• 20:55 Uhr: ➤ Kiew: Tausende Ukrainer wollten sich dem Wehrdienst entziehen
  • 20:01 Uhr: Selenskyj kündigt weiteren Ausbau der ukrainischen Luftabwehr an
  • 18:35 Uhr: Historiker Kershaw: Vermute, dass Krieg in halbem Jahr vorbei ist
  • 17:38 Uhr: Menschen in Cherson berichten von russischer Folter
  • 14:55 Uhr: Britischer Geheimdienst: Russland setzt neuen Kommandeur in Ostukraine ein
  • 12:12 Uhr: Klitschko kritisiert ukrainische Regierung – und äußert sich zu Selenskyj
  • 11:27 Uhr: Belarus wirft Ukraine nach Raketenfund Provokation vor
  • 10:28 Uhr: Britische Hilfe für Kampf gegen Minen und Blindgänger in Ukraine
  • 09:42 Uhr: Ukraine wehrt nächtliche Welle von Drohnenangriffen ab

Mehr News zum Krieg in der Ukraine

➤ Kiew: Tausende Ukrainer wollten sich dem Wehrdienst entziehen

  • 20:55 Uhr

Seit Ausbruch des russischen Angriffskriegs und seit Ausrufung des Kriegszustands in der Ukraine haben mehrere Tausend junge Ukrainer versucht, sich dem Wehrdienst zu entziehen. Wie die ukrainischen Grenztruppen am Freitag mitteilten, wurden knapp 12.000 Männer bei dem Versuch gefasst, die Grenze illegal in Richtung westliches Ausland zu überqueren.

Bei der illegalen Grenzüberquerung seien auch 15 Männer ums Leben gekommen. Unter anderem erfroren den Angaben zufolge zwei Männer in den Karpaten auf dem Weg nach Rumänien.

Auch in Russland versuchten Tausende junge Männer, sich dem Wehrdienst zu entziehen. Unmittelbar nach der Mobilmachung im September flohen Tausende ins Ausland, in einigen ehemaligen Sowjetrepubliken entstanden kleinere russische Kolonien. (dpa)

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Die Lage im Überblick:

Seit 24. Februar 2022 führt Russland aus der Luft und am Boden einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Kurz zuvor hatte Präsident Wladimir Putin das Existenzrecht der Ukraine als eigenständiger Staat in Zweifel gezogen und die sogenannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk in der Ostukraine anerkannt.

Die ukrainische Armee wehrt sich seitdem nach Kräften gegen die Invasoren. Auf beiden Seiten gibt es Berichten zufolge Tausende Tote, wie viele Soldaten und Zivilisten bereits starben, lässt sich jedoch nicht unabhängig überprüfen. Fakt ist: Die humanitäre Lage in der Ukraine spitzt sich mit jedem Tag zu.

Russlands Angriff auf die Ukraine: Frontverlauf im Laufe des Jahres © dpa-infografik GmbH

Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR hat inzwischen mehr als 16,5 Millionen Grenzübertritte aus der Ukraine registriert (Stand: 20. Dezember). Die Flüchtenden sind vor allem Frauen und Kinder, da Männer zwischen 18 und 60 Jahren das Land nicht verlassen dürfen. Laut UNHCR sind in dieser Zeit über 8,7 Millionen Grenzübertritte zurück in die Ukraine registriert worden (Stand: 20. Dezember).

Die EU und die USA reagierten mit Sanktionen. Außerdem liefern sie der Ukraine Waffen, auch Deutschland unterstützt das Land mit Waffenlieferungen. Auch Panzer der Klasse Gepard hat die Ukraine aus Deutschland erhalten. (dpa)

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Die weiteren Meldungen zum Krieg in der Ukraine vom 30. Dezember

Selenskyj kündigt weiteren Ausbau der ukrainischen Luftabwehr an

  • 20:01 Uhr

Als Folge immer neuer russischer Raketenangriffe auf ukrainische Städte hat Präsident Wolodymyr Selenskyj einen weiteren Ausbau der Luftabwehr angekündigt. "Im neuen Jahr wird die ukrainische Luftverteidigung noch stärker, noch effektiver", sagte Selenskyj am Freitagabend in seiner täglichen Videoansprache. Dadurch könne die Luftabwehr der Ukraine die stärkste in ganz Europa werden. "Dies wird eine Sicherheitsgarantie nicht nur für unser Land, sondern für den gesamten Kontinent sein."

Die Luftabwehr der ukrainischen Streitkräfte hat in den vergangenen Wochen bei russischen Großangriffen mit Marschflugkörpern, Raketen und sogenannten Kamikaze-Drohnen relativ hohe Abschusszahlen erreicht. Angesichts der Masse der einfliegenden Projektile konnten nicht alle Raketen abgewehrt werden. Die ukrainische Armee, die bereits eine Reihe ausländischer Flugabwehrsysteme nutzt, wartet auf den Einsatz der angekündigten US-amerikanischen Patriot-Batterie. Gegenwärtig werden ukrainische Soldaten an dem System ausgebildet. (dpa)

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Historiker Kershaw: Vermute, dass Krieg in halbem Jahr vorbei ist

  • 18:35 Uhr

Der britische Historiker Ian Kershaw geht nach eigenen Angaben davon aus, dass der russische Angriffskrieg in der Ukraine im kommenden Sommer vorbei sein wird. «Im Frühjahr werden wir sehen, ob die Ukrainer mit westlicher Unterstützung zu einer neuen Offensive bereit sind, mit der sie die Angreifer zurückdrängen können. Wenn das der Fall ist, dann könnten wir im Frühjahr oder Sommer auf dem Weg zu der einen oder anderen Lösung sein», sagte der 79-Jährige in einem Interview der «Süddeutschen Zeitung» (Online/ Freitag). Der "derzeitige Grad der Zermürbung" sei "für beide Seiten schwer zu ertragen", so der Historiker. "Deshalb vermute ich, dass der Krieg in einem halben Jahr vorbei ist."

Russlands Präsident Wladimir Putin habe sich in eine Lage gebracht, die er nie vorhergesehen habe, sagte Kershaw der Zeitung weiter. "Er befindet sich jetzt in einem Krieg, den er nicht gewinnen kann und der sehr kostspielig und schädlich ist." Nun gelte es abzuwarten, in welchem Zustand die Streitkräfte auf beiden Seiten am Ende dieses Winters sein werden. "Für die Ukraine wird das ein sehr harter Winter, aber natürlich auch für viele Russen."

Der Krieg gegen das Nachbarland habe für Moskau auch langfristige Konsequenzen, sagte Kershaw. "Russland ist jetzt isoliert, jedenfalls in Europa. In dem Sinne war die Entscheidung, in die Ukraine einzumarschieren, eine teure Entscheidung. Sie verändert Europa, wie genau, ist noch nicht absehbar", so der 79-Jährige. Klar sei allerdings schon jetzt: "Der Krieg hat uns bereits eine neue Energiepolitik aufgezwungen und eine Rezession beschert." (dpa)

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"Ich hörte die Schreie Tag und Nacht": Menschen in Cherson berichten von russischer Folter

  • 17:38 Uhr

Bewohner der südukrainischen Stadt Cherson haben gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" (Bezahlinhalt) von der Zeit der russischen Besatzung berichtet. "Ich hörte die Schreie der Gefolterten Tag und Nacht", sagte ein ehemaliger Lehrer, der gegenüber des Untersuchungsgefängnisses wohnt. "Es waren die Schreie von Männern und Frauen, die um ihr Leben fürchten." Das Gefängnis diente der "Süddeutschen Zeitung" zufolge als einer von vier oder fünf Folterkellern der russischen Besatzer. "Die Schreie waren kaum auszuhalten. Ich werde sie für den Rest meines Lebens hören. Es gab keine Menschlichkeit an diesem Ort", sagte der Lehrer.

Cherson hatte vor der Invasion rund 290.000 Einwohner. Die russische Armee hatte die Hauptstadt des gleichnamigen Gebiets etwa acht Monate lang besetzt. Mitte November gelang es der Ukraine dann, Cherson zurückzuerobern, nachdem die russischen Truppen sich an das gegenüberliegende Ufer des Flusses Dnipro zurückgezogen hatten.

Die ukrainische Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass in dem vom berüchtigten russischen Geheimdienst FSB geleiteten Untersuchungsgefängnis Hunderte bis Tausende Ukrainerinnen und Ukrainer festgehalten, verhört und gefoltert wurden. Dort seien auch Menschen ums Leben gekommen.

Ein ehemaliger ukrainischer Soldat wurde eigenen Angaben zufolge neunmal gefoltert – mit Schlägen und Stromstößen an den Ohren und den Geschlechtsorganen. 15 Kilogramm habe er in der Haft abgenommen, sagte er der Zeitung. Im Nachhinein habe er sich gewundert, wie viel die Russen zuvor über ihn gewusst hätten: "Sie haben uns seit 2014 lückenlos überwacht und abgehört. Sie haben ihre spätere Invasion genau vorbereitet." (fab)

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Britischer Geheimdienst: Russland setzt neuen Kommandeur in Ostukraine ein

  • 14:55 Uhr

Ein russischer Truppenverband in einem umkämpften Gebiet in der Ostukraine bekommt nach britischen Angaben vermutlich erneut eine neue Führung. Generalleutnant Jewgenij Nikiforow sei wahrscheinlich dabei, das Kommando über Russlands Westliche Streitkräftegruppe (WGF) zu übernehmen, schrieb das britische Verteidigungsministerium am Freitag in seinem regelmäßigen Geheimdienst-Update. Er wäre demnach der mindestens vierte Kommandeur an der Spitze des Verbands seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Februar.

Die WGF hat nach britischer Einschätzung mit ziemlicher Sicherheit die Aufgabe inne, Russlands rechte Flanke in dem Gebiet rund um die Städte Kreminna und Swatowe zu halten. Das ukrainische Militär hatte am Donnerstag ein Vorankommen bei Kreminna gemeldet. Zuvor hatte eine amerikanische Denkfabrik mitgeteilt, die russische Armee sammle im Gebiet Luhansk Truppen und rüste sich für eine Entscheidungsschlacht.

Kreminna gilt als mögliches Einfallstor, um im Osten der Ukraine weiter vordringen zu können. Das russische Militär hatte die Kleinstadt Mitte April nach schweren Kämpfen besetzt und von dort auch den weiteren Vormarsch auf den Ballungsraum zwischen Sjewjerodonezk und Lyssytschansk vorbereitet. Im Gegenzug könnte Kreminna nun den Ukrainern nach der Einnahme als Aufmarschgebiet für die Rückeroberung der beiden Großstädte dienen. (dpa)

Wladimir Putin im Kreml

London: Jewgenij Nikiforow ist neuer Kommandeur der russischen Truppen

Einmal mehr gibt es einen Wechsel an der Führungsspitze von Russlands Westlicher Streitkräftegruppe. Jewgenij Nikiforow soll nach britischen Angaben der neue Kommandeur sein – er wäre der vierte seit Beginn des Krieges.

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Klitschko kritisiert ukrainische Regierung und äußert sich zu Selenskyj

  • 12:12 Uhr

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko hat der ukrainischen Regierung Fehler zu Beginn der russischen Invasion vorgeworfen. Schon früh habe es Anzeichen für einen Einmarsch Russlands gegeben, sagte er in einem Interview mit dem "Spiegel" (Bezahlinhalt). "Deswegen habe ich für die Zivilverteidigung getrommelt, gesagt, dass wir uns vorbereiten müssen. Aber die Zentralregierung hatte gesagt, alles werde in Ordnung sein, es gebe keinen Krieg."

Klitschkos Verhältnis zum ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj galt schon vor der Invasion als angespannt. Selenskyj hatte den Hauptstadt-Bürgermeister zuletzt indirekt kritisiert: Er warf der Stadtverwaltung vor, die Energieversorgung in Kiew nach russischen Raketen- und Drohnenangriffen nicht schnell genug wiederhergestellt zu haben. Dazu sagte Klitschko nun dem "Spiegel": "Selenskyjs Kritik war ein Fehler. Wenn unsere Bürger oder unsere Partner im Ausland sehen, dass wir Feinde im Innern suchen, ist das kontraproduktiv."

Klitschko hält es für möglich, dass Wladimir Putin den Krieg auf andere Länder ausweitet. "Er könnte auch nach Deutschland einmarschieren. Das ist schwer vorstellbar? Vor einem Jahr war der Krieg in der Ukraine auch schwer vorstellbar. Wir verteidigen heute nicht nur unser Land, sondern jeden von euch!", sagte Klitschko. (fab)

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Belarus wirft Ukraine nach Raketenfund Provokation vor

  • 11:27 Uhr

Das Verteidigungsministerium in Minsk hat nach dem Fund einer Flugabwehrrakete auf belarussischem Staatsgebiet von einer möglichen Provokation Kiews gesprochen. "Entweder wurde die ungelenkte Flugabwehrrakete wegen der schlechten Ausbildung der Mannschaft unabsichtlich abgefeuert, oder die Rakete war defekt, oder aber es handelt sich um absichtliche Provokation der ukrainischen Streitkräfte", sagte der Chef der belarussischen Flugabwehr, Kirill Kasanzew, in einer am Freitag im Nachrichtenkanal Telegram verbreiteten Stellungnahme des Ministeriums.

Staatsmedien in der belarussischen Hauptstadt Minsk hatten berichtet, dass eine vom Flugabwehrsystem S-300 abgeschossene Rakete am Donnerstagvormittag auf belarussisches Staatsgebiet gefallen sei. Wegen des Vorfalls wurde in Minsk bereits der ukrainische Botschafter einberufen. Kiew seinerseits hat die Bereitschaft erklärt, an der Aufklärung des Vorfalls mitzuarbeiten.

Am Donnerstag hat die Ukraine einen massiven russischen Raketenangriff abgewehrt. Ein Teil der russischen Raketen traf dabei auch Objekte im westukrainischen Gebiet Lwiw. "Daher ist auch eine Provokation von Seiten des Terroristen-Staats Russland nicht auszuschließen, der eine Flugroute seiner Marschflugkörper so ausgewählt hat, um ihren Abschuss im Luftraum über Belarus zu provozieren", hieß es in einer Erklärung des ukrainischen Verteidigungsministeriums. Das wäre ein ähnlicher Vorfall wie im November, als polnisches Gebiet getroffen wurde. (dpa)

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Britische Hilfe für Kampf gegen Minen und Blindgänger in Ukraine

  • 10:28 Uhr

Großbritannien unterstützt die Ukraine bei der Räumung von Minen und nicht explodierten Geschossen. Es seien mehr als 1000 Metalldetektoren und 100 Ausrüstungspakete zur Bombenentschärfung geliefert worden, teilte das Verteidigungsministerium in London am Freitag mit. "Russlands Einsatz von Landminen sowie Angriffe auf zivile Infrastruktur unterstreichen die schockierende Grausamkeit der Invasion (des russischen Präsidenten Wladimir) Putins", sagte Ressortchef Ben Wallace. "Dieses neue britische Unterstützungspaket wird der Ukraine helfen, Land und Gebäude sicher zu räumen, während sie ihr rechtmäßiges Territorium zurückerobert."

London ist einer der größten Lieferanten der Ukraine für Waffen, aber auch anderer Unterstützung. Bisher wurden mehr als 11.000 ukrainische Soldaten in Großbritannien ausgebildet. (dpa)

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Ukraine wehrt nächtliche Welle von Drohnenangriffen ab

  • 09:42 Uhr

Die ukrainische Flugabwehr hat nach Behördenangaben in der Nacht zum Freitag Drohnenangriffe in Kiew und Umgebung sowie im Osten des Landes abgewehrt. "Russland hat wieder auf unsere Infrastrukturobjekte gezielt", teilte der Militärgouverneur des Kiewer Umlands, Olexij Kuleba, am Freitag in seinem Telegram-Kanal mit. Seinen Angaben zufolge schoss die Flugabwehr die Drohnen ab. Schäden habe es nicht gegeben.

Auch die Stadtverwaltung in Kiew berichtete über den weitgehend glimpflichen Verlauf der nächtlichen Attacke. Fünf Drohnen wurden demnach über der Hauptstadt abgeschossen. Dabei seien ein Verwaltungsgebäude teilweise zerstört und die Fenster eines Wohnhauses beschädigt worden. Über Tote und Verletzte gab es keine Berichte.

"Die zweite Nacht in Folge haben unsere Himmelsschützer alle fünf feindlichen 'Shahed' (Drohnen) ausgeschaltet, die über dem Gebiet waren", teilte zudem der Militärgouverneur der Region Dnipropetrowsk um die Millionenstadt Dnipro, Walentyn Resnitschenko, in seinem Telegram-Kanal mit. Demnach gab es Angriffe in drei verschiedenen Landkreisen. Im angrenzenden Gebiet Saporischschja wurden laut dem Einsatzkommando Ost der ukrainischen Armee ebenfalls alle angreifenden Drohnen vernichtet. (dpa)

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Nato-Generalsekretär ruft zu mehr Waffenlieferungen auf

  • 08:50 Uhr

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat Deutschland und die anderen Bündnisstaaten zu weiteren Waffenlieferungen an die Ukraine aufgerufen. "Es mag paradox klingen, aber militärische Unterstützung für die Ukraine ist der schnellste Weg zum Frieden", sagte der Norweger der Deutschen Presse-Agentur zum Jahreswechsel.

Hintergrund sei, dass Russlands Präsident Wladimir Putin davon überzeugt werden müsse, dass er sein Ziel, die Kontrolle über die Ukraine zu übernehmen, nicht erreichen werde. Dann könne es eine friedliche Verhandlungslösung geben, die ein Überleben der Ukraine als unabhängiger demokratischer Staat gewährleiste. (dpa)

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Selenskyj-Beraterin: 15.000 Vermisste in Ukraine seit Kriegsbeginn

  • 07:31 Uhr

Seit Kriegsbeginn in der Ukraine werden nach Angaben der ukrainischen Präsidentenberaterin Alona Verbytska Tausende Soldaten und Zivilisten vermisst. "Russland hat aktuell 3392 ukrainische Kriegsgefangene bestätigt, aber in der Ukraine gelten derzeit 15 000 Menschen als vermisst, darunter viele Zivilisten", sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Freitag). Das Schicksal dieser Menschen sei völlig ungewiss, sagte Verbytska, die sich als Ombudsfrau für die Rechte ukrainischer Soldaten engagiert.

"Wir wissen nicht, was mit ihnen geschehen ist", sagte sie. "Befinden sie sich auch in russischer Kriegsgefangenschaft, sind sie aus russisch besetzten Gebieten verschleppt oder womöglich längst umgebracht worden?" Diese Ungewissheit sei vor allem für die Angehörigen schrecklich, erklärte Verbytska, die auch Beraterin von Präsident Wolodymyr Selenskyj ist und bei der Suche nach Vermissten hilft.

Ukrainische Behörden haben wiederholt darauf hingewiesen, dass ganze Familien und auch Kinder aus den besetzten Gebieten nach Russland verschleppt würden. (dpa)

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Mit Material von dpa, Reuters und AFP

Die Ticker der vergangenen Tage zum Nachlesen:

Wladimir Putin bei Videoschalte

Putin weiht Kriegsschiffe ein und rühmt russische Marine

Das russische Militär gilt nach wie vor als veraltet und unorganisiert. Das soll sich nach dem Willen von Staatschef Putin nun ändern. Er setzt auf neue Kriegsschiffe und "modernste Waffensysteme".
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