• Der Hamburger SV verliert gegen Abstiegskandiddat Osnabrück und spielt auch in der nächsten Saison in der 2. Liga.
  • Das Rennen um den direkten Aufstieg ist dabei weiter offen.
  • Im Kampf gegen den Abstieg feierten Sandhausen und Osnabrück wichtige Siege.
  • Entschieden ist aber auch hier noch nichts.

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Der Hamburger SV hat seine Aufstiegschancen beim VfL Osnabrück verspielt und wird auch in der kommenden Saison zweitklassig bleiben. Die Mannschaft von Interimstrainer Horst Hrubesch unterlag den Niedersachsen am Sonntag in einem packenden Spiel mit 2:3 (1:1).

Durch den Erfolg sammelten die Lila-Weißen ganz wichtige Punkte im Abstiegskampf. Osnabrück verbesserte sich in der Tabelle vom vorletzten Rang auf den Relegationsplatz und hat den Klassenverbleib nun wieder selbst in der Hand.

Christian Santos in der 34. Minute, Maurice Multhaup (61.) und Marc Heider (84.) erzielten die Tore für die Gastgeber an der Bremer Brücke. Robin Meißner (37.) und Tim Leibold (82.) glichen zwischenzeitlich für den HSV aus.

VfL Bochum muss weiter zittern

Der VfL Bochum hat seinen ersten Matchball vergeben und den vorzeitigen Aufstieg in die Fußball-Bundesliga verpasst. Die Mannschaft von Trainer Thomas Reis kam am vorletzten Spieltag beim 1. FC Nürnberg nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus und muss damit weiter um die lang ersehnte Rückkehr in die höchste Spielklasse zittern.

Zum Showdown beim Saisonabschluss am kommenden Sonntag hat der VfL im Heimspiel gegen den SV Sandhausen aber weiter alles in der eigenen Hand. Am Sonntagnachmittag wurde Nürnbergs Georg Margreitter (38.) mit einem Kopfballtreffer in seinem letzten Heimspiel für den FCN zum Spielverderber, der Ausgleich von Robert Zulj (76.) war zu wenig.

Für Greuther Fürth ist noch alles drin im Aufstiegskampf

Auch die SpVgg Greuther Fürth darf weiter vom zweiten Aufstieg in die Fußball-Bundesliga träumen. Die Franken gewannen am vorletzten Spieltag 4:2 (2:2) beim SC Paderborn und haben den Relegationsplatz drei schon sicher. Auch der direkte Aufstieg ist noch in Reichweite.

Havard Nielsen (28.), Branimir Hrgota (42.) und Paul Seguin (47.) sorgten in der turbulenten Partie für den Auswärtssieg. Ein Eigentor von Paul Jaeckel (22.) und Chris Führich (45.+3) waren für Paderborn zu wenig.

Vor dem Saison-Finale beträgt Fürths Rückstand auf Tabellenführer VfL Bochum drei Zähler, auf den Zweiten Holstein Kiel sogar nur einen Punkt. Am letzten Spieltag erwartet das Team von Trainer Stefan Leitl die Fortuna aus Düsseldorf.

Holstein Kiel verliert beim Karlsruher SC

Holstein Kiel hat seinen ersten Matchball zum Direktaufstieg nicht nutzen können. Der Pokal-Halbfinalist beim Karlsruher SC mit 2:3 (1:0) und konnte dem Verfolger SpVgg Greuther Fürth nicht entscheidend enteilen. Am letzten Spieltag empfangen die Störche Darmstadt 98.

Mit seinem Tor in der 41. Minute schien sich Jann-Luca Serra in die Vereinschronik des Traditionsklubs zu schießen. Der Mittelfeldspieler war mit einem Flachschuss erfolgreich. Doch Tore von Malik Batmaz (52.) und zweimal Philipp Hofmann (61. und 77. Minute) drehten die Partie. Per Foulelfmeter konnte Alexander Mühling (84.) noch verkürzen.

Fortuna Düsseldorf kann den Aufstieg nicht mehr schaffen

Fortuna Düsseldorf hat trotz eines Pflichtsieges gegen den FC Erzgebirge Aue hingegen endgültig keine Chance mehr auf die direkte Bundesliga-Rückkehr. Das 3:0 (2:0) am 33. Zweitliga-Spieltag nutzte dem Absteiger am Sonntag nichts mehr, da der Tabellendritte Greuther Fürth gleichzeitig beim SC Paderborn gewann. Beim ungefährdeten Fortunen-Sieg trafen in Shinta Appelkamp (10. Minute), Marcel Sobottka (18.) und Kristoffer Peterson (87.).

Vor dem Saisonfinale am kommenden Sonntag in Fürth sprang das Team von Trainer Uwe Rösler damit noch auf Rang vier. Mit nun 56 Punkten kann die Fortuna aber selbst mit einem Sieg in Fürth (61) den Relegationsrang nicht mehr erreichen. Es gilt als wahrscheinlich, dass Rösler zur neuen Saison als Trainer abgelöst wird.

Auch Kampf gegen den Abstieg bleibt spannend

Eintracht Braunschweig droht nur ein Jahr nach dem Aufstieg wieder die Rückkehr in die 3. Liga. Die Niedersachsen unterlagen am Sonntag daheim gegen die bereits als Absteiger feststehenden Würzburger Kickers mit 1:2 (0:2) und fielen einen Spieltag vor dem Saisonende auf den vorletzten Tabellenplatz zurück.

Weil parallel der VfL Osnabrück und der SV Sandhausen ihre Partien gewannen, waren die Braunschweiger der große Verlierer im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga. Der Rückstand auf Platz 16 beträgt zwei Punkte.

Nun sind die Braunschweiger am letzten Spieltag auf Schützenhilfe angewiesen. Braunschweig spielt dann beim HSV, Osnabrück in Aue und Sandhausen ist beim VfL Bochum zu Gast.

Sandhausen feiert wichtigen Sieg

Der SV Sandhausen ist der Rettung ein Stück näher gekommen. Der SVS besiegte den Tabellennachbarn Jahn Regensburg am 33. Spieltag der 2. Liga mit 2:0 (1:0) und liegt vor dem Saisonfinale am Sonntag einen Punkt vor dem Relegationsplatz 16 - allerdings wartet noch das schwierige Spiel beim VfL Bochum. Dafür ist die Tordifferenz vergleichsweise gut. Regensburg droht schlimmstenfalls noch die Relegation.

Sandhausen spielte für die Rettung auf Sieg. Janik Bachmann (5.) köpfte nach perfekter Flanke von Alexander Shirow zur Führung ein - ein Traumstart. Der Jahn hatte in einem kampfbetonten Spiel Probleme, bis Sebastian Stolze zum Fallrückzieher ansetzte: Stefanos Kapino im SVS-Tor rettete glänzend (18.).

Der Druck ging nun von Regensburg aus, jedoch trafen erneut die Gastgeber: Kevin Behrens verwertete einen Konter nach Zuspiel von Nikolas Nartey (42.). Der Abpfiff brachte dem SVS eine erste Erleichterung, dennoch wird am Sonntag noch gezittert - bei beiden Teams.

Die Ergebnisse im Überblick

  • Fortuna Düsseldorf - Erzgebirge Aue 3:0 (2:0)
  • VfL Osnabrück - Hamburger SV 3:2 (1:1)
  • SC Paderborn - Greuther Fürth 2:3 (2:2)
  • Eintracht Braunschweig - Würzburger Kickers 1:2 (0:2)
  • 1. FC Nürnberg - VfL Bochum 1:1 (1:0)
  • Darmstadt 98 - 1. FC Heidenhei 5:1 (2:1)
  • FC St. Pauli - Hannover 96 1:2 (0:1)
  • Karlsruher SC - Holstein Kiel 3:2 (0:1)
  • SV Sandhausen - Jahn Regensburg 2:0 (2:0)

(lh/dpa/AFP)

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