Rund 4,4 Millionen Menschen sind in Hessen aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen. Der Abstimmung wird auch große bundespolitische Bedeutung beigemessen. Kurioserweise geht es beim Urnengang auch um die Todesstrafe.

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In Hessen hat die Landtagswahl begonnen. Um 8.00 Uhr öffneten am Sonntag die Wahllokale. Rund 4,4 Millionen Menschen sind aufgerufen, über die Zusammensetzung des regulär 110 Abgeordnete zählenden Landesparlaments zu entscheiden.

Es wird mit einem engen Wahlausgang gerechnet. Ob die seit 2013 regierende schwarz-grüne Koalition unter Ministerpräsident Volker Bouffier ihre Arbeit fortsetzen kann, ist ungewiss.

In den Umfragen vor der mit Spannung erwarteten Wahl zeichneten sich herbe Verluste für CDU und SPD ab. Die Grünen legten dagegen deutlich in der Wählergunst zu.

AfD zieht wohl in 16. Landtag ein

Bei der Wahl 2013 war die CDU mit 38,3 Prozent stärkste Kraft vor der SPD geworden, die auf 30,7 Prozent kam. Dahinter lagen Grüne (11,1 Prozent), Linke (5,2 Prozent) und FDP, die mit 5,0 Prozent gerade noch so in den Landtag kam.

Der AfD gelang dies mit 4,1 Prozent nicht. Nach den Umfragen wird sie nun aber die Fünf-Prozent-Hürde überspringen und dann in allen 16 Landtagen sitzen.

Schicksalswahl für die GroKo

Die Wahl in Hessen gilt auch als Härtetest für den Fortbestand der großen Koalition von Union und SPD in Berlin. Die Parteivorsitzenden, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Andrea Nahles, stehen auch in den eigenen Reihen unter Druck.

Die Bürger können am Sonntag auch über eine Reform der hessischen Landesverfassung entscheiden. Diese ist im Jahr 1946 in Kraft getreten und enthält unter anderem noch die Todesstrafe, die durch das Grundgesetz aber längst außer Kraft gesetzt ist.

Diese Passage soll nun gestrichen werden. Insgesamt geht es um 15 Änderungen. (am/dpa)  © dpa

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