"Ghost of Tsushima" wurde heiß ersehnt, denn es war klar: Das Open-World-Spektakel wird einer der letzten großen Exklusivtitel für die vierte Generation der PlayStation sein. Was sagen internationale Presse- und Kritikerstimmen zum fertigen Produkt?

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Seit die Ablöse durch die kommende PS5 absehbar ist, steht fest: "Ghost of Tsushima" ist eines der letzten Exklusiv-Highlights für die PlayStation 4. Das Open-World-Spektakel von Sucker Punch erscheint am 17. Juli, doch das Review-Embargo ist bereits gefallen - und die Meinung der Kritiker in die Tasten gehämmert.

Wie die internationalen Kritikerstimmen bisher über das Samurai-Abenteuer "Ghost of Tsushima" denken, verrät dieser Überblick:

"The Guardian" schreibt: "Das visuell reichhaltige Design verleiht dem historischen Action-Game Kino-Größe." Die Zeitung vergleicht die visuelle Umsetzung mit den Filmen von Akira Kurosawa. Als Kritikpunkte genannt werden allerdings "Wiederholung, Aufgeblähtheit und Langeweile". Konkret wird kritisiert, dass das Kräftemessen mit Gegnern im Verlauf des Spiels immer leichter falle.
Wertung: 3/5

Das Open-World-Spektakel ist einer der letzten Exklusiv-Titel für die vierte Generation der PlayStation.

"IGN" schwärmt von einem "absolut entzückenden Abenteuer in einer der schönsten Landschaften der Geschichte, kombiniert mit einem der gelungensten Klinge-an-Klinge-Kampfsysteme". Als Schönheitsfehler genannt werden Stealth, die Gegner-KI und "ein paar kleinere Frustrationen". Als Spielzeit für die komplette Kampagne nennt Autor Mitchell Saltzman 40 bis 50 Stunden.
Wertung: 9/10

"The Verge" beschreibt "Ghost Of Tsushima" als "wundervolle Samurai-Sage, begraben unter einem konventionellen Open-World-Spiel". Die Missionen, allen voran die Sidequests, seien bisweilen "schmerzhaft generisch". "The Verge" wirft den Machern daher "oftmals einen Mangel an Vorstellungskraft" vor.
Wertung: keine

Deutsche Kritikerstimmen

Selbstverständlich wurde das Samurai-Epos auch von hiesigen Kritikern angespielt und auf Herz und Nieren geprüft. Wie fällt das Urteil der Fachpresse hierzulande aus?

"4players" besingt das Spiel als "eines der schönsten und elegantesten Abenteuer, die man in offener Welt erleben kann". Gelobt wird die historische Recherche für Details, welche dem Game Zeitkolorit verleihe, die "kreative Mechanik" und die "poetische Stimmung". Negativ fiel die schwache Gegner-KI auf sowie sich wiederholende Spielelemente.
Wertung: 86 %

"PCGames" bemängelt "kleinere KI-Aussetzer" und die "Kameraführung", die teils mitten im Gefecht manuell justiert werden musste. Gelobt wird dagegen die "spannende Story" und das "unverbrauchte Setting" sowie die Charaktere und die "abwechslungsreiche Spielwelt".
Wertung: 9/10

"GamePro" schwärmt vom "Samurai-Spiel, das wir immer wollten". Unter anderem werden die sehr gute deutsche Synchronisation und die "wunderschöne Open World" gelobt sowie das motivierende Crafting. Kritisiert werden Kameraprobleme und wenig abwechslungsreiche Orte.

Grafisch holt das Game das Bestmögliche aus der Oldschool-Konsole heraus.

Zusammenfassend lässt sich konstatieren, dass "Ghost of Tsushima" sehr wohlwollend bewertet wird. Insbesondere die Atmosphäre des mittelalterlichen Japan in Verbindung mit der malerischen Landschaft und starker Story kam bei den Kritikern sehr gut an.

Kleinere Abzüge gab es insbesondere bei der Gegner-KI - und etwas mehr Abwechslung hätte dem Open-World-Spektakel offenbar auch gutgetan. Unterm Strich bleibt aber ein würdiger Abschluss der "Generation PS4".

(tsch)  © 1&1 Mail & Media/teleschau