Diesen Wunsch erfüllen die Verantwortlichen des FC Bayern München ihrem Trainer Thomas Tuchel: Der frühere Coach des BVB arbeitet ab der Saison 2023/24 wieder mit Raphael Guerreiro zusammen. Der Portugiese war ablösefrei zu haben.

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Ein Strahlen im Gesicht, den Daumen nach oben: Raphael Guerreiro zeigte sich nach seiner Unterschrift beim FC Bayern in bester Laune - und auch Thomas Tuchel dürfte hocherfreut sein: Der Trainer des deutschen Rekordmeisters bekommt im heißen Münchner Transfersommer seinen ersten Wunschspieler - und den auch noch ablösefrei vom Erzrivalen Borussia Dortmund.

Raphael Guerreiro hat nicht lange überlegt

"Als der Anruf vom FC Bayern kam, war meine Entscheidung schnell getroffen. Es ist eine Ehre für mich, für diesen großen Verein spielen zu dürfen", sagte der portugiesische Nationalspieler Guerreiro, "und ich schätze auch Thomas Tuchel aus unserer gemeinsamen Zeit bei Dortmund sehr."

Der Neue zähle "seit Jahren zu den besten und konstantesten Spielern der Bundesliga", sagte Bayern-Vorstandschef Jan-Christian Dreesen stolz. "Der Trainer und wir als Verantwortliche sind uns einig, dass er unser Spiel zweifellos bereichern wird."

Borussia Dortmunds Raphael Guerreiro am 1. April 2023 bei einem Kopfball in München
Borussia Dortmunds Raphael Guerreiro köpft am 1. April 2023 in München den Ball im Bundesliga-Topspiel beim FC Bayern München. Ab dem 1. Juli 2023 ist Guerreiro selbst ein Münchner, wechselt ablösefrei die Seiten. © IMAGO/Nordphoto/Straubmeier

Raphael Guerreiro hat bis 2026 unterschrieben

Der 29-Jährige, 2016 mit Portugal Europameister, erhält einen Dreijahresvertrag bis 2026. Doch der Transfer des flexibel einsetzbaren Guerreiro, der in sieben Jahren beim BVB 224 Pflichtspiele bestritt, dürfte nur der zweite Schritt beim dringend benötigten Kader-Umbau gewesen sein.

Den Anfang machte Mittelfeld-Abräumer Konrad Laimer von RB Leipzig, den sich noch Julian Nagelsmann gewünscht hatte. Doch auch in der Abwehr soll noch nachgebessert werden, ganz oben auf der Liste stehen Min-Jae Kim vom SSC Neapel und Kyle Walker (Manchester City).

Bei beiden sind die Gespräche angeblich weit fortgeschritten. Offen sind die Ablösesummen. Kim und Walker könnten die abwanderungswilligen Lucas Hernandez, der zu Paris St. Germain möchte, und Benjamin Pavard ersetzen. Auch Innenverteidiger Pau Torres (FC Villarreal) steht auf der Münchner Liste.

Noch immer gibt es keinen Nachfolger für Robert Lewandowski

Der größte Handlungsbedarf besteht aber nach wie vor auf der Stürmerposition. Die Suche gestaltet sich schwierig: Harry Kane (Tottenham Hotspur), Randal Kolo Muani (Eintracht Frankfurt) und Victor Osimhen (SSC Neapel) sind offenbar zu teuer oder nicht interessiert - oder beides. Spekuliert wird weiter über Dusan Vlahovic (Juventus Turin), Goncalo Ramos (Benfica Lissabon) und Rasmus Höjlund (Atalanta Bergamo). Auch der Bremer Nationalstürmer Niclas Füllkrug wird hie und da genannt.

Galerie: Die Transfergerüchte rund um den FC Bayern München

Bleibt noch die Frage nach möglichen Abgängen bei den Bayern: Daley Blind und Joao Cancelo sind schon weg, Hernandez und Pavard zieht es weg, der als "Weltstar" verpflichtete Sadio Mane soll nach nur einem Jahr wie Bouna Sarr wieder gehen. Auch bei Ryan Gravenberch oder Rückkehrer Marcel Sabitzer sind die Bayern gesprächsbereit. Ein Fragezeichen steht hinter der Zukunft von Torwart Yann Sommer. (sid/hau)



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