Superreiche sollen zahlen oder gleich ganz raus aus der Eurozone - die Positionen der Parteien zur Europapolitik und die Lösungen, um die Schuldenkrise zu bewältigen, sind so verschieden wie die Parteien selbst. Wir haben die Wahlprogramme zur Bundestagswahl nach europäischen Standpunkten abgeklopft.

Keine Euro-Bonds, keine EU-Mitgliedschaft für die Türkei. Im CDU/CSU-Wahlprogramm finden sich zu den Themen Europa und Finanzkrise nicht wirklich Neues.

Die Wege, die die Parteien beschreiten wollen, um die immer noch andauernde Finanzkrise in Europa zu beenden, könnten unterschiedlicher nicht sein. Die Linke würde am liebsten alle Millionäre der Eurozone einmalig zu einer Vermögensabgabe zwingen. So wären ihrer Meinung die Schulden schnell bezahlt. Die noch schnell vor der Bundestagswahl gegründete Alternative für Deutschland den Euro am liebsten gleich ganz anschaffen.

Auch wie es mit der Europäischen Union in Zukunft weiter gehen soll, darüber sind sich die Parteien sehr uneinig.

Was im einzelnen die Positionen der Parteien in ihren Wahlprogrammen zu Europa und der Schuldenkrise sind, können Sie im Folgenden nachlesen.

In ihrem Wahlprogramm fordert die SPD klare Regeln für die Finanzmärkte und EU-Staaten, um die aktuelle Finanzkrise zu bewältigen. Was den Sozialdemokraten sonst noch zu Europa vorschwebt, lesen Sie hier.

Für die Grünen ist die Eurokrise "nicht einfach eine Staatsschuldenkrise", sondern eine Bedrohung für die europäische Gemeinschaft. Lesen Sie, welchen Ausweg die Grünen in ihrem Wahlprogramm gefunden haben.

"Um aus der Krise zu kommen, müssen wir Europa weiter stärken – und nicht Deutschland schwächen" – dieser Satz beschreibt die Positionen der Liberalen zu den Themen Europa und Finanzkrise wohl am besten.

Um die Finanzkrise endlich in den Griff zu bekommen, will die Linke Europas Millionäre zur Kasse bitten. Was sie sonst noch mit Europa vorhaben, können Sie hier lesen.

Radikaler geht's kaum. Die Alternative für Deutschland fordert den Rückzug Deutschlands vom Euro. Mit welchen Zielen die AfD sonst noch zur Bundestagswahl antritt, können Sie hier lesen.

Klicken Sie sich auch durch die anderen Teile unserer Reihe "Die Wahlprogramm im Vergleich":