Der FC Bayern ist mit einer meisterlichen Machtdemonstration zurück an die Spitze der Fußball-Bundesliga gestürmt. In München wird die Geschlossenheit und Dominanz gefeiert, bei Borussia Dortmund geht man dagegen schonungslos mit sich ins Gericht. Die Stimmen zum Spiel.

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Sechs Spieltage vor Saisonende hat das Münchner Star-Ensemble um den 200-fachen Bundesliga-Torschützen Robert Lewandowski mit voller Entschlossenheit Kurs auf den siebten deutschen Meistertitel in Folge genommen.

"Fußball ist merkwürdig, Fußball kann man nicht immer erklären", sagte Bayern-Trainer Niko Kovac im TV-Sender Sky nicht ohne stolz und betonte: "Der Sieg in der Art und Weise war richtig gut."

Während man sich in München zu Recht über den Kantersieg freut, gehen die Dortmunder schonungslos mit sich ins Gericht. Die Stimmen zum Spiel.

Manuel Neuer: "Es war sehr dominant"

Niko Kovac (Trainer FC Bayern): "Ich denke, dass wir heute ein klasse Spiel gemacht haben, ein tolles Spiel, über 90 Minuten. Gerade die erste Halbzeit war sensationell gut in allen Bereichen.

Die Art und Weise, wie wir Fußball gespielt haben, war schon sehr beeindruckend. Das freut mich und dazu möchte ich der Mannschaft gratulieren. Der Sieg ist in der Höhe völlig verdient.

Es sind noch sechs Spiele zu gehen und man hat ja gesehen, wie schnell das in der Liga geht. Es sind noch sehr, sehr schwere Spiele, sowohl für den BVB als auch für uns. Von daher werden wir nicht darüber reden, dass hier schon alles entschieden ist."

Lucien Fravre (Trainer Borussia Dortmund): "Dieses 5:0 ist sehr, sehr schwer zu verdauen, aber klar verdient. Man muss klar sagen, das war eine Lehrstunde. Wir hatten trotzdem die Gelegenheit, das erste Tor zu machen, das hätte ein wenig das Spiel ändern können.

Nachher hat Bayern dominiert, mit mehr Tempo gespielt, sie waren besser. Nach 4:0 zur Halbzeit ist es natürlich sehr schwer, zurückzukommen."

Manuel Neuer (Torwart FC Bayern): "Es war ein sehr guter Auftritt. Wir sind sehr froh darüber. Wir haben in allen Mannschaftsteilen gut gespielt, nach vorne nach hinten, vor allem auch zusammen.

Es war sehr dominant. Es war ein geschlossener Auftritt, was mich sehr, sehr freut. Es ist das erste Big-Point-Spiel, dass wir für uns entscheiden. Darauf mussten wir lange warten."

Mats Hummels (Spieler Bayern München): "Wir wollten von vornherein zeigen, dass es ein Heimspiel ist, dass wir die Zuschauer mitnehmen wollen, dass wir von der ersten Minute an aggressiv sind. So wollen alle, die es mit uns halten, die Bayern sehen. Wir waren konzentriert und zielstrebig."

Robert Lewandowski (Bayern München, Doppel-Torschütze): "Die 200er-Marke bedeutet mir viel. Ich hätte nie geglaubt, dass ich so viele Tore in der Bundesliga schieße, das macht mich sehr stolz. Jupp Heynckes ist nicht mehr so weit weg, den kann ich noch kriegen. In der Meisterschaft liegen wir aber nur einen Punkt vor Dortmund, es wird ein schwieriger Weg bis zur deutschen Meisterschaft. Wir müssen uns jetzt auf dem Platz beweisen."


Marco Reus: "Wir haben katastrophal gespielt"

Marco Reus (Kapitän Borussia Dortmund): "Wir haben katastrophal gespielt, katastrophal verteidigt. Keine Erklärung dafür.

Bayern war heute einfach ganz klar besser, das müssen wir neidlos anerkennen. Aber trotzdem müssen wir das Ganze knallhart analysieren. So dürfen wir gegen keine Mannschaft antreten, sonst bekommen wir auch da Probleme.

Natürlich muss man hier Druck machen. Das haben wir zu keiner Sekunde geschafft. Wir haben die erste große Chance und waren heute ganz klar die schlechtere Mannschaft."

Julian Weigl (Spieler Borussia Dortmund): "Wir hatten nicht den Mut, hier zu gewinnen. Wir waren zu ängstlich, hatten nicht das Vertrauen und auch zu keiner Zeit das Gefühl, dass wir als Sieger vom Platz gehen könnten.

Wir haben noch sechs Wochen, in denen man etwas reißen kann. Die Ausgangslage ist nicht aussichtslos, wir sind im Titelrennen immer noch dabei. Wir fokussieren uns auf das nächste Spiel und wissen, dass noch alles drin ist."

Alex Witsel (Spieler Borussia Dortmund): "Ich habe keine Worte für das Spiel. Das war heute nicht das Borussia Dortmund, was ich kenne. Sonst sind wir eine Mannschaft, die dominant auf dem Platz ist. Heute war das gar nicht so, wir sind dem Ball nur hinterhergelaufen.

Wir müssen in den nächsten sechs Spielen wieder kämpfen, hart arbeiten und die Niederlage heute schnell vergessen. Alles ist möglich, wir müssen jetzt fokussiert sein und schauen am Ende, was dabei rauskommt." (pak/jwo/dpa)

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