Hape Kerkeling spricht ein Jahr nach seinem TV-Ausstieg über seine Karriere vor der Kamera. Vom Fernseh-Business wollte sich der Entertainer von Beginn an so schnell wie möglich verabschieden.

Mit seinem Auftritt als polnischer Sänger, der mit "Hurz" das Publikum zum Narren hielt, wurde Hape Kerkeling eine feste Größe als Entertainer im Deutschen Fernsehen. In einem Interview mit dem "Spiegel" spricht er nun über seine TV-Karriere und sorgt für eine Überraschung.

Obwohl er stets souverän durch seine Shows geführt hat und Charaktere wie den kauzig-schmuddeligen Reporter Horst Schlämmer perfekt spielte, hat sich Kerkeling im Fernsehen nie richtig wohl gefühlt: "Ich bin ausgelutscht worden von der Unerbittlichkeit, ich war auch viel zu oft im Fernsehen, dennoch hat es irgendwie hingehauen"

30 Jahre bis er den Ausstieg geschafft hat

Eigentlich wollte der Komiker seine Fernseh-Karriere so schnell wie möglich wieder an den Nagel hängen. Was ihn im TV erwartete, habe er so nie erwartet. Abgeschreckt habe Hape Kerkeling nicht nur die Arbeitsweise sondern auch die Menschen, die hinter den Produktionen standen. Wie er berichtet, sei er im TV-Geschäft auf Menschen getroffen, "die gewisse Störungen aufwiesen und in verantwortlichen Positionen saßen".

Durchgehalten hat der Autor trotzdem irgendwie 30 Jahre lang. Obwohl er seit letztem Jahr von den Bildschirmen verschwunden ist und definitiv eine Lücke hinterlassen hat, ist er trotzdem nicht ganz weg. Seine Biografie "Der Junge muss an die frische Luft: Meine Kindheit und ich" erschien im Oktober 2014. Die Verfilmung seines Reiseberichts "Ich bin dann mal weg: Meine Reise auf dem Jakobsweg" erwartet die Zuschauer am 24. Dezember 2015 in den Kinos.