Claudio Pizarro bestreitet seine letzte Saison im Profifußball. Nach über 20 Jahren und über 500 Bundesligaspielen ist im Sommer Schluss. Doch die große Pizarro-Abschiedsparty wird wegen der Coronakrise wahrscheinlich ausfallen. Gute Nachrichten für "Pizza-Fans" gibt es trotzdem.

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In Zeiten der Coronakrise rücken viele "normalsportliche" Themen in den Hintergrund. Eines davon betrifft Claudio Pizarro. Der 41-Jährige darf guten Gewissens als Legende der Bundesligahistorie bezeichnet werden.

Am Ende der aktuellen Saison wird er seine Karriere beenden. Nach über 20 Jahren Profifußball, nach über 500 Bundesligaspielen und nach - Stand jetzt - 197 Bundesligatoren. In der Liste der besten ausländischen Bundesligatorschützen belegt er damit hinter Bayern-Stürmer Robert Lewandowski (227 Tore) den zweiten Platz.

Nun stehen einem glorreichen Abschied des Peruaners aber zwei Dinge im Weg. Zum einen gibt es bei seinem Verein Werder Bremen derzeit wenig zu feiern. Die Hanseaten befinden sich in akuter Abstiegsgefahr, belegen den 17. Tabellenplatz bei acht Punkten Rückstand auf das rettende Ufer. Realistischer scheint da der Kampf um den Relegationsplatz, den Fortuna Düsseldorf mit vier Punkten Vorsprung belegt.

Coronakrise wirbelt den Bundesligakalender durcheinander

Noch schwerer als die sportliche Misere wiegt derzeit aber die Coronakrise. Um die Ausbreitung des Coronavirus zu bekämpfen, pausiert die Bundesliga seit dem 13. März. Vor der Pause hatte das Derby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln noch als Geisterspiel stattgefunden. Die Spielpause war am Dienstag nach einem Treffen der Klubs der Bundesliga und 2. Bundesliga bis zum 30. April ausgeweitet worden.

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Sollten im Mai 2020 dann tatsächlich wieder Partien angepfiffen werden können, dann allerdings sehr wahrscheinlich ohne Zuschauer. Dies könne laut DFL-Chef Christian Seifert bis zum Ende der Saison, vielleicht aber auch bis zum Ende des Jahres so sein.

Egal, wie man es dreht, aktuell bahnt sich für Pizarro ein trauriges Karriereende an: Entweder die Saison wird abgebrochen (in diesem Fall verschwände die Legende klammheimlich durch die Hintertür). Oder die Saison wird zu Ende gespielt, allerdings ohne Zuschauer (dann könnte Pizarro zwar nochmal auflaufen, müsste dabei allerdings auf die Standing Ovations der Zuschauer verzichten). Und dann bleibt da natürlich noch der durchaus mögliche Abstieg Werders in die zweite Liga, der den Abschied von Pizarro unweigerlich in den Hintergrund rücken würde.

Es gibt auch gute Neuigkeiten

Doch auch nach seiner aktiven Karriere könnte Pizarro der Bundesliga erhalten bleiben. Wie "sportbild.de" berichtet, habe der Angreifer sich dazu entschieden, Markenbotschafter beim FC Bayern zu werden, seinem anderen langjährigen Verein. Bei den Bayern befindet er sich in dieser Rolle in guter Gesellschaft, trifft dort auf seine ehemaligen Teamkollegen Bixente Lizerazu und Giovane Elber.

Auch die Bremer haben sich dem Bericht zufolge um Pizarro bemüht und wollten ihn demnach über dessen Karriereende hinaus halten. Die Wahl des Kult-Stürmers soll jedoch auf München gefallen sein.

Laut "sportbild.de" trägt Werder-Manager Frank Baumann Pizarro das nicht nach: "Claudio wird aufgrund seiner Vergangenheit immer eine Verbindung zu Werder haben – egal, ob er nach seiner Karriere vertraglich bei uns gebunden ist oder nicht." Von Werder sei angedacht, dass Pizarro trotz seiner Tätigkeit beim FC Bayern und seines Wohnorts in München zu Vereins-Reisen oder -Veranstaltungen eingeladen werde, die er dann begleite.

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