Bielefeld hat sich gegen den KSC durch ein dramatisches Unentschieden die Herbstmeisterschaft gesichert. Der Hamburger SV ist seinen Heimnimbus los.

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Arminia Bielefeld hat sich vorzeitig die Herbstmeisterschaft in der 2. Fußball-Bundesliga gesichert. Den Ostwestfalen reichte dazu am Freitagabend ein 2:2 (0:1)-Unentschieden gegen den Karlsruher SC. Fabian Klos (81. Minute/Foulelfmeter) und Joan Simun Edmundsson (90.+4) bewahrten die Arminia spät vor einer Niederlage gegen den Aufsteiger Karlsruhe, der durch Marc Lorenz (25.) und Marvin Wanitzek (90.+1) zweimal in Führung gegangen war. Die Bielefelder bauten ihren Vorsprung vor dem Hamburger SV auf vier Punkte aus, denn der HSV verlor gegen den 1. FC Heidenheim 0:1 (0:0).

Von Beginn an bestimmte Bielefeld die Partie, hatte deutlich mehr Ballbesitz und erspielte sich einige gute Chancen. Doch beim Abschluss agierten die Hausherren zu ungenau. Anders die Karlsruher, die der Ex-Bielefelder Lorenz bei einem der wenigen Angriffe gleich in Führung brachte.

Irre Schlussminuten in Bielefeld

Die Bielefelder erhöhten zwar das Tempo, taten sich zunächst aber noch schwerer in der gut gestaffelten KSC-Abwehr eine Lücke zu finden. Hektisch wurde es in der Schlussphase - zunächst traf Klos vom Elfmeterpunkt, ehe Wanitzek erneut für den KSC traf. Aber den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Edmundsson zum 2:2.

Der Hamburger SV verlor unterdessen seinen Heimnimbus. Die Hanseaten kassierten am Freitagabend im letzten Spiel des Jahres vor eigenem Publikum mit dem 0:1 (0:0) gegen den 1. FC Heidenheim ihre erste Niederlage im Volksparkstadion nach sechs Siegen und einem Unentschieden. Der eingewechselte Jonas Föhrenbach (83.) erzielte den entscheidenden Treffer für die starken Gäste.

Abstaubertor lässt Heidenheim jubeln

Die Hamburger waren um Wiedergutmachung für das 1:2 in der Vorwoche beim VfL Osnabrück bemüht. Doch gegen die gut organisierte und dicht gestaffelte Heidenheimer Deckung fand der HSV kaum ein Mittel. Trotz 70 Prozent Ballbesitz kamen die Hanseaten in Hälfte eins kaum zu Torchancen. Die beste verstolperte Martin Harnik (19.), als er freistehend sich selbst anschoss. Die Gäste warteten nur auf Fehler des Gegners und hatten vor der Pause auch die größte Gelegenheit durch einen Postenschuss von Tim Kleindienst (16.).

Nach dem Wechsel bot sich ein ähnliches Bild: Der HSV drückte, Heidenheim wartete auf Fehler. Immerhin zwang Hamburgs Sonny Kittel (51.) mit einem Schuss aus kurzer Entfernung FCH-Torwart Kevin Müller zu einer starken Fußabwehr. In der Folgezeit fiel den Gastgebern weiterhin nur wenig ein. Die Heidenheimer schienen sich mit dem Punkt durchaus zufrieden zu geben. Doch Föhrenbachs Abstaubertor bescherte ihnen ein unerwartetes Geschenk. (mt/dpa)

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