Mittelmeer

Deutschland und Frankreich haben vergeblich versucht, eine europäische Übergangsregelung bei der Verteilung von im Mittelmeer geretteten Migranten auf den Weg zu bringen. Vom Tisch ist das Anliegen aber noch nicht.

Die Industrialrocker von Rammstein um Sänger Till Lindemann sind immer für einen Skandal gut. Die neuste Kontroverse fällt aber anders aus als gedacht: Bei einem der restlos ausverkauften Deutschlandkonzerte hat Lindemann ein Schild hochgehalten. Positioniert sich die Band damit in Sachen Flüchtlingsrettung im Mittelmeer?

Die EU sanktioniert die Türkei wegen Bohrungen vor Zypern auf der Suche nach Erdgas. Die Türkei zeigt sich davon allerdings unbeeindruckt - und schickt ein weiteres Schiff vor die Küste der Mittelmeerinsel.

Nachdem Außenminister Heiko Maas eine deutsche Initiative bei der Verteilung von aus dem Mittelmeer geretteten Flüchtlingen angekündigt hat, steht er für die Idee in der Kritik. Nachdem ihn die CDU zu zur Zurückhaltung ermahnte, hat ihm nun auch der junge Altkanzler aus Österreich klar widersprochen.

Seit dem umstrittenen Manöver der "Sea-Watch 3"-Kapitänin Carola Rackete wird der Streit um die Verteilung der Migranten emotionaler denn je geführt. Dabei ist die Zahl der Asylbewerber hier drastisch zurückgegangen. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Seenotrettung.

Kurz nach ihrer Rückkehr ins Einsatzgebiet im Mittelmeer vor Libyen hat die deutsche Hilfsorganisation Sea-Eye mit ihrem Schiff "Alan Kurdi" 44 Migranten gerettet.

Um schnelle Lösungen für den Umgang mit geretteten Bootsflüchtlingen zu finden, fordert die EU-Kommission einen vorläufigen Mechanismus zur Verteilung der Menschen auf die Mitgliedstaaten.

Malta hat sich bereiterklärt, alle 65 Migranten an Bord des deutschen Rettungsschiffes "Alan Kurdi" an Land zu lassen. 

In der Dauerkrise um Rettungsschiffe für Migranten legt sich Bundesinnenminister Horst Seehofer mit seinem italienischen Kollegen Matteo Salvini an. Der antwortet mit einer Provokation. Das deutsche Schiff "Alan Kurdi" dreht frustriert ab.In der Dauerkrise um Rettungsschiffe für Migranten legt sich Bundesinnenminister Seehofer mit seinem italienischen Kollegen Salvini an. Der antwortet mit einer Provokation. Das deutsche Schiff "Alan Kurdi" dreht frustriert ab und nimmt Kurs Richtung Malta.

Die Rettungsschiffe "Alan Kudri" und "Alex" liegen mit über 100 Migranten an Bord vor Italien, doch die Regierung bleibt hart, lässt sie nicht anlegen. Deutschland hat angeboten, einen Teil der Flüchtlinge aufzunehmen, doch gelöst ist das Problem damit noch lange nicht. Pro Asyl nennt das Tauziehen der EU-Staaten "unwürdig" und "erbärmlich". 

Das deutsche Rettungsschiff "Alan Kurdi" mit 65 Migranten an Bord fährt auf die italienische Insel Lampedusa zu. Italiens Innenminister Salvini will den Kutter nicht anlegen lassen. Aber die Retter sehen das Recht auf ihrer Seite.

Fast drei Viertel aller Deutschen sind laut einer Umfrage der Meinung, dass die Rettung von Flüchtlingen aus Seenot grundsätzlich nicht juristisch verfolgt werden sollte. Das ergab eine am Donnerstag veröffentlichte Erhebung des ARD-Deutschlandtrends im Auftrag der ARD-"Tagesthemen".

Wie es für Carola Rackete nach ihrer Festnahme weitergeht, darüber muss ein Ermittlungsrichter entscheiden. Die Solidarität mit der Kapitänin der "Sea-Watch 3" ist ungebrochen. Doch das allein reicht nicht, um das eigentliche Problem zu lösen.

Kapitänin Carola Rackete hat das Rettungsschiff "Sea-Watch 3" in den Hafen von Lampedusa gesteuert. Dort wurde die Deutsche sofort festgenommen und das Schiff beschlagnahmt. Damit ist eine neue Eskalationsstufe im Streit um die Seenotrettung erreicht. Das Ende zeigt, dass beide Seiten bereit sind, bis zum Äußersten zu gehen.

Weltweit sind nach Angaben der Vereinten Nationen seit 2014 im Schnitt rund 320 Kinder und Jugendliche pro Jahr im Zusammenhang mit Migration gestorben oder werden vermisst. Wie die Internationale Organisation für Migration (IOM) in einem am Freitag veröffentlichten Bericht schreibt, waren es zwischen 2014 und 2018 insgesamt fast 1.600 Migranten unter 18 Jahren.

Italiens rechtspopulistische Regierung verschärft ihre Gangart gegen Hilfsorganisationen, die Flüchtlinge aus dem Mittelmeer retten. Matteo Salvini kündigt Geldstrafen bis 50.000 Euro für die retter an.

Am Mittwochabend schallt die Eurovisions-Melodie durch den Plenarsaal des Europäischen Parlaments in Brüssel, die vielen TV-Zuschauern von "Wetten, dass ...?" oder dem "Eurovision Song Contest" vertraut ist. Zwar wird weder gewettet noch gesungen, wohl aber gewetteifert: Eineinhalb Wochen vor der Europawahl geben die Spitzenkandidaten der sechs größten Fraktionen im EU-Parlament alles, um vor laufender Kamera Wähler zu überzeugen. 

Eine Rakete aus Gaza fliegt ungewöhnlich weit und trifft ein Haus 30 Kilometer nordöstlich von Tel Aviv. Israel kündigte eine harte Reaktion an. Bricht kurz vor der Wahl der nächste Gaza-Krieg aus?

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Sea-Watch reagiert auf die anhaltenden politischen Abwehrreaktionen europäischer Staaten in der Frage, wer auf dem Mittelmeer gerettet Flüchtlinge aufnimmt. Die deutsche Organisation geht in die Offensive und hat den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eingeschaltet.

Schleuserbekämpfung im Mittelmeer ist der Auftrag, doch in der Praxis wurden vor allem Bootsflüchtlinge gerettet. Die Marine setzt die Beteiligung an dem EU-Einsatz Sophia aus. Zunächst wird kein neues Schiff geschickt.

Seit Tagen sind Rettungsschiffe deutscher Hilfsorganisationen auf dem Mittelmeer blockiert worden. Nun dürfen die Schiffe mit 49 Migranten an Bord in Malta anlegen.

Atmet denn niemand mehr auf, wenn Migranten im Mittelmeer vor dem Ertrinken gerettet werden? So scheint es, während die europäischen Staaten um eine Lösung für die blockierten Hilfsschiffe ringen. Nun schaltet sich der Papst ein.