Der Nahost-Konflikt verschärft sich: Nach Drohungen von iranischer Seite, man werde Israel angreifen, reagiert Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu seinerseits mit wortgewaltigen Drohungen.

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Nach den iranischen Raketenangriffen auf zwei Militärstützpunkte im Irak hat Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu dem Iran im Falle eines Angriffs auf israelische Ziele mit einem "gewaltigen Gegenschlag" gedroht.

"Jeder, der uns angreift, wird einen gewaltigen Gegenschlag erhalten", sagte Netanjahu am Mittwoch auf einer Konferenz in Jerusalem. Die iranischen Revolutionsgarden hatten zuvor mit Angriffen gegen Israel und auf mit den USA "verbündete Regierungen" gedroht.

Iran greift US-Stützpunkt an

In der Nacht zum Mittwoch waren nach US-Angaben mehr als ein Dutzend iranische Raketen in den Stützpunkten im nordirakischen Erbil sowie Ain al-Assad im Westirak eingeschlagen.

Der iranische Angriff war eine Reaktion auf die gezielte Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani bei einem US-Drohnenangriff am vergangenen Freitag. Die iranischen Revolutionsgarden drohten, jeder Gegenangriff der USA werde mit einer noch "vernichtenderen Reaktion" beantwortet.

Am Sonntag hatte zudem ein hoher iranischer Beamter damit gedroht, die israelischen Städte zu "Staub" zerfallen zu lassen, "wenn Amerika nach unserer militärischen Reaktion auch nur die geringste Maßnahme ergreift".

Iran droht USA mit Angriff auf Israel

Das iranische Militär hatte zuvor mit Attacken auf Israel gedroht, wenn es seitens der USA zu Vergeltungsaktionen nach den iranischen Raketenangriffen auf US-Ziele im Irak kommen sollte.

"Falls die Amerikaner eine Dummheit begehen, gerät das gesamte Territorium des zionistischen Regimes (Israel) in Gefahr", sagte General Sanei Rad, der auch Berater des obersten iranischen Führers ist, dem Nachrichtenportal Irib.news.

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Konflikt mit dem Iran: Donald Trump machte Kulturstätten zu Kriegszielen

Sie verkörpern das kulturelle Erbe des Iran, sind teilweise Unesco-Weltkulturerbe. Dennoch drohte US-Präsident Donald Trump damit, bedeutende Stätten des Landes anzugreifen. Er sprach von 52 Zielen. Diese Orte hätte es treffen können.

Trump hatte Teheran vor den Angriffen gewarnt: "Falls der Iran irgendetwas macht, was er nicht tun sollte, werden sie die Konsequenzen erleben. Und das sehr stark."

Nach den Angriffen schrieb Trump auf Twitter: "Alles ist gut!", Raketen seien vom Iran aus auf zwei Militärstützpunkte im Irak abgefeuert worden. Derzeit würden mögliche Opfer und Schäden bewertet.

"So weit, so gut!", fügte Trump hinzu. "Wir haben das stärkste und am besten ausgestattete Militär überall auf der Welt, bei weitem!" Für Mittwochmorgen (Ortszeit) kündigte er eine Erklärung an. (ank/dpa/afp)