Wie lange ist Thomas Müller noch Spieler des FC Bayern München? Nach Informationen der "Bild"-Zeitung darf der 30-Jährige den Rekordmeister im Winter nicht verlassen. Das aber soll nicht das letzte Wort gewesen sein.

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Im 20. Jahr seiner Zugehörigkeit zum Verein läuft die Uhr für Thomas Müller beim FC Bayern München ab. Die vielleicht größte Identifikationsfigur des Vereins fühlt sich für eine Rolle als "Not-am-Mann"-Stürmer zu schade. Müller soll die Verantwortlichen um seine Freigabe gebeten haben.

Trainer Niko Kovac soll am Tag nach dem 1:2 gegen die TSG 1899 Hoffenheim Müller hingegen um Geduld gebeten haben.

Kovac kann auf Müller als exzellenten Stellvertreter für Philippe Coutinho oder Robert Lewandowski nicht verzichten. Müller aber fühlt sich noch viel zu wertvoll, um lediglich der Stellvertreter zu sein.

Sein Vertrag läuft noch bis zum 30. Juni 2021. Das Kompromissangebot des FC Bayern sieht laut Informationen der "Bild"-Zeitung so aus: Müller bleibt noch bis zum Saisonende und darf dann für eine Ablösesumme gehen, die ihm keine Steine in den Weg legt.

Thomas Müller: Es soll laufen wie 2015 bei Bastian Schweinsteiger

Dieser Weg funktionierte bereits beim Abschied von einer weiteren Galionsfigur. Bastian Schweinsteiger, ganz frisch Fußball-Pensionär, durfte im Sommer 2015 für neun Millionen Euro zu Manchester United wechseln, obwohl er damals noch 22 Millionen Euro wert war.

Müllers Martkwert taxiert das Portal "transfermarkt.de" momentan auf 35 Millionen Euro. Das entspricht im vergangenen Jahr beinahe einer Halbierung. Zu Saisonbeginn 2018/19 war Müller noch geschätzte 60 Millionen Euro wert.

Die Bayern halten Müller hin, weil sie erst im kommenden Sommer zwei Jungstars der Nationalmannschaft verpflichten können: Kai Havertz soll aus Leverkusen, Leroy Sané mit einem Jahr Verspätung von Manchester City kommen. Coutinhos Anstellung soll zudem von einer Leihe in einen Kauf umgewandelt werden.

Klappen alle drei Geschäfte, dann ist für Müller im Kader ohnehin kein Platz mehr, wohl aber weiterhin im Herzen der Fans des FC Bayern München.

"Für viele bei uns im Fanklub wäre es ein großer Verlust, weil der Name Müller mit dem FC Bayern fast gleichzusetzen ist", spricht Gerhard Stadler gegenüber "t-online.de" für ungezählte Anhänger des Rekordmeisters. Stadler ist Vorsitzender des FCB-Fanklubs Floß e.V. von 1988.

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