Seit gut drei Jahren häufen sich Extremismusfälle im KSK der Bundeswehr. Alles begann mit einer Abschiedsparty. Untersuchungen im Anschluss brachten mehr Licht ins Dunkel. Nun gibt es strukturelle Konsequenzen.

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Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) will das Kommando Spezialkräfte der Bundeswehr nach einer Serie rechtsextremer Vorfälle grundlegend umstrukturieren.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus dem Verteidigungsausschuss des Bundestags soll eine Kompanie komplett aufgelöst werden. Nach Informationen der "Welt" und der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sind 70 Soldaten betroffen.

Der Eliteeinheit soll auch die Oberhoheit über die Ausbildung genommen werden. Kramp-Karrenbauer will das Konzept am Mittwoch auf einer Pressekonferenz vorstellen.

Es begann mit Abschied eines Kommandeurs

Das KSK hat seit 2017 immer wieder mit rechtsextremistischen Vorfällen Schlagzeilen gemacht.

Alles begann im April 2017 mit einer Abschiedsparty für einen KSK-Kommandeur, bei der mit Schweineköpfen geworfen, Rechtsrock gespielt und der Hitlergruß gezeigt worden sein soll.

Bei einem der Partygäste fand die sächsische Polizei später ein Waffenversteck mit Munition und Sprengstoff.

Im Januar gab der Militärische Abschirmdienst (MAD) bekannt, dass bei der Elitetruppe 20 Soldaten unter Rechtsextremismus-Verdacht stehen. Im Verhältnis zur Truppenstärke war der Anteil zu diesem Zeitpunkt fünf Mal so hoch wie bei der Bundeswehr insgesamt.

Im Mai setzte Kramp-Karrenbauer eine Arbeitsgruppe ein, um ein Konzept zur Unterbindung rechtsextremistischer Tendenzen im KSK zu erarbeiten, über das sie jetzt entschieden hat. (dpa/fte)

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