• Karriere-Ende in den eSports mit 25 Jahren: "Call of Duty"-Profi ZooMaa muss wegen seines lädierten Daumens abtreten.
  • Macht ihm eine alte Verletzung für immer einen Strich durch die Rechnung?

"Es bricht mir das Herz", kommentiert Thomas Paparatto alias ZooMaa das überraschend frühe Ende seiner Karriere als professioneller Videospieler. Dabei ist es gar nicht das Herz, das für den Ausstieg des 25-Jährigen aus den professionellen eSports sorgt, sondern der Daumen.

Beim Team New York Subliners war ZooMaa als treffsicherer Schütze in "Call of Duty"-Wettbewerben bekannt. In einem Statement erklärte er, eine Daumenverletzung aus der Vergangenheit, die bereits operiert wurde, habe sich erneut schmerzlich bemerkbar gemacht - offenbar das Gamer-Pendant zum Fußballer-Kreuzband. "Das macht es für mich wirklich schwer, auf dem höchsten Niveau mitzuhalten gegen die besten Spieler der Welt", so sein resigniertes Fazit.

"Durch die Schwäche und den Schmerz in meiner Hand ist mir das Spielen nicht mehr möglich", fährt er fort. "Ich genieße keine Wettbewerbe mehr, wenn ich nicht mehr der ZooMaa sein kann, den jeder kennt und liebt. Und ich empfinde es nicht als fair mir oder dem Team gegenüber, das alles nochmal mitzumachen und meiner Hand möglicherweise noch mehr Schaden zuzufügen."

Danke für "den wundervollen Lauf"

ZooMaa sei dankbar für den "wundervollen Lauf" und dafür, dass er das, was er liebt, auf einem derart hohen Level tun durfte. "Es bricht mir das Herz zurückzutreten von einem Spiel, in das ich mein Herz und meine Seele acht Jahre lang täglich steckte", erklärt er.

Ob es ein Abschied für immer ist? Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Offensichtlich auch bei ZooMaa, denn er verspricht, er würde hinsichtlich seiner Zukunftspläne "alle Möglichkeiten untersuchen, da ich das Spiel zu sehr liebe, um gänzlich von der Bildfläche zu verschwinden". Das sehen seine Team-Kameraden ähnlich: Auf dem Twitter-Kanal der New York Subliners loben sie sein unglaubliches Talent und seine positive Energie, wünschen ihm "eine rasche Genesung" und drücken ihm - nun ja - die Daumen.  © 1&1 Mail & Media/teleschau