Erst Effe, dann Tuchel, dann Klopp: Diese drei Highlights erwarten die Fußballfans am Wochenende. Stefan Effenberg gibt sein Trainerdebüt für den SC Paderborn, Jürgen Klopp steht vor seinem ersten Spiel mit dem FC Liverpool und Thomas Tuchel kehrt an seine alte Wirkungsstätte nach Mainz zurück.

Stefan Effenbergs erstes Spiel als Trainer beim SC Paderborn

Noch bevor heute Abend um 18:30 Uhr das Spiel zwischen dem SC Paderborn und Eintracht Braunschweig (live bei Sky und bei uns im Ticker) angepfiffen wird, werden alle Augen auf den neuen Trainer gerichtet sein: Stefan Effenberg. Der Coach des schwach gestarteten Bundesliga-Absteigers bekommt es bei seinem Trainerdebüt gleich mit der Eintracht aus Braunschweig zu tun, die momentan auf Platz vier in der Tabelle liegt und nach einem mäßigen Saisonstart nur eines der letzten sieben Spiele verlor. Keine leichte Aufgabe für den Neuling an der Seitenlinie.

An Effes Seite: Sören Osterland, ein 26 Jahre alter Fußballlehrer, der seinen Trainerschein gemeinsam mit Effenberg gemacht hat und mit der Note 1,0 abgeschlossen hat. Er ist der jüngste Trainer Deutschlands. Ab heute Abend sitzt er gemeinsam mit seinem Jugendidol auf der Paderborner Trainerbank. Die Rolle, die er beim SC Paderborn einnimmt, ist vergleichbar mit der von Joachim Löw unter Jürgen Klinsmann bei der WM 2006. Effenberg ist der emotionale Chef, Osterland der Analytiker.

Thomas Tuchel kehrt nach Mainz zurück

Nur zwei Stunden später rollt auch in er Bundesliga wieder der Ball. Im Freitagsspiel treffen der FSV Mainz 05 und Borussia Dortmund aufeinander (20:30 Uhr live bei Sky und bei uns im Ticker). Thomas Tuchel kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück. Harald Strutz, Präsident des FSV, sorgte Anfang der Woche für Schlagzeilen, als er den Abgang Tuchels erneut kritisierte. "Wir haben unterschiedliche Auffassungen von Respekt. Sein Abgang war schon grenzwertig", wird Strutz in der "Bild"-Zeitung zitiert.

Tuchel war im Mai 2104 ein Jahr vor Vertragsende von seinem Trainerposten zurückgetreten, was zu Streitigkeiten zwischen ihm und dem Mainzer Vorstand führte. Dortmunds Trainer reagierte gelassen auf die Aussage seines ehemaligen Präsidenten und blickt stattdessen auf eine schöne Zeit bei den Mainzern zurück. "Mainz ist fast zu meiner zweiten Heimat geworden. Es war nicht nur beruflich eine sehr einschneidende und außergewöhnliche Zeit."

Jürgen Klopps Premiere beim FC Liverpool

Das dritte Highlight des Wochenendes ist das mit Spannung erwartete erste Spiel von Jürgen Klopp als Trainer des FC Liverpool (13:30 Uhr live bei Sky). "The normal one" muss bei seinem Debüt bei den Tottenham Hotspur ran, die bislang nur ein Spiel verloren haben und sogar den Vizemeister Manchester City mit 4:1 nach Hause schickten. Nicht das einfachste Spiel für Klopp, um Liverpool in der Tabelle wieder Richtung Champions League zu führen. Unter zusätzlichen Druck von den Fans will sich Klopp aber nicht setzen lassen: "Der Druck, den ich mir selbst mache, ist schon groß genug. Mir braucht niemand zu sagen, dass ich erfolgreich sein muss. Das weiß ich selbst", sagte Klopp am Donnerstag.

Zwar liegt Liverpool aktuell nur auf Platz zehn in der Premier League, doch bis zu den Champions-League-Plätzen fehlen den "Reds" drei Punkte. Mit einem Sieg gegen Tottenham könnte Liverpool also einen großen Sprung in der Tabelle machen und wieder Kontakt zu den vorderen Rängen herstellen.