl gelingen soll. Ab November 2017 ließ Bin Salman rund 200 einflussreiche Politiker festnehmen und kontrollierte seitdem den kompletten Sicherheitsapparat des Landes. Die Festnahmen wurden von der saudi-arabischen Regierung als Maßnahmen im Kampf gegen Korruption dargestellt. Beobachter sehen sie allerdings als Maßnahme des Kronprinzen, seine Macht abzusichern. Auch Andersdenkende, Frauenrechtlerinnen, Kleriker und Journalisten wurden unter seiner Führung verhaftet.

Im März 2018 reiste Bin Salman fünf Wochen lang durch die USA und Europa. Dabei traf er hochrangige Politiker wie Donald Trump und verkündete unter anderem, er setze sich dafür ein, dass Frauen in Zukunft nicht mehr das Tragen der Abaya vorgeschrieben werden solle. Im Juni 2018 hob er das Fahrverbot für Frauen auf.

Eine Staatskrise zeichnete sich ab, als Bin Salman mit der Tötung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi am 2. Oktober 2018 in Verbindung gebracht wurde. Mitarbeiter des saudischen Spezialkommandos, das für das Verschwinden und mutmaßlich für die Ermordung Khashoggis verantwortlich gemacht wird, sollen aus dem unmittelbaren Umfeld des Kronprinzen stammen. Bin Salman erhielt in diesem Zusammenhang den Spitznamen "Mister Bone Saw" (Herr Knochensäge). Er selbst verneinte immer, etwas mit dem Mord zu tun gehabt zu haben. Im Januar 2020 startete der Prozess gegen elf Angeklagte.

Seit 2008 ist Bin Salman mit Prinzessin Sara bint Mashoor verheiratet. Gemeinsam haben sie vier Kinder.

Mohammed bin Salman ‐ alle News

Der Mord am saudischen Journalisten Khashoggi in Istanbul war nach Darstellung Riads nicht geplant. Die türkische Staatsanwaltschaft kommt nun zu einem anderen Schluss. Hauptverdächtig sind aus deren Sicht zwei Vertraute des saudischen Kronprinzen.

Wegen des Vorwurfs der Verschwörung sind in Saudi-Arabien mehrere hochrangige Mitglieder der Königsfamilie festgenommen worden. US-Medien berichteten über die Festnahmen.

Einer der reichsten Menschen der Welt ist gehackt worden: Jeff Bezos' Smartphone wurde über ein per WhatsApp geteiltes Video infiltriert. Wie das funktioniert, wer die mutmaßlichen Strippenzieher sind - und wie man sich schützen kann.

Jeff Bezos' Handy wurde offenbar ausspioniert. Zuvor stand er mit dem saudischen Kronprinz Mohammed bin Salman in WhatsApp-Kontakt.

Nach jahrelangem Aufschub kommen erstmals Aktien des Energieriesen Aramco an die Börse in Saudi-Arabien. Nur eine kleine Tranche wird gehandelt. Mit dem Höhenflug am ersten Tag zieht der Ölkonzern als nun wertvollstes Unternehmen an einem US-Hightech-Konzern vorbei.

Die UN-Sonderermittlerin Agnès Callamard hat Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron der "Komplizenschaft" mit Saudi-Arabien bezichtigt. Die Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten hätten den Kronprinzen Mohammed bin Salman bei ihrem Gipfel in Osaka hofiert.

Ein Jahr ist es her, dass der Journalist Jamal Khashoggi ins saudische Konsulat in Istanbul ging und nicht mehr herauskam. Er wurde ermordet. Für Saudi-Arabien gibt es praktisch keine Konsequenzen. Deutschland steht mit seinen Sanktionen weitgehend alleine da.

Urlaub in Saudi-Arabien? Das erzkonservative Land möchte ausländische Touristen anlocken, die künftig ein Visum für eine relativ geringe Gebühr direkt am Flughafen erhalten können. Ob das Königreich damit zu einem Traumziel wird, darf allerdings bezweifelt werden. Denn vor allem für Frauen gelten nach wie vor sehr strenge Regeln.

Verantwortlich, aber nicht schuldig? Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman spricht über die Ermordung des regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi. Er übernimmt Verantwortung, will von dem Verbrechen aber nichts gewusst haben.

Der Raketenangriff auf Ölanlagen trifft Saudi-Arabien nicht nur militärisch. Der wirtschaftliche Schaden ist größer als geahnt, denn der Ölkonzern Aramco steht vor dem Börsengang.

Im Konflikt am Golf warnt der Iran mit drastischen Worten vor einer militärischen Eskalation. Die USA wollen mit ihren Verbündeten eine Koalition aufbauen, um den Iran in die Schranken zu weisen - setzen dabei laut Außenminister Pompeo aber noch auf eine friedliche Lösung.

Nach den Angriffen auf Ölanlagen in Saudi-Arabien verschärfen die USA den Ton gegenüber dem Iran. Dass die Huthis im Jemen sich zu den Angriffen bekannten, tut US-Außenminister Mike Pompeo als Lüge ab. Der Iran reagiert mit schweren Vorwürfen an die Adresse Washingtons. Saudi-Arabien wiederum spricht schon von Krieg.

Noch immer ist unklar, wer hinter den Angriffen auf Ölanlagen in Saudi-Arabien steckt. US-Außenminister Mike Pompeo will mit dem saudischen Kronprinzen darüber beraten, wie eine Reaktion aussehen könnte. Die Sorge vor einer Eskalation im Nahen Osten wächst.

Neue Aufregung um Lindsay Lohan: Angeblich pflegt die "Freaky Friday"-Schauspielerin seit einiger Zeit eine Freundschaft mit niemand Geringerem als dem Kronprinzen von Saudi Arabien, Mohammed bin Salman.

Die Verlobte des ermordeten saudischen Journalisten Khashoggi fordert weitere UN-Ermittlungen. Auf die Frage, ob Aufgeben eine Option sei, hat Hatice Cengiz eine klare Antwort.

Eine UN-Menschenrechtsspezialistin sieht "glaubhafte Hinweise" für eine mögliche persönliche Verantwortung des saudischen Kronprinzen für die Tötung des regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi.

Nach den mysteriösen Zwischenfällen mit zwei Tankern im Golf von Oman gibt es wilde Schuldzuweisungen. Die USA machen den Iran verantwortlich, Teheran keilt zurück. Auch der saudische Kronprinz mischt sich in die Debatte ein. Beweise? Bisher nicht wirklich.

Der US-Präsident und Ungarns starker Mann haben einiges gemeinsam. Nun ist der Budapester Ministerpräsident zu Gast im Weißen Haus. Den Handshake mit Donald Trump wird Viktor Orban wohl als Freibrief für seine umstrittene Politik deuten.

Vier Monate nach dem brutalen Mord an Jamal Khashoggi ist noch immer nicht klar, wer den Auftrag gab, den saudischen Journalisten zu töten. Das saudische Königshaus steht unter dringendem Verdacht. Ein Bericht bringt jetzt auch Kronprinz Mohammed bin Salman persönlich in Erklärungsnot.

Netflix hat sich selbst zensiert und nach massiver Kritik aus Saudi-Arabien die Folge einer Comedy-Show gelöscht. Darin waren Kronprinz Mohammed bin Salman, Jamal Khashoggi und der Krieg im Jemen thematisiert worden.

Die Türkei stellt im Fall Jamal Khashoggi Haftbefehle gegen zwei Saudis aus. Brisant für den Kronprinzen Mohammed bin Salman: Wenigstens einer von ihnen ist sein enger Vertrauter.

US-Präsident Donald Trump will Milliardendeals mit Saudi-Arabien nicht wegen des Mords an Jamal Khashoggi riskieren. Senatoren aus seiner eigenen Partei stößt das sauer auf: Sie sind überzeugt, dass der saudische Kronprinz an der Tat beteiligt war.

Der saudische Menschenrechtsaktivist Omar Abdulaziz hat gegenüber CNN Chat-Protokolle aus dem Messenger-Dienst WhatsApp vorgelegt, in denen Jamal Khashoggi über Maßnahmen spricht. Sein mögliches Todesurteil.

Speed-Dating bei G20: Nach ihrer Verspätung macht Kanzlerin Merkel beim Gipfel in Buenos Aires Tempo. Von wegen "lahme Ente". Ein anderer aus dem Kreis der Mächtigsten dieser Welt lässt es dagegen ungewöhnlich ruhig angehen.

Nun liegt es an Angela Merkel: Nachdem Donald Trump sein Treffen mit Wladimir Putin abgesagt hatte, liegt es an der Bundeskanzlerin, im russischen Konflikt mit der Ukraine zu vermitteln. Das Gespräch dürfte brisant werden.