• Konrad Laimer von RB Leipzig soll auf dem Wunschzettel des FC Bayern München stehen.
  • Der Mittelfeldspieler hat unter Julian Nagelsmann bereits in Leipzig eine starke Entwicklung genommen.
  • Doch würde dem Österreicher möglicherweise das gleiche Schicksal drohen wie seinem ehemaligen Mannschaftskameraden Marcel Sabitzer?

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Julian Nagelsmann arbeitet beim FC Bayern München gerne mit Spielern zusammen, die er aus seiner Zeit bei RB Leipzig kennt. Mit Innenverteidiger Dayot Upamecano und Mittelfeldspieler Marcel Sabitzer wurden vergangene Saison bereits zwei Spieler von Leipzig nach München transferiert. Nun könnte ein weiterer Spieler hinzukommen: Konrad Laimer.

Der zentrale Mittelfeldspieler wäre genau der Spielertyp, den Julian Nagelsmann öffentlich gefordert hat. Erst Anfang Mai sagte der Trainer bei einer Pressekonferenz: "Ich habe nichts dagegen, wenn wir ein, zwei Pressingmaschinen kaufen."

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Julian Nagelsmann hält viel von der "Monster-Balleroberungsmaschine" Laimer

Genau dies, also das unter Druck setzen des gegnerischen ballführenden Spielers, zählt zu den Kernkompetenzen des 25-Jährigen. Nagelsmann bezeichnete Laimer in seiner Zeit bei RB Leipzig sogar als "Monster-Balleroberungsmaschine".

Der Österreicher ist ein laufstarker Arbeiter, der sich zwischen der Defensive und Offensive hin- und herbewegt und Lücken schließt. In der zurückliegenden Bundesliga-Saison erwies er sich mit vier Toren und vier Vorlagen in 26 Spielen zudem als sehr effektiv.

Sein Vertrag in Leipzig läuft nur noch eine Saison. Das bedeutet: Möchte Leipzig für Laimer eine beachtliche Ablösesumme kassieren, müsste er möglichst in diesem Sommer verkauft werden. "Es ist durchaus möglich, dass ich nächste Saison nicht mehr in Leipzig spiele", ließ er bereits öffentlich verlauten.

Wie die "Bild"-Zeitung (Bezahlinhalt) erfahren haben will, hat Laimer eine Ausstiegsklausel über 35 Millionen Euro im Vertrag stehen, die bis zum 30. Juni Gültigkeit hat. Das bedeutet: Zahlt ein Verein bis dahin diese Summe, könnte Laimer gehen. Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass wirklich so viel Geld für den Spieler fließt. Realistischer wäre laut Bericht, dass sich Leipzig bei einer ausgehandelten Ablöse von etwa 18 Millionen Euro gesprächsbereit zeigt.

Laimer kommt aus dem Nachwuchs vom FC Red Bull Salzburg

Der österreichische Nationalspieler entsprang der Nachwuchsakademie vom FC Red Bull Salzburg, der er bereits im Alter von zehn Jahren beitrat. Sein Profidebüt absolvierte er kurz vor seinem 17. Geburtstag bei dessen Kooperationspartner FC Liefering in der 2. österreichischen Liga. Danach entwickelte er sich auch in Salzburg zum Leistungsträger und gewann von 2015 bis 2017 drei Mal hintereinander die österreichische Meisterschaft und den österreichischen Cup.

Im Sommer 2017 kam dann der Wechsel nach Deutschland. Leipzig überwies eine Ablöse von rund sieben Millionen Euro nach Salzburg. Sein ehemaliger Mannschaftskamerad Dominik Kaiser erinnert sich im "kicker" an die Anfänge: "Vom ersten Tag an hast du gemerkt, dass er in Zweikämpfen extrem giftig ist. Defensiv war er schon als 20-Jähriger auf einem sehr hohen Level und prädestiniert für den Pressing- und Gegenpressing-Stil von RB."

Russischer Klub macht sich über Transferstrategie des FC Bayern lustig

Der FC Bayern wirbt seit Wochen um seinen Wunschspieler Sadio Mané. Die Verhandlungen mit seinem Klub FC Liverpool laufen noch. Medienberichten zufolge machte der FCB sich jedoch mit einem ersten Transferangebot lächerlich. Die Social-Media-Abteilung von Spartak Moskau nimmt das zum Anlass für einen Scherz.

Laimer schwärmt von Nagelsmann: "Habe einen großen Schritt nach vorne gemacht"

Als Nagelsmann im Sommer 2019 Trainer von Leipzig wurde, machte Laimer einen Entwicklungsschub. Im April 2020 sagte er im Interview mit dem "kicker": "Im Spielaufbau habe ich einen großen Schritt nach vorne gemacht. Das hängt auch mit dem neuen Trainer zusammen. Unter Julian Nagelsmann spielen wir mehr hinten raus. Ich bin aber in allem besser geworden."

2021 verließ Nagelsmann Leipzig und wechselte zum FC Bayern München. Die gute Entwicklung von Laimer setzte sich in seiner Abwesenheit fort. War er früher auf sein starkes Zweikampfverhalten etwas limitiert, überzeugt er heute auch durch seine fußballerischen Qualitäten.

Leipzig-Trainer Domenico Tedesco sagt: "Konni ist ein Balleroberer, der sich mit Intensität und Balleroberungen identifiziert und trotzdem mit dem Ball am Fuß immer wieder zum Tempodribbling ansetzt. Er attackiert die Tiefe und ist ein sehr flexibler sowie variabler Spieler, der uns richtig guttut, wenn er auf dem Platz ist."

Premier League: Auch Manchester United streckt die Fühler aus

Neben dem FC Bayern soll unter anderem auch der englische Top-Verein Manchester United Interesse an Laimer haben. Es ist allerdings gut möglich, dass er lieber seinem ehemaligen Trainer nach München folgt. Dort würde ihn allerdings eine starke Konkurrenz erwarten: Mit Joshua Kimmich und Leon Goretzka verfügt der FC Bayern über zwei der besten defensiven Mittelfeldspieler der Welt.

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In Marcel Sabitzer gibt es bereits einen weiteren zentralen Mittelfeldspieler, der von Leipzig kam und sich bislang nicht in München durchsetzen konnte. Würde Laimer das gleiche Schicksal drohen?

Christoph Freund, der als Sportdirektor von Red Bull Salzburg die Entwicklung von Laimer begleitet hat, traut ihm jedenfalls den Durchbruch bei einem Top-Verein zu: "Wenn dort die richtige Art und Weise von Fußball gespielt wird, kann Konni aus meiner Sicht überall spielen", beteuert er im "kicker".

Verwendete Quellen:

  • "kicker" (37/2020): "In Stevies Nähe zu kommen, wäre ein Traum"
  • "kicker" (36/2022): "Konrad der Eroberer"
  • "Bild": "Darum muss Laimer noch bis Juli warten"
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