Nach seinem Platzverweis in Rom wurde Bayern-Verteidiger Dayot Upamecano rassistisch beleidigt. Der FC Bayern bezog bereits Stellung, nun hat auch der Franzose selbst reagiert.

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Dayot Upamecano war bei der bitteren 0:1-Niederlage im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Lazio Rom der Pechvogel: Der Innenverteidiger verursachte durch ein Foul in der 67. Minute einen Elfmeter, den Roms Ciro Immobile sicher verwandelte.

Upamecano verschuldet Elfmeter und fliegt vom Platz

Zu allem Überfluss sah Upamecano für das Foul die Rote Karte. In Unterzahl gelang es den Bayern nicht mehr, das Ruder herumzureißen. Die Krise in München verschärft sich damit immens.

Vermeintliche Fans des deutschen Rekordmeisters hielten es anschließend für angemessen, Upamecano auf seinem Instagram-Profil rassistisch zu beleidigen. Viele Nutzer kommentierten mit Affen-Emojis, andere beschimpften Upamecano aufs Übelste.

Bayern-Boss Dreesen: "Das ist verabscheuungswürdig"

Der FC Bayern hat die rassistischen Kommentare wenig später aufs Schärfste verurteilt. "Upa hatte das sehr unglückliche Foul mit der Roten Karte", sagte Vorstandschef Jan-Christian Dreesen in der Nacht zum Donnerstag in seiner Bankettrede im Teamhotel.

"Was mich ganz besonders gestört hat, sind die ekelhaften Kommentare anschließend auf Social Media. Da kann ich nur sagen, das ist verabscheuungswürdig. Diese Art von rassistischem Mob, das ist nicht unsere Welt. Das ist nicht der FC Bayern. Das ist was, das wir uns nicht gefallen lassen", stellte Dreesen klar.

Dayot Upamecano

Dreesen stützt Upamecano: "Lassen wir uns nicht gefallen"

Dayot Upamecano patzt, sieht Rot - und wird im Netz übel rassistisch beleidigt. Der FC Bayern um Jan-Christian Dreesen stellt sich anschließend hinter ihn.

Upamecano reagiert auf wüste Beschimpfungen

Der Verein veröffentlichte auch ein offizielles Statement: Die verbalen Angriffe seien "absolut verabscheuenswert", schrieb der Klub bereits am späten Mittwochabend bei X. "Wer solche Kommentare absetzt, ist kein Fan unseres Vereins. Wir stehen hinter dir, Upa!"

Nun hat Upamecano auch selbst auf die Nachrichten reagiert. In einer Instagram-Story schrieb er unter anderem: "Kritik ist Teil des Fußballs, aber Rassismus hat nirgendwo Platz. Nicht im Stadion oder auf Social Media. Rassismus hat nirgends Platz. 2024 und wir müssen es immer noch wiederholen."

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Upamecano wurde schon mal rassistisch beleidigt

Es ist nicht das erste Mal, dass der Bayern-Star wüst beschimpft und beleidigt wird: Auch vor gut einem Jahr, nach seiner unglücklichen Leistung beim 0:3 im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League 2022/23 bei Manchester City, war der Franzose rassistisch beleidigt worden. Schon damals verurteilten die Bayern die Kommentare deutlich.

"Fehler zu machen ist Teil des Fußballs. Ich habe einen gemacht und entschuldige mich bei meinem Teamkollegen und den Fans", schrieb Upamecano in seiner Instagram-Story – und schickte eine Kampfansage voraus: "Zu Hause ist weiterhin alles möglich und ich glaube an mein Team."

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