• Seit Wochen kommt es immer wieder zu Starkregen und Unwettern in Deutschland.
  • ARD-Meteorologe Sven Plöger hat nun erklärt, woran das liegt.
  • Doch eine Entspannung der Wetterlage ist derzeit nicht in Sicht.

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Eigentlich sollte sich das Wetter im Juli schon von seiner hochsommerlichen Seite zeigen. Doch stattdessen geben sich in Deutschland seit Wochen trockene Phasen, Unwetter und Überschwemmungen abwechselnd die Klinke in die Hand.

Wie ARD-Meteorologe Sven Plöger in der Sendung "Wetter vor acht" erklärte, wird sich daran in den kommenden Tagen nichts ändern. Auch dann werde es laut dem Experten wieder zu "Starkregenereignissen" mit "unglaublichen Regenmassen" kommen.

Deswegen spielt das Wetter in Deutschland aktuell verrückt

Die Erklärung, warum das Wetter derzeit so wechselhaft und unruhig ist, lieferte Plöger gleich mit. Denn im Grunde liege der Westen Russlands seit Wochen unter einem Hochdruckgebiet, so der Diplom-Meteorologe. Dort herrsche deshalb Dauerhitze und starke Trockenheit.

Über Deutschland würden hingegen mehrere Tiefdruckgebiete schweben, die durch das russische Hoch blockiert werden und nicht weiterziehen können. "Deswegen drehen die sich hier mehr oder weniger um sich selbst, und die Regengebiete kommen dann wiederkehrend immer wieder zu uns".

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Ihr Ort kann nicht ermittelt werden

Andreas Friedrich, Diplom-Meteorologe und Pressesprecher des Deutschen Wetterdienst (DWD), bestätigte diese Einschätzung im Gespräch mit unserer Redaktion. Am Wochenende sei laut Friedrich zudem feuchtwarme Luft aus dem Mittelmeerraum nach Deutschland geströmt. "Diese feuchte Luft ist jetzt sozusagen bereit, mit dem Tiefdruckgebiet dann auch abzuregenen".

Deutscher Wetterdienst warnt vor extremen Unwettern

Wie der Diplom-Meteorologe erklärt, führe dieser Umstand zu einer äußerst schwierigen Wettersituation. Deswegen habe der DWD am Dienstagvormittag auch eine "extreme Unwetterwarnung" für den Westen Deutschlands herausgegeben, was laut Friedrich nicht oft passiert.

Insbesondere im südwestlichen Nordrhein-Westfalen und im Nordwesten von Rheinland-Pfalz drohe extrem ergiebiger Dauerregen. Bis Donnerstagmorgen könnten dem DWD-Experten zufolge dort lokal mehr als 200 Liter Regen pro Quadratmeter vom Himmel fallen. ARD-Meteorologe Plöger warnte auch in Baden-Württemberg und dem Saarland vor ähnlichen Wassermengen.

Am Abend und in der Nacht zu Mittwoch verlagern sich die Gewitter weiter in Richtung Norden, dann könnten besonders Thüringen und Sachsen betroffen sein. Lokal sind heftiger Starkregen, größerer Hagel und schwere Sturmböen möglich. Im Nordosten Deutschlands ist es bis zum Abend hingegen heiter und trocken.

Die Höchsttemperaturen liegen am Dienstag im Südwesten und Westen bei 18 bis 24 Grad, sonst bei 22 bis 30 Grad, im Osten bis 32 Grad.

Auch in der Nacht zum Mittwoch kann es gebietsweise Gewitter und Starkregen geben. Ganz im Norden und im Nordosten ist es trocken. Die Tiefstwerte liegen im Norden und Osten bei 21 bis 17 Grad, im Süden und Westen bei 16 bis 10 Grad.

Wetteraussichten: Anhaltende starke Regenfälle

Am Mittwoch regnet es gebietsweise teils kräftig weiter. Im Westen und Teilen der Mitte warnt der DWD vor Unwettern durch wiederholte Starkregenfälle. Im Norden und Nordosten ziehen erst gegen Nachmittag und am Abend teils heftige Schauer und Gewitter auf.

Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 18 bis 25 Grad in der Südwesthälfte, in der Nordosthälfte bei 24 bis 31 Grad. (thp/Mit Material der dpa)

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