Der "Megxit" sorgt auch abseits Englands für Wirbel. In der Vergangenheit sind Royals aber schon von weit höheren Ämtern zurückgetreten.

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Nicht nur als sich Prinz Harry und Herzogin Meghan das Jawort gaben, stand die britische Welt Kopf. So auch, als sie sich unlängst dazu entschieden haben, von ihren Pflichten zurückzutreten und ihren Hoheitstitel abzugeben. Doch auch in anderen europäischen Königshäusern wurde schon fleißig abgedankt, wenn zuweilen auch bei Weitem nicht so medienwirksam. Hier die royalen Exits, die kein eigenes Kofferwort der Marke "Megxit" spendiert bekommen haben.

Norwegen: Durch die Hochzeit keine Hoheit mehr

Märtha Louise von Norwegen fand sich zuletzt aus denkbar tragischen Gründen in den Nachrichten wieder. Ihr Ex-Mann Ari Behn, den sie am 13. Dezember 2001 heiratete, starb am 25. Dezember des vergangenen Jahres.

Durch die Eheschließung mit dem Schriftsteller verzichtete Märtha Louise seinerzeit aber auch bewusst auf einen Titel. Ihre wurde das Prädikat "Königliche Hoheit" abgesprochen, den Titel als Prinzessin durfte sie allerdings behalten.

Zeit für einen Generationswechsel in Spanien und den Niederlanden

Gar das Amt der Königin hat 2013 die niederländische Monarchin Beatrix mit damals 75 Jahren aufgegeben. Statt wie die britische Queen auf dem Thron zu bleiben, befand Beatrix, dass nach insgesamt 33 Jahren an der Spitze der Zeitpunkt für die royale Rente gekommen sei.

"Ich trete nicht ab, weil mir das Amt zu schwer geworden ist, sondern aus der Überzeugung, dass die Verantwortung für unser Land nun in den Händen einer neuen Generation liegen muss", hatte sie ihren Schritt damals in einer Fernsehansprache begründet. Seither regiert ihr ältester Sohn, Willem-Alexander, als König der Niederlande.

Ihr gleich tat es nur ein Jahr später der spanische König Juan Carlos. "Seit vier Jahrzehnten bin ich an der Macht und habe die Reform, die Spanien so dringend benötigte, abgeschlossen", begründete er seinen Rückzug. "Mein Sohn Felipe hat die nötige Vorbereitung und Reife, um neuer Staatschef zu sein."

Besagter Felipe VI. lenkt seither die Geschicke des spanischen Königshauses an der Seite seiner Frau, Letizia von Spanien.

Schweden: Zu einem "normalen" Leben gezwungen?

In Schweden sorgte König Carl Gustaf im vergangenen Jahr für eine Überraschung. Er entschied, dass fünf seiner Enkel – die Kinder von Prinz Carl Philip sowie die von Prinzessin Madeleine – künftig nicht mehr zum Königshaus zählen und folglich den Titel "Königliche Hoheit" verlieren.

Ein Schritt, der durchaus als "unfreiwillig freiwillig" bezeichnet werden kann. So begrüßten sowohl Carl Philip als auch seine Schwester Prinzessin Madeleine diesen Schritt: "Wir sehen das positiv, da Alexander und Gabriel dadurch freie Entscheidungen in ihrem Leben treffen können", meldeten sich kurz nach der Entscheidung Carl Philip und seine Ehefrau Sofia zu Wort.

In Schweden kam übrigens bis 1973 die Eheschließung mit einer bürgerlichen Person dem Titelsverzicht gleich - bis dahin musste der Ehepartner ebenbürtig sein, sprich ebenfalls adelig. Fünf Prinzen traten zwischen 1888 und 1946 aus diesem Grund zurück.

Auch bei den Briten sind Rücktritte nicht ungewöhnlich

1936 trug sich in England einer der historisch bedeutsamsten Rücktritte zu. Eduard VIII., der Onkel der heutigen Queen, dankte noch im selben Jahr seiner Krönung ab. Ganz freiwillig war aber auch dieser Rücktritt nicht – es wurde bekannt, dass Eduard ein Verhältnis mit der US-Amerikanerin Wallis Simpson hatte.

Auf Druck der Regierung legte er schließlich sein Amt nieder und sein jüngerer Bruder Georg VI. wurde zum König gekrönt – der Vater von Queen Elizabeth II.

Auch Prinz Harrys Mutter, die 1997 verstorbene Diana, war bis zu ihrem Tode zwar eine Prinzessin, aber eben keine Königliche Hoheit mehr. Diesen Titel gab sie ab, als sie sich 1996 von Prinz Charles scheiden ließ.

Elizabeths kolportierter Lieblingssohn, Prinz Andrew, trat erst Ende des vergangenen Jahres von seinen Verpflichtungen zurück. Zwar wurde auch dieser Schritt als freiwillig kommuniziert, seine Verstrickung im Epstein-Missbrauchsskandal ließ aber eigentlich keine andere Konsequenz zu. (stk)  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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