Stefan Effenberg kritisiert die Jugendarbeit beim FC Bayern. Laut dem ehemaligen FCB-Kapitän sei es für junge Spieler schwer, sich beim Deutschen Rekordmeister zu etablieren. Auch Ehrenpräsident Uli Hoeneß gesteht Fehler bei der Nachwuchsarbeit ein.

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Der frühere Nationalspieler Stefan Effenberg sieht beim FC Bayern kaum eine Perspektive für Talente. "Ich glaube, junge Spieler sind gewarnt. Sie haben über die Jahre mitbekommen, dass es beim FC Bayern ganz, ganz schwer wird", schrieb Effenberg in seiner t.online-Kolumne. Uli Hoeneß habe es "schon vor zehn Jahren gesagt: Der FC Bayern ist kein Ausbildungsklub. Und das werden die Bayern auch nie werden."

Selbst der Münchner Ehrenpräsident räumte jetzt Fehler bei der Nachwuchsarbeit ein. "Ganz klar, wir haben nicht genügend Talente in die erste Mannschaft gebracht. Auch in unserer Zeit haben wir das nicht gut hinbekommen. Wir alle. Karl-Heinz (Rummenigge, d.Red.) und ich. Da müssen wir besser arbeiten", sagte Hoeneß am Mittwoch der Sport Bild. Um die Probleme am eigenen Campus zu beheben, holte der Rekordmeister Christoph Freund als neuen Sportdirektor.

Effenberg kritisiert Transferpolitik des FC Bayern

Kritik übte Effenberg auch an der jüngsten Transferpolitik der Bayern. Bei dem aktuellen Aufgebot bestehe "immer die große Gefahr, dass Spieler angeschlagen oder sogar verletzt von der Nationalmannschaft zurückkehren. Da ist ein derart knapp bemessener Kader ein Risiko. Auf lange Sicht kann das einfach nicht gut gehen."

Der FC Bayern wollte am letzten Transfertag am 1. September eigentlich noch für Verstärkung im Kader sorgen. Stattdessen scheiterten gleich drei Deals auf der Zugangsseite. (SID/lh)

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