Starke Überschwemmungen durch Sturm "Sally" an US-Golfküste

Seit Hurrikan "Sally" auf Land traf, bewegt sich der Sturm ins Landesinnere und bringt heftige Regenfälle mit sich. Ganze Straßen wurden überflutet und zahlreiche Häuser zerstört.

Häuser wurden zerstört oder beschädigt und hunderttausende Haushalte hatten keinen Strom.
An einigen Orten standen auch ganze Straßen unter Wasser.
Zu den am schlimmsten von dem Sturm heimgesuchten Orten gehörte die 50.000-Einwohner-Stadt Pensacola in der Nordwestecke von Florida.
Dort sei binnen vier Stunden so viel Regen gefallen wie sonst in vier Monaten, sagte Feuerwehrchefin Ginny Cranor dem Nachrichtensender CNN.
Im 40 Kilometer von Pensacola entfernten Badeort Orange Beach in Alabama wurden Schiffe auf den Kai des Yachthafens geschleudert, oder wie hier, auf Straßen gespült. Die Gouverneurin von Alabama, Kay Ivey, teilte mit, es gebe zahlreiche Gebiete in ihrem Bundesstaat mit "historischen" Überschwemmungen.
"Sally" war am frühen Mittwochmorgen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 165 Kilometern pro Stunde auf Land an der US-Golfküste getroffen. Das entsprach einem Hurrikan der Stufe zwei von fünf. Wenige Stunden nach dem Auftreffen schwächte sich "Sally" ab und wurde als tropischer Sturm geführt
Weil sich der Sturm langsam bewegt - mit etwas mehr als zehn Kilometern pro Stunde - setzt er damit die betroffenen Regionen durch Regenfälle unter Wasser, warnen Meteorologen. Sie sprechen von "katastrophalen und lebensbedrohlichen Überschwemmungen."
Die Prognosen zu "Sally" hatten sich in den vergangenen Tagen immer wieder geändert. Zunächst hatte es geheißen, der Wirbelsturm werde bereits in der Nacht im Südosten des Bundesstaats Louisiana nahe der Grenze zu Mississippi aufs Festland treffen.
Tropische Orkane werden im westlichen Atlantik und im östlichen Pazifik Hurrikans genannt. Im Atlantik könnte die diesjährige Hurrikansaison, die von Juni bis November dauert, nach Angaben der US-Klimabehörde NOAA eine der heftigsten überhaupt werden.
"Sally" sei bereits der achte Sturm, der in dieser Saison auf das US-Festland traf und stark genug war, um einen Namen zu erhalten, schrieb der Meteorologe an der Colorado State University, Philip Klotzbach, auf Twitter. So viele seien es bis zum 16. September bislang in keiner Saison gewesen. (Mit Material der dpa)