Neymar hat nach den Vergewaltigungsvorwürfen gegen ihn vor der Polizei in Rio de Janeiro ausgesagt. Im Anschluss schweigt er.

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Der Stürmer des französischen Meisters Paris St. Germain gab kurz nach dem verletzungsbedingten Aus für die Copa America gut zwei Stunden lang seine Version von der ominösen Liebesnacht sowie den Vorfällen danach ab. Neymar war wegen Vergewaltigung und unerlaubter Veröffentlichung intimer Details ohne Einstimmung des vermeintlichen Opfers angezeigt worden.

Neymar schweigt zu Vorwürfen

Beim Verlassen des Polizeigebäudes schwieg der 27-Jährige, der am Mittwoch beim 2:0 im Testspiel gegen Katar eine schwere Bänderverletzung im rechten Fußgelenk erlitten hatte und deshalb im Rollstuhl kam, zu den Vorwürfen und sagte kurz: "Ich möchte mich nur für den Beistand bedanken, für die Botschaften, die ich von allen Seiten bekommen habe. Bei meinen Freunden, Fans, allen, die das Geschehen verfolgen." Er fühle sich deshalb "sehr geliebt".

Auch Neymars Anwältin gab keine Details zum Verhör. "Der Prozess ist streng geheim, aber er (Neymar, d. Red.) hat die Erklärungen gegeben, die notwendig waren", berichtete Maira Fernandes, die sich mit ihrem Kampf für Menschen- und vor allem Frauenrechte in Brasilien einen Namen gemacht hat und deshalb von Neymars Equipe nun ins Verteidigungsteam hinzugerufen worden ist.

Polizei untersucht Video von Neymar-Opfer

Die für Internet-Kriminalität zuständige Polizeigruppe in Rio untersucht ein von Neymar am vergangenen Samstag in Sozialen Netzwerken publiziertes Video mit intimen Bildern von Najila Trindade. Die Brasilianerin hatte einen Tag zuvor in Sao Paulo den Selecao-Star wegen Aggression und sexuellen Missbrauchs am 15. Mai in einem Pariser Luxushotel angezeigt, weshalb dieser Teil des Falles in der für Delikte gegen Frauen in Brasiliens größter Metropole zuständigen Einheit behandelt wird.  © AFP

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