Donald Trump hatte Hillary Clinton bei einer Wahlkampfveranstaltung in Michigan unter der Gürtellinie attackiert und lächerlich gemacht. Nun reagierte die demokratische Präsidentschaftskandidatin und konterte die Tiraden.

"Ich bedaure den Ton seiner Kampagne und die Hetzreden, die dazu dienen sollen, die Menschen auseinanderzubringen. Er attackiert Menschen mit seiner aufrührerischen, hasserfüllten Rhetorik", erklärte Hillary Clinton in einem Interview mit der Tageszeitung "Des Moines Register".

Republikaner startet Angriff auf Hillary unter der Gürtellinie.

Bei seiner Rede in Grand Rapids hatte Donald Trump Clintons verspätete Rückkehr aufs Podium nach einer Werbeunterbrechung während einer TV-Debatte lächerlich gemacht.

Trump macht Clinton lächerlich

Clinton hatte die Pause für einen Gang zur Toilette genutzt, was Trump zum Gelächter seiner Anhänger zu der Aussage ermutigte: "Ich habe die Debatte gesehen und plötzlich war Hillary verschwunden. Wo war sie? Ja, wo war sie denn? Ich dachte schon, sie hätte das Handtuch geschmissen und aufgegeben."

Dann legte Trump auf peinliche Weise nach: "Wo ist die hingegangen? Ich weiß, wo sie war - und das ist ekelhaft!" - Trump hatte bei seinen Worten in gespielter Empörung das Gesicht verzogen und weiter gestichelt: "Ich will darüber nicht sprechen. Es ist so ekelhaft. Sprecht nicht darüber, es ist widerlich!"

Der 60-jährige Präsidentschaftskandidat der Republikaner beließ es jedoch nicht dabei, sondern setzte zu einem weiteren Tiefschlag an: "Sie war die Favoritin und auf dem besten Weg, Obama zu schlagen. Aber dann hat sie verloren", meinte Trump in Anspielung auf Clintons Niederlage 2008 und ergänzte in Gossensprache: "She got schlonged!"

Das Wort "Schlong" ist jiddisch und die vulgäre Bezeichnung für Penis.

Clinton: "Trump kennt keine Grenzen"

"Mittlerweile überrascht mich nichts mehr", erklärte Hillary Clinton zu den neuesten Ausfällen ihres Konkurrenten um die Nachfolge von Barack Obama als US-Präsident. "Ich weiß nicht, ob er überhaupt irgendwelche Grenzen kennt."

Clinton betonte, Donald Trump habe "Fanatismus, Tobsucht und Mobbing" zum Kern seiner Wahlkampfkampagne erklärt.

Auf eine persönliche Aussprache möchte sich die 68-Jährige nicht einlassen: "Ich will ihm gar nicht persönlich antworten, weil er doch genau darauf abzielt. Ich denke, dass andere seinen Wortschatz schon entsprechend bewerten werden."

Es sei schließlich nicht das erste Mal, dass Trump "seine Vorliebe für Sexismus" demonstrieren würde, so Clinton.