Alfred Biolek

Alfred Biolek ‐ Steckbrief

Name Alfred Biolek
Bürgerlicher Name Alfred Franz Maria Biolek
Beruf Jurist, Talkmaster, Fernsehunterhaltungskünstler
Geburtstag
Sternzeichen Krebs
Geburtsort Freistadt
Staatsangehörigkeit Bundesrepublik Deutschland
Größe 175 cm
Familienstand ledig
Geschlecht männlich
Haarfarbe grau

Alfred Biolek ‐ Wiki: Alter, Größe und mehr

Alfred Biolek ist ein bekannter deutscher Jurist, Talkmaster und Fernsehunterhaltungskünstler.

Alfred Franz Maria Biolek ist am 10. Juli 1934 in Freistadt in der damaligen Tschechoslowakei geboren und zusammen mit zwei Brüdern und seinen Eltern, dem Rechtsanwalt Joseph Biolek und seiner Mutter Hedwig, einer Klosterschülerin und Laienschauspielerin, aufgewachsen.

1946 zieht die gesamte Familie ins deutsche Waibling nahe Stuttgart. Am Staufer-Gymnasium ist Biolek einer der ersten Schüler, die Anfang der 1950er-Jahre für einen Austausch in die USA reisen. Nach seinem Abitur 1954 studiert er Jura in Freiburg, München und Wien. 1958 legt er als drittbester seines Jahrgangs das erste Staatsexamen ab, 1962 promoviert er zum Doktor der Rechtswissenschaften und 1963 folgt das erfolgreiche zweite Staatsexamen.

Anschließend arbeitet er als Referendar in der Kanzlei seines an Krebs erkrankten Vaters. Noch im gleichen Jahr nimmt Biolek eine Stelle als Justitiar der Rechtsabteilung beim ZDF an, wechselt jedoch schnell in die Redaktion, wo er auch als Moderator aktiv ist. 1970 wechselt er zu Bavaria Film und zieht nach München. 1974 gelingt ihm als Moderator von "Am laufenden Band" an der Seite von Rudi Carrell schließlich der Durchbruch.

1976 startet seine Talkshow "Kölner Treff" im WDR. 1978 folgt die von ihm produzierte Sendung „Bio’s Bahnhof“, in der er Talente wie Anke Engelke aber auch internationale Stars wie Monty Python oder Kate Bush fördert, kommerziell erfolgreich in Deutschland zu werden. In den 1980er-Jahren folgen Sendungen wie "Bei Bio", "Show Bühne" oder "Mensch Meier". Von 1991 bis 2003 hat Biolek sogar seine eigene Talkshow namens "Boulevard Bio". Von 1994 bis 2006 ist er in "alfredissimo" zu sehen, wo prominente Gäste ihr Lieblingsgericht kochen, und etabliert so als einer der Ersten in Deutschland das Format Kochsendung.

Biolek ist seit 1990 zudem als Honorarprofessor an der Kunsthochschule für Medien in Köln tätig. Im Jahr 2000 wird er als erster Deutscher zum UN-Sonderbotschafter für Weltbevölkerung ernannt, wobei ihm vor allem die AIDS-Situation in Afrika am Herzen liegt. 2005 gründet er die Stiftung "Alfred Biolek Stiftung – Hilfe für Afrika". 2006 ist er bundesweit mit seinem Bühnenprogramm "Mein Theater mit dem Fernsehen" unterwegs. 2009 ist Biolek im Musical "Monty Python’s Spamalot" zu sehen. Im gleichen Jahr wird er anlässlich seines 75. Geburtstages mit einer Gala gewürdigt, die sogar in der ARD übertragen wird. In seiner bisherigen Karriere hat er bereits Auszeichnungen wie den Bambi (1994), die Goldene Kamera (1994), das große Bundesverdienstkreuz (2003) oder den Steiger Award (2010) erhalten.

Sein Privatleben hält Biolek gerne unter Verschluss. Obwohl er bereits seit den 1960er-Jahren weiß, dass er homosexuell ist, outet er sich erst 1991 – ungewollt in der Talkshow "Explosiv – der heiße Stuhl". Dazu sagt Biolek später: "Ich habe einen Schlag bekommen, der sehr weh getan hat, aber irgendwo hat dieser Schlag eine Verspanntheit gelöst, die danach weg war."

2014 adoptiert er seinen langjährigen Freund Scott Ritchie, der Biolek in allen Lebenslagen tatkräftig unterstützt – vor allem aber nach seinem Treppensturz infolge dessen er sogar zeitweise im Koma liegt. Vor 30 Jahren hat Biolek bereits den Briten Keith adoptiert, mit dem er lange Zeit auch eine Beziehung geführt hat.

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