• 23:36 Uhr: Geheimbericht über Moskaus Militärprobleme veröffentlicht
  • 23:32 Uhr: ➤ Wagner-Chef Prigoschin erhebt schwere Vorwürfe gegen die russische Armee
  • 22:10 Uhr: Partisanen-Gruppe will russische Gefangene an Kiew übergeben
  • 20:50 Uhr: Offenbar auch Polen an Kämpfen in Belgorod beteiligt
  • 17:29 Uhr: Gouverneur: Kämpfe in russischem Grenzdorf Nowaja Tawolschanka
  • 16:04 Uhr: Gouverneur meldet anhaltenden Beschuss in russischer Grenzregion
  • 14:23 Uhr: Frühere ukrainische Tennis-Olympia-Teilnehmerin trauert um Sohn
  • 13:52 Uhr: Behörden rufen Bewohner von russischem Grenzbezirk Schebekino zu Evakuierung auf
  • 11:34 Uhr: Neue russische Angriffe auf Ukraine – Flugplatz getroffen
  • 11:17 Uhr: Britischer Geheimdienst: Russlands Beamtentum "paranoid" und verunsichert

Mehr News zum Krieg in der Ukraine

➤ Söldnerchef Prigoschin wirft Armee Verminung von Rückzugswegen vor

  • 23:32 Uhr

Der Chef der russischen Söldnergruppe Wagner, Jewgeni Prigoschin, hat erneut schwere Vorwürfe gegen die reguläre russische Armee erhoben. Soldaten hätten Mitte Mai eine Straße vermint, auf der seine Kämpfer aus der mittlerweile eroberten ostukrainischen Stadt Bachmut hätten herausfahren wollen, teilte Prigoschin am Sonntagabend auf Telegram mit. Er veröffentlichte auch ein Dokument, das ein Einsatzprotokoll von Mitte Mai darstellen soll und in dem zudem von Schusswechseln zwischen Wagner-Söldnern und Soldaten die Rede ist. Überprüft werden konnten diese Anschuldigungen nicht. Das Verteidigungsministerium in Moskau äußerte sich nicht.

Prigoschin hatte ähnliche Vorwürfe bereits vor wenigen Tagen erhoben. Das US-Institut für Kriegsstudien (ISW) wertet sie als möglichen Versuch des 62-Jährigen, durch den Streit mit dem Verteidigungsministerium von kürzlich aufgekommenen Spannungen zwischen seiner Truppe und Kämpfern von Tschetscheniens Machthaber Ramsan Kadyrow abzulenken.

Mehr als 15 Monate nach dem Einmarsch in die Ukraine toben in Russlands Militärführung Machtkämpfe, die deutlich zutage treten. Immer wieder wetterte Prigoschin zuletzt gegen Verteidigungsminister Sergej Schoigu, dem er schlechte Kriegsführung und eine mangelhafte Versorgung der Wagner-Kämpfer mit Munition vorwarf.

Die Lage im Überblick

Seit 24. Februar 2022 führt Russland aus der Luft und am Boden einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Kurz zuvor hatte Präsident Wladimir Putin das Existenzrecht der Ukraine als eigenständiger Staat in Zweifel gezogen und die sogenannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk in der Ostukraine anerkannt.

Die ukrainische Armee wehrt sich seitdem nach Kräften gegen die Invasoren. Auf beiden Seiten gibt es Berichten zufolge Tausende Tote. Wie viele Soldaten und Zivilisten bereits starben, lässt sich jedoch nicht unabhängig überprüfen. Fakt ist: Die humanitäre Lage in der Ukraine spitzt sich mit jedem Tag zu.

Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR hat inzwischen fast als 8,3 Millionen ukrainische Flüchtlinge in Europa registriert (Stand: 23. Mai). Die Flüchtenden sind vor allem Frauen und Kinder, da Männer zwischen 18 und 60 Jahren das Land in den meisten Fällen nicht verlassen dürfen.

Die EU und die USA reagierten mit Sanktionen. Außerdem liefern sie der Ukraine Waffen, auch Deutschland unterstützt das Land mit Waffenlieferungen. Auch Panzer der Klasse Gepard hat die Ukraine aus Deutschland erhalten. (dpa)

Russlands Angriff auf die Ukraine © dpa-infografik GmbH

Die weiteren Nachrichten zum Krieg in der Ukraine vom 4. Juni

Recherche: Geheimbericht über Moskaus Militärprobleme veröffentlicht

  • 23:36 Uhr

Russlands Militär hat Recherchen von Investigativjournalisten zufolge versehentlich einen Text über Probleme bei der Mobilmachung für den Krieg gegen die Ukraine veröffentlicht - und kurz darauf wieder gelöscht. Das bekannte russische Portal "The Insider" veröffentlichte den Link zu einem Eintrag im Web-Archiv, wo der Text noch einsehbar ist.

In dem Dokument, das demnach kurzzeitig in einer Online-Zeitschrift des russischen Verteidigungsministeriums abzurufen war, benannte der russische Mobilisierungsbeauftragte Jewgeni Burdinski mit Blick auf die Rekrutierungswelle im vergangenen Herbst zwei Hauptprobleme: "die fehlende Bereitschaft eines Teils der Gesellschaft zur Erfüllung der militärischen Pflichten" sowie "die Bereitstellung von militärischer Ausrüstung und die Unterbringung des Personals".

Partisanen-Gruppe will russische Gefangene an Kiew übergeben

  • 22:10 Uhr

Eine pro-ukrainische Gruppe von russischen Partisanen hat während eines grenzüberschreitenden Überfalls sieben russische Soldaten ergriffen. Die Gruppe mit dem Namen Russisches Freiwilligenkorps teilt auf Telegram in einem Video mit, dass sie die Soldaten nun den ukrainischen Behörden übergeben wolle. Grund dafür sei, dass Wjatscheslaw Gladkow, Gouverneur im russischen Belgorod, nicht zu einem geplanten Treffen mit den russischen Partisanen erschienen sei. Bei diesem sollte es um die Freilassung gefangener russischer Soldaten gehen.

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Offenbar auch Polen an Kämpfen in Belgorod beteiligt

  • 20:50 Uhr

An den Kämpfen in der russischen Region Belgorod an der Grenze zur Ukraine sind nach polnischen Medienberichten auch Polen beteiligt. Dabei handele sich um Söldner, die unter dem Namen "Polnisches Freiwilligenkorps" auf der Seite der ukrainischen Armee kämpften, berichteten die Online-Nachrichtenportale "Polsatnews.pl" und "Wprost.pl" am Sonntag. Sie beriefen sich auf eigene Mitteilungen der Gruppe im Messaging-Dienst Telegram und ein Video, das Soldaten auf dem Weg in Richtung Belgorod zeigen soll.

Nach Informationen von "Polsat" soll das "Polnische Freiwilligenkorps" im Februar gegründet worden sein. Anfangs habe es als nur aus Polen bestehende eigenständige Einheit an der Seite der ukrainischen Armee gekämpft. Inzwischen agiere die Truppe auch gemeinsam mit einem "Russischen Freiwilligenkorps". Wie viele Polen beteiligt sein sollen, ging aus den Berichten nicht hervor.

Russland führt seit mehr als 15 Monaten einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Inzwischen gibt es immer wieder auch Kämpfe und Angriffe auf russischem Boden, insbesondere in der Region Belgorod. (dpa)

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Gouverneur: Kämpfe in russischem Grenzdorf Nowaja Tawolschanka

  • 17:29 Uhr

In einem russischen Dorf an der Grenze zur Ukraine haben nach Angaben des Gouverneurs der Region am Sonntag Kämpfe stattgefunden. Eine "Sabotagegruppe" sei in den Ort Nowaja Tawolschanka gekommen, es werde gekämpft, teilte der Gouverneur von Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, im Onlinedienst Telegram mit. Zu den angeblichen Saboteuren merkte er an: "Ich hoffe, sie werden alle vernichtet."

Zugleich erklärte sich Gladkow zu Verhandlungen mit pro-ukrainischen russischen Kämpfern bereit, die sich zu Angriffen in der Grenzregion bekannt hatten. "Das Einzige, was mich davon abhält, mit ihnen zu verhandeln, sind unsere Männer, die in ihren Händen sind", erklärte der Gouverneur.

Die russische Grenzregion Belgorod lag laut den dortigen Behörden seit Tagen unter Beschuss. Dabei wurden den Angaben zufolge mehrere Zivilisten getötet. Gladkow rief am Sonntag die Einwohnerinnen und Einwohnern von Dörfern im Bezirk Schebekino auf, ihre Häuser zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen.

Mehr als 4.000 Menschen seien bereits in provisorischen Unterkünften in der Region Belgorod untergebracht, teilte der Gouverneur mit. Am Sonntag sollten Minderjährige aus Grenzdörfern und Kinder von in der Ukraine kämpfenden Soldaten in Jugendlager gebracht werden, kündigte er an.

Am Donnerstag hatte die russische Armee mitgeteilt, unter Einsatz von Artillerie und Kampfjets eine versuchte "Invasion" ukrainischer Einheiten auf dem Landweg nach Belgorod abgewehrt zu haben. (AFP)

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Gouverneur meldet anhaltenden Beschuss in russischer Grenzregion

  • 16:04 Uhr

Der Gouverneur der an die Ukraine grenzenden russischen Region Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, hat über anhaltenden Beschuss berichtet. Mancherorts seien Trümmer von Flugobjekten, die die Luftverteidigung abgeschossen habe, vom Himmel gefallen, schrieb Gladkow am Sonntag im Messaging-Dienst Telegram. Zuvor hatte er berichtet, dass am Samstag zwei Menschen getötet worden seien. 4.000 sollen in Sicherheit gebracht worden sein.

Die aufseiten der Ukrainer kämpfende, aus russischen Nationalisten bestehende paramilitärische Vereinigung "Russischer Freiwilligenkorps" veröffentlichte ein Video, das Kämpfer in der Grenzstadt Schebekino zeigen soll. Die Gruppe behauptete auch, russische Soldaten als Gefangene genommen zu haben. Unabhängig überprüfen ließ sich das zunächst nicht.

Russland, das vor mehr als 15 Monaten einen Angriffskrieg gegen das Nachbarland Ukraine begonnen hat, beklagte in den vergangenen Wochen zunehmenden Beschuss des eigenen Staatsgebiets. Opferzahlen und Schäden stehen allerdings in keinem Verhältnis zu den Kriegsfolgen in der Ukraine, wo seit Beginn der russischen Invasion Tausende Zivilisten getötet wurden. (dpa/tas)

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Frühere ukrainische Tennis-Olympia-Teilnehmerin trauert um Sohn

  • 14:23 Uhr

Die frühere ukrainische Olympia-Teilnehmerin Anna Saporoschanowa trauert nach Angaben des Tennisverbands des Landes um ihren im Krieg umgekommenen Sohn. Der 21 Jahre alte Ostap sei an der Front im Bereich Donezk gestorben, teilte der ukrainische Verband am Wochenende auf Telegram mit. Saporoschanowa nahm in ihrer Karriere im Doppel an den Olympischen Spielen 2000 in Sydney sowie den US Open teil.

Der russische Angriffskrieg in der Ukraine steht auch bei den French Open immer wieder im Fokus. Ukrainische Spielerinnen geben ihren Kontrahentinnen aus Russland und Belarus nach den Partien nicht die Hand und posieren nicht für gemeinsame Fotos.

"Wir sind Ukrainer, wir sind alle vereint für ein Ziel, für das Ziel, den Krieg zu gewinnen. Und wir tun alles dafür", erklärte Jelina Switolina nach ihrem Achtelfinaleinzug dazu. "Ich mache alles Mögliche, um die Männer und Frauen, die gerade an der Front für unser Land kämpfen, zu unterstützen, so dass sie guter Dinge sind."

Russische und belarussische Spielerinnen werden beim Sandplatzklassiker in Paris immer wieder gefragt, wie ihre Haltung zum Krieg ist. Die Weltranglistenzweite Aryna Sabalenka verweigerte nach vorherigen kritischen politischen Fragen in Absprache mit den Organisatoren nach ihrem Drittrundensieg eine offene Pressekonferenz und verwies auf ihre "mentale Gesundheit".

Zuvor war Sabalenka unter anderem zum belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko und ihrer Botschaft zum Krieg gefragt worden. Dabei sagte die Australian-Open-Siegerin, dass sie den Krieg beenden würde, wenn sie dies könnte. (dpa/tas)

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Behörden rufen Bewohner von russischem Grenzbezirk Schebekino zu Evakuierung auf

  • 13:52 Uhr

Nach tagelangem Beschuss der an der Grenze zur Ukraine gelegenen russischen Region Belgorod haben die Behörden die Einwohner dortiger Dörfer aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. Er bitte darum, dass die Einwohner der Dörfer des Bezirks Schebekino die Appelle der Behörden beachteten und "ihre Häuser vorübergehend verlassen", erklärte der Gouverneur von Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, am Sonntag im Onlinedienst Telegram.

Es sei eine weitere "unruhige Nacht" in Schebekino mit "vielen Schäden" gewesen, berichtete Gladkow. Ziel sei es nun, "das Wichtigste zu schützen: Ihr Leben und das Leben Ihrer Angehörigen".

Mehr als 4.000 Menschen seien bereits in provisorischen Unterkünften in der Region Belgorod untergebracht, teilte Gladkow mit. Am Sonntag sollten Minderjährige aus Grenzdörfern und Kinder von in der Ukraine kämpfenden Soldaten in Jugendlager gebracht werden, kündigte er an.

Der Bezirk und die gleichnamige Stadt Schebekino in der westlichen Region Belgorod an der Grenze zur Ukraine waren in den vergangenen Tagen nach russischen Angaben täglich von Granaten getroffen worden. Dabei wurden den Angaben zufolge mehrere Zivilisten getötet.

Am Donnerstag hatte die russische Armee mitgeteilt, unter Einsatz von Artillerie und Kampfjets eine versuchte "Invasion" ukrainischer Einheiten auf dem Landweg nach Belgorod abgewehrt zu haben. (AFP)

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Neue russische Angriffe auf Ukraine – Flugplatz getroffen

  • 11:34 Uhr

Bei neuen russischen Angriffen ist in der Zentralukraine offiziellen Angaben zufolge ein Flugplatz getroffen worden. Insgesamt seien in der Nacht auf Sonntag sechs Marschflugkörper auf sein Land abgefeuert worden, sagte der Sprecher der ukrainischen Luftstreitkräfte, Juryj Ignat. "Von sechs Marschflugkörpern wurden vier durch die Luftabwehr zerstört und zwei trafen leider einen Flugplatz in der Nähe von Kropywnyzkyj." Über das Ausmaß der Schäden war zunächst nichts bekannt.

Russland feuerte demnach auch fünf Kampfdrohnen auf das Nachbarland ab, von denen drei abgefangen werden konnten. Die Ukraine, die sich seit mehr als 15 Monaten gegen den russischen Angriffskrieg verteidigt, wird derzeit täglich von auch weit weg von der Front beschossen. Häufig und schwer betroffen ist auch die Hauptstadt Kiew.

Unterdessen meldeten auch die russischen Besatzer auf der annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim Drohnenangriffe, die demnach alle abgewehrt worden seien. "Die Krim soll spüren, dass sie zur Ukraine gehört", kommentierte die Sprecherin der ukrainischen Heeresgruppe Süd, Natalja Humenjuk, wenig später. (dpa)

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Britischer Geheimdienst: Russlands Beamtentum "paranoid" und verunsichert

  • 11:17 Uhr

Die Unterdrückung von Kritik am russischen Angriffskrieg in der Ukraine nimmt in Russland nach Darstellung britischer Geheimdienstexperten absurde Züge an. Die Behörden seien "paranoid" und verunsichert, was in einem "zunehmend totalitären System" als zulässig gelte, hieß es im täglichen Geheimdienstbericht des Verteidigungsministeriums in London am Sonntag.

Selenskyj kündigt an: Ukraine bereit für Gegenoffensive

Die Ukraine könnte bald ihre Gegenoffensive im Krieg mit Russland starten. Laut Präsident Wolodymyr Selenskyj ist das Land bereit.

So werde wohl das öffentliche Zurschaustellen von Gegenständen in den Farben der ukrainischen Flagge, blau und gelb, verfolgt. Beispielsweise sei Berichten zufolge der Mitarbeiter eines Pflegeheims festgenommen worden, weil er in einer blau-gelben Jacke zur Arbeit erschienen sei. Ein anderer Mann sei ins Visier der Sicherheitsbehörden geraten, weil er die blau-gelbe Fahne der russischen Luft- und Weltraumkräfte gezeigt habe.

Kritik an dem Vorgehen komme inzwischen selbst von der ultra-nationalistischen Liberal-Demokratischen Partei Russlands, die den Krieg in der Ukraine unterstütze, aber ebenfalls ein blau-gelbes Logo habe.

Das Verteidigungsministerium in London veröffentlicht seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine unter Berufung auf Geheimdienstinformationen täglich Informationen zum Kriegsverlauf. Moskau wirft London eine Desinformationskampagne vor. (dpa/tas)

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Ein Kind bei Luftangriff auf Wohnviertel in der Ukraine getötet

  • 08:33 Uhr

Bei einem Luftangriff auf ein Wohnviertel in der ukrainischen Stadt Dnipro ist ein zweijähriges Kind getötet worden. Bei dem Beschuss im Zentrum des Landes wurden in der Nacht zum Sonntag nach Behördenangaben zudem insgesamt mindestens 22 Menschen verletzt. In Kiew konnten die ukrainischen Streitkräfte den Behörden zufolge mehrere Raketen und Drohnen abwehren.

Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj machte in einem Facebook-Eintrag Russland für den Angriff verantwortlich und erklärte, unter den Trümmern seien noch weitere Menschen eingeschlossen. Der Staatschef veröffentlichte ein Video, das zeigte, wie Einsatzkräfte in den Trümmern nach Verschütteten suchten.

"In der Nacht wurde die Leiche eines Mädchens unter den Trümmern eines Hauses in der Gemeinde Pidhorodnenska geborgen", erklärte der Gouverneur der Region Dnipropetrowsk, Serhij Lysak, am Sonntagmorgen im Onlinedienst Telegram. Das Kind sei kurz zuvor zwei Jahre alt geworden.

Zudem seien insgesamt 22 Menschen verletzt worden, darunter fünf Kinder. Zuvor hatten Ärzte seinen Angaben zufolge den Zustand von drei verletzten Jungen als "ernst" eingestuft. Sie befänden sich in Operationssälen.

In Kiew erklärte der Chef der Militär- und Zivilverwaltung, Serhij Popko, die Luftabwehr der Hauptstadt habe mehrere Raketen und Drohnen abgewehrt. Nach vorläufigen Informationen habe "keine einzige" auf die Hauptstadt gerichtete Rakete Kiew erreicht, erklärte Popko am Sonntag auf Telegram. Die Luftverteidigungskräfte hätten "alles zerstört, was sich aus großer Entfernung auf die Stadt zubewegte". In der zweiten Nacht in Folge hätten die Hauptstadtbewohner "keine Explosionen über der Stadt" gehört.

Die russischen Luftangriffe auf die Ukraine haben in den vergangenen Wochen zugenommen. Die ukrainische Armee greift ihrerseits vermehrt russische Orte aus der Luft an. Die Ukraine bereitet sich seit Monaten auf eine Gegenoffensive vor. Am Samstag verkündete Selenskyj, dass die Vorbereitungen nun abgeschlossen seien. (AFP)

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Dmitri Peskow

Kremlsprecher Dmitri Peskow wirft dem Westen Russophobie vor

Nach Drohnenangriffen auf Moskau hat der Kremlsprecher Dmitri Peskow Deutschland und den anderen westlichen Staates in ihren Reaktionen Russenfeindlichkeit vorgeworfen.
Mit Material von dpa und AFP

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