Wenn es um seinen 1. FC Köln geht, versteht Lukas Podolski keinen Spaß. Erst recht nicht, wenn der rheinische Rivale aus Leverkusen den Mund aufreißt.

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Der 1. FC Köln ist wieder wer in der Bundesliga. Das 4:0 über den SC Freiburg ist der höchste Sieg in der laufenden Saison.

Der fünfte Erfolg aus den letzten sechs Bundesligaspielen lässt die Kölner Brust vor dem Gang zum brisanten Derby bei Borussia Mönchengladbach voller Stolz anschwellen.

Davon zeugt auch ein Tweet, den FC-Legende Lukas Podolski bereits vor dem hohen Sieg über Freiburg absetzte. "Schwachsinn am Werk" kommentierte der 130-malige Nationalspieler eine verbale Spitze aus Leverkusen. "Egal, ob Mailand oder Atlético Madrid - Hauptsache Señor Carro weiß seit dem letzten Derby, dass in Köln Fußball gespielt wird. Viel warme Luft unterm Bayer-Kreuz!"

Seit dem Sieg über Leverkusen läuft es beim 1. FC Köln

Ausgerechnet im Derby gegen Leverkusen hatte der 1. FC Köln durch ein 2:0 seine Lebensgeister wieder geweckt. Vor diesem 15. Spieltag hatte der Aufsteiger sieben Mal nacheinander nicht gewonnen und sechs dieser sieben Partien sogar verloren. Seitdem gab es weitere vier Siege und nur die 1:5-Pleite beim BVB.

Trotzdem hatte Bayers spanischer Geschäftsführer Fernando Carro im Rahmen einer Podiumsdiskussion beim Sportbusiness-Treffen SPOBIS in Düsseldorf von oben herab auf den FC gedeutet: "Zu uns kommen Klubs wie Atlético Madrid, die wissen nicht mal, dass es in Köln einen Bundesliga-Verein gibt." Das saß.

Rudi Völler und Simon Rolfes verteidigen den Transfer von Florian Wirtz

Hintergrund des Giftens ist der Wechsel des U-17-Nationalspielers Florian Wirtz aus Köln nach Leverkusen. Dessen Geschäftsführer Sport, Rudi Völler, hatte das Wildern im Revier des rheinischen Rivalen zuvor im "kicker" verteidigt: "Wirtz nicht zu holen, wäre fahrlässig gewesen."

Bayer Leverkusen brach mit diesem Transfer aus Kölner Sicht die Absprache mit dem FC, sich gegenseitig keine Jugendspieler abzuwerben.

Leverkusens Sportdirektor Simon Rolfes widersprach im "Express" dieser Auffassung: "Es gibt kein schriftliches Agreement oder ähnliches", betonte der frühere Nationalspieler. Zudem sei "Florian Wirtz ein Sonderfall. Es ist ganz einfach: Wir waren sehr überrascht, dass sein Vertrag ausläuft. Dass ein Spieler dieser Qualität ab Sommer keinen Vertrag mehr hat." Leverkusen habe zugeschlagen, "weil er sonst womöglich woanders hingewechselt wäre."

Wirtz hatte neuneinhalb Jahre das Trikot der Kölner getragen und im vergangenen Sommer mit ihnen die Deutsche Meisterschaft im U-17-Bereich errungen.

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