• Den Sieg bei Hertha BSC hat sich Borussia Dortmund dank einer deutlichen Leistungssteigerung im Vergleich zur Vorwoche verdient.
  • Die Mannschaft hat in der Offensive zwei neue Stärken entdeckt.

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Eine Reaktion war erwartet worden von Borussia Dortmund nach der ernüchternden Niederlage gegen Werder Bremen. Und man kann konstatieren, dass der Mannschaft diese positive Reaktion auch gelungen ist.

Das 1:0 dokumentierte zwar nicht annähernd die Dortmunder Dominanz bei Hertha BSC, der BVB war dem Gegner schließlich in allen Belangen überlegen. Trainer Edin Terzic konnte sich neben den drei sehr wichtigen Punkten aber trotzdem über Fortschritte seiner Mannschaft freuen.

"Es war definitiv wichtig, eine Leistungssteigerung im Vergleich zu letzter Woche zu zeigen. Das ist uns gelungen. Es gab viele Dinge, die besser waren, im Ballbesitz und in der Torverteidigung", sagte Terzic. Nur die Chancenverwertung war ein veritables Problem.

Größerer Fokus auf Flanken

"Selbst wenn wir heute drei Tore gemacht hätten, würden wir über eine nicht so gute Chancenverwertung sprechen. Es waren sehr viele klare Möglichkeiten", erklärte der Trainer. Seine Mannschaft gab 24 Torschüsse ab – gegen Werder Bremen waren es nur fünf – und erzielte damit einen xGoal-Wert von 3,44. Das eine Tor war für diesen enormen Aufwand deutlich zu wenig Ertrag.

Immerhin zeigte der BVB gegen die Hertha ein Stilmittel, das nicht neu, für diese Mannschaft mit ihrem spielerischen Ansatz aber doch überraschend war. Dortmund versuchte es mit 16 Flanken, in den drei Spielen davor waren es im Schnitt weniger als zehn gewesen.

"Es waren deutlich mehr Flanken als zuletzt", sagte Terzic, der auch auf die Inhalte der letzten Trainingswoche verwies, in der Flanken unter anderem ein Thema waren. "Wir haben in den letzten Jahren nie diesen einen Zielspieler in der Box gehabt, das ist neu für uns. Das wird ein bisschen Zeit dauern, dieses Mittel für uns noch häufiger einzusetzen."

Zehn Tore, zehn Torschützen

Der "Zielspieler in der Box" war Anthony Modeste, der mit seinem ersten Tor für den BVB sogleich den Sieg sicherstellte – und eine andere mögliche Qualität der Mannschaft nochmals unterstrich.

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Raphael Guerreiro, Julian Brandt, Marius Wolf, Marco Reus, Jamie Bynoe-Gittens, Youssoufa Moukoko und nun auch Modeste waren in der Bundesliga für die Borussia erfolgreich. Im DFB-Pokal sorgten Donyell Malen, Jude Bellingham und Karim Adeyemi beim 3:0-Sieg gegen den TSV 1860 für den Einzug in die zweite Runde. Das macht in der Summe zehn Tore in Pflichtspielen mit zehn unterschiedlichen Torschützen.

Der totale Fokus auf den einen überragenden Angreifer Erling Haaland scheint sich schon in der Frühphase der Saison abzuschwächen, stattdessen springen andere in die Bresche. Und das kann auf Dauer nur ein gutes Signal sein.

Verwendete Quellen:

  • Pressekonferenz nach Borussia Dortmund gegen Hertha BSC mit Sandro Schwarz & Edin Terzic
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