Vor dem wichtigen Nations-League-Spiel gegen Frankreich ist der Wechsel von Wolfsburg-Spielerin Lena Oberdorf zum FC Bayern kein großes Thema im DFB-Team. Bundestrainer Horst Hrubesch spricht von einem "normalen Vorgang".

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Anfang der Woche kamen erste Gerüchte zum Sensations-Transfer in der Bundesliga der Frauen auf: Lena Oberdorf soll vom VfL Wolfsburg zum direkten Liga-Konkurrenten FC Bayern wechseln.

Oberdorf wechselt von Wolfsburg zum FC Bayern

Mittlerweile sind aus den Gerüchten Tatsachen geworden: Am Donnerstagvormittag gaben die Münchner den Transfer offiziell bekannt. Die Nationalspielerin hat einen Vertrag bis Sommer 2028 unterschrieben.

Im DFB-Team waren die Gerüchte um einen Wechsel bislang kein großes Thema, wie Bundestrainer Horst Hrubesch am Mittwoch in einer digitalen Medienrunde auf Nachfrage unserer Redaktion erklärte. "Bei uns wird es deswegen keine Unruhe geben. Da mache ich mir wenig Gedanken drüber", sagte der 72-Jährige.

Für Hrubesch ist ein solcher Wechsel ein "normaler Vorgang". "Ich denke, dass das in dem Geschäft ein üblicher Werdegang ist", erklärte der Bundestrainer am Tag vor der offiziellen Transfer-Bekanntgabe.

Bei Olympia-Aus: Hrubesch steht als Übergangslösung bereit

Horst Hrubesch würde im Falle einer verpassten Olympia-Qualifikation zumindest kurzfristig noch als Frauen-Interimsbundestrainer zur Verfügung stehen. Solch eine "Übergangszeit" sei aus seiner Sicht normal, jetzt will sich das Trainer-Urgestein aber erst noch einmal den Traum von Olympia erfüllen.

Immer mehr Spielerinnen im Ausland - "Ganz normaler Werdegang"

Hrubesch sprach auch darüber, dass immer mehr Spielerinnen die Bundesliga verlassen und ins Ausland wechseln. Auch das sei ein "ganz normaler Werdegang", sagte der 72-Jährige. Die Vereine weltweit würden immer mehr investieren, dadurch werde es automatisch auch immer wieder dazu kommen, dass Spielerinnen ins Ausland gehen, sagte Hrubesch.

Für den Bundestrainer muss das für das DFB-Team aber nicht unbedingt ein Nachteil sein: "Aus der Erfahrung würde ich sagen, dass man davon profitieren kann. Je breiter du aufgestellt bist und je mehr Erfahrung du hast, umso besser ist es für die Nationalmannschaft."

Lina Magull nicht im aktuellen DFB-Kader

Erst im vergangenen Winter wechselte beispielsweise Lina Magull vom FC Bayern nach Italien zu Inter Mailand. Die 29-Jährige befindet sich jedoch nicht im aktuellen DFB-Kader, sondern steht lediglich auf Abruf bereit. Hrubesch begründete die Nicht-Nominierung unter anderem mit mangelnder Spielpraxis.

Kommende Woche geht es für die DFB-Frauen um die Olympia-Qualifikation. Mit einem Sieg im Spiel gegen Frankreich (23. Februar) wäre das Ticket für Paris bereits gelöst.

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