"Wir waren Papst": Benedikt XVI. hat überraschend seinen Rücktritt zum 28. Februar 2013 erklärt. Als Grund für den Schritt gibt der Pontifex seine angeschlagene Gesundheit an. Doch die Netzgemeinde hat ihre ganz eigenen Ideen, warum sich Joseph Ratzinger vom höchsten katholischen Amt zurückziehen will. Und auch die Nachfolge ist schon geregelt – ein Twitter-Überblick.

(mgb) – Die Ära von Papst Benedikt XVI. wird am 28. Februar enden. Die Suche nach einem geeigneten Nachfolger hat zumindest im Internet schon begonnen. "Auf Anfrage erklärte Lothar Matthäus, für eine Nachfolge grundsätzlich zur Verfügung zu stehen", schreibt beispielsweise Klaus Peukert in seinem Twitter-Feed. Ebenfalls der Fußball-Welt ist folgender Tweet von Denis Krick entlehnt: "Ratzinger wechselt ablösefrei zu den Protestanten. Neuer #Papst wird Felix Magath. Er erhält einen 2-Jahres-Vertrag."

Plagiatsjäger gegen die katholische Kirche

Doch auch über die Gründe spekuliert die Netz-Gemeinde, schließlich kann die angeschlagene Gesundheit des Pontifex nicht die einzige Ursache für den plötzlichen Rücktritt sein. Beliebt sind derzeit natürlich Anspielungen auf den Rücktritt von Annette Schavan und die vorangegangene Plagiatsaffäre: "Plagiatsjäger haben die Dissertation von Dr. theol. Joseph Ratzinger ins Visier genommen", frotzelt Florian Brill in seinem Feed.

Und auch Kanzlerin Angela Merkel und ihre Treueschwüre spielen eine große Rolle in den Twitter-Kommentaren. So schreibt beispielsweise Max-Jacob Ost: "Vermutlich hatte Gott ihm gestern sein 'vollstes Vertrauen' ausgesprochen."

Was bringt die Zukunft für Joseph Ratzinger?

Auch um das weitere Leben von Benedikt XVI. geht es in den Twitter-Kommentaren. Während der Vatikan bekannt gab, dass sich der scheidende Papst bis auf Weiteres im Vatikan aufhalten werde, verkündet Twitter-Nutzer "Julez" die Teilnahme an der gerade zu Ende gegangenen RTL-Unterhaltungsshow "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!": "++++EIL++++ #Papst bestätigt Dschungelcamp-Teilnahme für nächstes Jahr!" Das Satire-Magazin "Der Postillon" wünscht Herrn Ratzinger in indes typischer Manier alles Gute für die Zukunft: "Papst Benedikt XVI. tritt zurück, um mehr Zeit mit seiner Familie verbringen zu können ..." Währenddessen scheint Nutzer Cokieey noch sehr im Faschingsmodus zu sein: "Millionen Menschen strömen kurz nach #Papst-Rücktritt kamellewerfend auf die Straßen und feiern die ganze Nacht durch…"

Doch neben den nicht ganz ernst gemeinten Kommentaren auf Twitter fällt eine Sache auf: Obwohl der Papst einen eigenen Twitter-Account besitzt, und das in mehreren Sprachen, schweigt das Profil zur weiteren Zukunft des höchsten Amts in der katholischen Kirche. Lediglich der Twitter-Account des Vatikans hat bislang kleinere Meldungen zu Reaktionen und dem weiteren Vorgehen nach dem Rücktritt veröffentlicht.