• Serge Gnabry sieht in dem Abgang von Robert Lewandowski einen Neuanfang für den FC Bayern München.
  • Der 27-Jährige kann sich gut vorstellen, selbst als Stürmer die Lücke von Lewandowski mit zu schließen.
  • In einem Interview erklärt Gnabry zudem, was ihn als Typ von Joshua Kimmich unterscheidet.

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Serge Gnabry sieht in dem Abgang von Robert Lewandowski eine gute Gelegenheit, das Spiel des FC Bayern München weiterzuentwickeln. "Wir sind auf jeden Fall variabler als in den vergangenen Jahren, in denen wir immer den einen Stoßstürmer hatten, der pro Saison 40 Tore gemacht hat", sagt der Offensivspieler in einem Interview mit der Vereinswebsite. "Es ist ein Neuanfang und eine gute Möglichkeit für uns Offensivspieler, in neue Rollen hereinzuwachsen. Das ist nichts Negatives, sondern eine neue Chance, die wir nutzen wollen."

Der 5:3-Triumph im Supercup gegen RB Leipzig gibt dem 27-Jährigen recht. Fünf unterschiedliche Spieler trugen sich in die Torschützenliste ein. Gnabry selbst erzielte den Treffer zum zwischenzeitlichen 4:1. Überhaupt könnte der deutsche Nationalspieler zukünftig noch häufiger als Torjäger in Erscheinung treten. Bereits bei der TSG Hoffenheim spielte Gnabry unter Julian Nagelsmann teilweise als Stürmer. Ähnliches wäre auch in dieser Saison vorstellbar, weil ohne Lewandowski ein hochkarätiger Stoßstürmer fehlt.

Serge Gnabry würde gerne zentral spielen

"Im Zwei-Spitzensystem fühle ich mich sehr wohl, das haben wir in der Nationalmannschaft häufig gespielt und auch damals in Hoffenheim. Ich mag es generell, zentral zu spielen", sagt Gnabry. Dies sei allerdings abhängig davon, "was für ein System der Trainer spielen will. Wir sind ohnehin sehr flexibel, haben viele Spieler, die die Position miteinander tauschen können." Vergangene Saison spielte er mit 14 Bundesliga-Toren die effektivste Saison seiner Karriere. Gut möglich, dass er diese Marke als Stürmer übertreffen würde.

Gnabry hat seinen Vertrag kürzlich bis zum Sommer 2026 verlängert. Mit dem FC Bayern gewann er bereits viermal die deutsche Meisterschaft, zweimal den DFB-Pokal und im Jahr 2020 die Champions League. Weitere Trophäen sollen in dieser Saison folgen: "In der Bundesliga wollen wir den Titel verteidigen, im Pokal wollen wir den Titel und in der Champions League wollen wir so weit wie möglich kommen."

Konkurrenzkampf beim FC Bayern: Talente wollen "deinen Platz" einnehmen

Gnabry weiß, dass er trotz seines langfristigen Vertrags keinen Stammplatz garantiert hat. "Die Konkurrenz schläft nicht, es kommen immer wieder unfassbare Talente dazu – so wie jetzt Jamal Musiala, Paul Wanner oder Gabriel Vidović. Man kann sich nicht erlauben nachzulassen, weil sonst der Nächste kommt, um deinen Platz einzunehmen. Dieser Wille spielt eine große Rolle", sagt er.

Wer sich beim FC Bayern München durchsetzen möchte, brauche neben Talent auch "Selbstbewusstsein und das Streben danach, immer weiterzugehen." Diese "Bayern DNA" würde einem im Verein vermittelt werden: "Bevor ich hierhergekommen bin, waren diese Eigenschaften bei mir noch nicht so ausgeprägt. Es ist etwas, was man dazulernt, wenn man hier in diesem Umfeld ist und täglich damit konfrontiert wird. Alle drei Tage gewinnen zu müssen, ist nicht überall gang und gäbe – Bayern ist eben ein großer Verein. Man lernt, diese Kultur zu leben."

Gnabry ist nicht so laut wie Kimmich

Als 34-maliger Nationalspieler ist Gnabry vermehrt in eine Führungsrolle hineingewachsen. "Das kommt mit dem Alter und der Erfahrung immer mehr, auch mit dem Standing, das man in der Mannschaft hat. Es hängt aber auch davon ab, was man für ein Typ ist", erklärt Gnabry. Nicht jeder Spieler würde Führungsqualitäten nach außen tragen: "Das unterscheidet mich beispielsweise von Joshua Kimmich, der sehr laut auf dem Platz ist. Aber natürlich versucht man, den jüngeren Spielern zu helfen, Tipps zu geben und sie aufzumuntern."

Verwendete Quellen:

  • fcbayern.com: Serge Gnabry: "Man lernt, diese Kultur zu leben"
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