Türkei

Die USA werden nach Worten des einflussreichen US-Senators und Trump-Vertrauten Lindsey Graham "lähmende Sanktionen" gegen die Türkei wegen der Offensive in Nordsyrien verhängen.

Der Hamburger Zweitligist FC St. Pauli hat sich mit sofortiger Wirkung von seinem Stürmer Cenk Sahin getrennt. Der 25-Jährige hatte zuvor auf seinem Instagram-Profil offen den Einmarsch seiner türkischen Landsleute in Nordsyrien begrüßt.

Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn sieht in der türkischen Offensive in Nordsyrien eine "Invasion". Man habe sich darauf geeinigt, dass kein EU-Mitgliedsland mehr Waffen an die Türkei liefern werde. Ein offizielles Waffenembargo verhängt die EU allerdings nicht.

Angesichts der türkischen Militäroffensive gegen Kurden in Syrien hat der Beirat der Kurdischen Gemeinde Deutschland (KGD) den Ausschluss der Türkei aus der Nato gefordert.

In Nordsyrien stehen die Kurdenmilizen unter Druck, nun erhalten sie Hilfe von syrischen Truppen im Kampf gegen türkisches Militär. Der Westen verurteilt das Vorgehen Ankaras, doch können sich die EU-Außenminister auch auf Sanktionen einigen?

30 Kilometer tief sind türkische Truppen bereits in Nordsyrien vorgedrungen, Zehntausende haben die Flucht ergriffen. Kanzlerin Merkel fordert eine "umgehende Beendigung" der Offensive. Präsident Erdogan zeigt sich von Strafmaßnahmen der Europäer unbeeindruckt.

Etwa eine Million Kurdischstämmige leben hierzulande. Die Spannungen zwischen ihnen und den Deutsch-Türken könnten nun wachsen. Von Hass, Spaltung, einem Pulverfass ist die Rede. Viele bangen um Angehörige und Freunde.

Das Verhältnis zwischen Menschen mit kurdischen und türkischen Wurzeln in Deutschland ist laut Experten schwierig - und droht weiter ernsthaft belastet zu werden.

Außenminister Heiko Maas kündigt wegen Türkei-Offensive in Nordsyrien an, dass weniger Rüstungsexporte genehmigt werden sollen.

Ras al-Ain war ein Einfallstor für den türkischen Einmarsch in Syrien. Nur wenige Tage nach Beginn des Einsatzes haben sich türkische Truppen in dem Ort festgesetzt. Nun schwillt der Flüchtlingsstrom an.

Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums wurden die amerikanischen Truppen im syrischen Grenzgebiet von der türkischen Artillerie beschossen. Der Vorfall nahe des Grenzortes Kobane sei zwar glimpflich ausgegangen, doch das Pentagon schickt eine eindeutige Warnung an die Türkei. Zuvor hatte die Türkei angekündigt, die Militäroffensive gegen die Kurdenmilizen in Nordsyrien trotz Sanktionsdrohungen der USA unbeirrt fortzusetzen.

Die türkische Regierung weist Kritik an ihrer Offensive gegen kurdische Milizen in Nordsyrien zurück, sie verlangt von der Nato Beistand. Die US-Regierung droht Ankara dagegen mit Sanktionen - und damit, die türkische Wirtschaft zum Stillstand zu bringen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan rechtfertigt sein militärisches Eindringen in den Norden Syriens mit der Zerschlagung eines entstehenden Terrorstaats. Wir erklären die komplizierte Gemengelage aus Feinden und Verbündeten.

Bislang seien 70.000 Menschen auf der Flucht, so das UN-Welternährungsprogramm.

Seit Beginn der türkischen Offensive in Nordostsyrien sind nach Angaben humanitärer UN-Organisationen innerhalb von 48 Stunden mehr als 70 000 Menschen vertrieben worden.

Die Ulmer Journalistin und Autorin Mesale Tolu hofft bei ihrem Prozess wegen Terrorvorwürfen in der Türkei auf ein baldiges "Ende der Ungewissheit".

Die Türkei hat all die Appelle zur Zurückhaltung ignoriert und eine Offensive in Nordsyrien gestartet. Nach Luftangriffen und Artilleriefeuer überschritten Bodentruppen die Grenze. Binnen weniger Stunden waren mindestens 15 Opfer zu beklagen - hauptsächlich Zivilisten. International gibt es scharfe Kritik. US-Senatoren wollen mit harten Sanktionen antworten. ​​​​​​​

Mit dem Abzug von US-Truppen aus Nordsyrien hat US-Präsident Donald Trump den Weg für eine Offensive der Türkei gegen kurdische Milizen in der Region frei gemacht. Ausgerechnet er will nun zwischen den Konfliktparteien vermitteln. 

Erst ebnet der US-Präsident durch einen Truppenabzug den Weg für türkische Angriffe in Nordsyrien. Nun deutet er an, die Wogen im Konflikt möglicherweise glätten zu können. Aber die Chancen auf Vermittlung scheinen nicht sonderlich gut zu stehen.

Schätzungsweise 450 000 Menschen leben in Syrien nahe der türkischen Grenze. Viele von ihnen ergreifen im Zuge der türkischen Offensive die Flucht. Mit den Angriffen am Boden und aus der Luft verschärft sich eine der schlimmsten Krisen vertriebener Menschen nun erneut.

Tausende Menschen in der kurdischen Region sind auf der Flucht.

Rund 500 Menschen haben am Donnerstagabend in Stuttgart friedlich gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien demonstriert.

Bei einem Kongress in Friedrichshafen steht für einen Tag die große internationale Politik im Mittelpunkt: Ein EU-Kommissar teilt heftig gegen den britischen Regierungschef aus, eine Bundestagsvizepräsidentin klagt den türkischen Staatschef an.

Recep Tayyip Erdogan droht der EU bei Kritik am türkischen Syrien-Einsatz: Sollte Europa die Militäraktion weiter "als Invasion darstellen", werde die Türkei "die Türen öffnen".

Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth hat die Nato angesichts der türkischen Militäroffensive gegen die Kurdenmilizen in Nordsyrien indirekt aufgefordert, die Mitgliedschaft der Türkei in dem Bündnis infrage zu stellen.