Der Linken-Parteivorsitzende Martin Schirdewan hat Äußerungen von CDU-Chef Friedrich Merz zur AfD vom Wochenende als "völlig inakzeptabel" kritisiert.

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Er warf Merz am Montag in Berlin einen "offenen Flirt mit der extremen Rechten" vor. "Der Vorsitzende der CDU öffnet den Feinden der Demokratie die Tür in diesem Land."

Schirdewan warf Merz vor, die Brandmauer gegenüber der AfD einzureißen. Seiner Ansicht nach handele es sich um einen strategischen Vorstoß des CDU-Chefs, der darauf hoffe, "zukünftig Allianzen mit der extremen Rechten für seine Partei zu ermöglichen", sagte Schirdewan.

Merz hatte am Sonntag im ZDF eine Zusammenarbeit seiner Partei mit der AfD auf Landes- oder Bundesebene zwar abermals ausgeschlossen, zugleich aber erklärt, Kontakte auf lokaler Ebene seien möglich. Die Wahlen eines AfD-Landrats in Thüringen und eines AfD-Bürgermeisters in Sachsen-Anhalt seien demokratische Entscheidungen. "Und natürlich muss in den Kommunalparlamenten dann auch nach Wegen gesucht werden, wie man gemeinsam die Stadt, das Land, den Landkreis gestaltet."

Die Äußerung war auf breite Kritik auch in der CDU gestoßen. Merz sah sich darauf am Montag zu einer Klarstellung veranlasst. "Es wird auch auf kommunaler Ebene keine Zusammenarbeit der CDU mit der AfD geben", schrieb er auf Twitter.  © AFP

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