• Die AfD startet in den Wahlkampf und stellt vor dem Bundesparteitag die neue Kampagne vor.
  • "Deutschland. Aber normal" lautet der Slogan, mit dem die AfD Wähler begeistern will.
  • Auf dem zweitägigen Parteitag ab Samstag wollen rund 600 Delegierte das Wahlprogramm beschließen.

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"Deutschland. Aber normal." lautet der Slogan mit dem die AfD in den Bundestagswahlkampf zieht. Diese Sehnsucht nach "Normalität" beziehe sich nicht nur auf die Forderung, die aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie größtenteils zu beenden, sagte der Parteivorsitzende Jörg Meuthen am Freitagabend in Dresden. "Das ist eine Kampagne, hinter der sich die ganze Partei scharen kann", betonte er - auch mit Blick auf die unterschiedlichen Strömungen der AfD. Oft höre er auf der Straße den Spruch, "das ist doch alles nicht mehr normal", sagte Meuthen. Beispielhaft nannte er Negativzinsen, Gendersternchen, Clan-Kriminalität und Sexualerziehung für sehr junge Kinder. Der Co-Vorsitzende Tino Chrupalla sagte: "Wir sind die Mittelstands- und auch die Handwerker-Partei."

Meuthen wies den Vorwurf zurück, die AfD sei eine Partei von Corona-Leugnern. Er sagte: "Wir sind in einer Pandemie, und die müssen wir auch bekämpfen." Einige der Maßnahmen zur Eindämmung von Covid-19 trage seine Partei durchaus mit. Viele seien aber unverhältnismäßig. Den Bürgern sei nicht vermittelbar, wieso man in einigen Geschäften einen negativen Covid-Test vorweisen müsse, in anderen aber nicht, sagte Chrupalla.

Meuthen rechnet nicht mit einem "wilden Krawall-Parteitag"

Insgesamt sind die AfD-Wahlplakate etwas zahmer als im Wahlkampf 2017. Damals hatte die Partei den Fokus auf Motive gelegt, die sich gegen die damals liberale Flüchtlingspolitik der Bundesregierung richteten.

Am Samstag beginnt in Dresden ein zweitägiger Bundesparteitag der AfD. Die rund 600 Delegierten wollen ein Programm für die Bundestagswahl beschließen.

Meuthen sagte, er rechne nicht mit einem "wilden Krawall-Parteitag". Man werde sich auf die Auseinandersetzung mit politischen Gegner fokussieren. Er betonte: "Das ist kein Parteitag, bei dem innerparteiliche Strömungskämpfe eine Rolle spielen werden. So ist es vorgesehen und - ich glaube auch - so kommt es." Auf die noch offene Frage der Spitzenkandidatur angesprochen, sagte er, wenn man auf der einen Seite einen Vertreter des "sozialpatriotischen Flügels" habe und auf der anderen einen des "freiheitlichen Flügels" wäre das ein Signal der Einigkeit, das der AfD gut anstünde. (best/dpa)