Greta Thunberg sitzt in Amerika fest. Die schwedische Klimaaktivistin reiste Ende August per Segelschiff über den Atlantik und möchte auf diesem Wege auch wieder nach Hause reisen. Das aber ist gar nicht so einfach. Bevor es zurückgeht, sendet sie noch eine klare Botschaft aus dem Katastrophengebiet Kalifornien.

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Greta Thunberg sucht kurzfristig eine Mitsegel-Gelegenheit von den USA nach Spanien. "Ich muss einen Weg finden, um im November über den Atlantik zu kommen", erklärte die 16-jährige schwedische Klimaaktivistin gestern im Kurzbotschaftendienst Twitter. "Ich wäre sehr dankbar, wenn mir jemand helfen kann."

Nach der kurzfristigen Verlegung der UN-Klimakonferenz COP25 von Santiago de Chile nach Madrid muss sie wie alle anderen Teilnehmer ihre Reiseplanung ändern.

Greta Thunberg steigt in kein Flugzeug

Aus Gründen des Klimaschutzes weigert Thunberg sich jedoch, in ein Flugzeug zu steigen. Aus diesem Grund hatte sie sich Ende August an Bord eines Segelbootes begeben, um vom südenglischen Plymouth nach New York zu segeln, wo sie im September am UN-Klimagipfel teilnahm.

Die derzeitigen schweren Waldbrände in Kalifornien, die sie aus nächster Nähe mitbekommt, sind für sie ein weiteres Argument für einen entschlosseneren Kampf gegen den Klimawandel.

Bei einer Kundgebung der Fridays-for-Future-Bewegung in Los Angeles sagte Thunberg am Freitag (Ortszeit), Waldbrände, wie sie derzeit ganz in der Nähe der US-Metropole wüteten, würden "durch die Klimakrise verstärkt".

"Aber es passiert nicht nur dort", betonte Thunberg. "Überall in der Welt können wir schreckliche Auswirkungen auf die Umwelt sehen, unter denen zahllose Menschen leiden und durch die zahllose Menschen sterben."

Greta Thunberg attackiert kurzfristiges Denken der Politiker

Die politischen Verantwortlichen stellten aber "kurzfristige Interessen über das Leben von Menschen, den Planeten und unsere Zukunft".

In Kalifornien wüten seit Wochen eine Reihe von Bränden. Gouverneur Gavin Newsom rief deswegen bereits für den gesamten Westküstenstaat den Notstand aus.

Am Freitag kämpfte die kalifornische Feuerwehr gegen ein weiteres Feuer, das am Vorabend 105 Kilometer nordwestlich von Los Angeles im Bezirk Ventura ausgebrochen war und binnen weniger Stunden 3.500 Hektar niederbrannte.

Von den Flammen des "Maria Fire" waren Anbauflächen sowie 2.300 Gebäude bedroht. Die Behörden erließen eine Evakuierungsanordnung für 8.000 Menschen.

Kaliforniens Feuerwehren kämpfen gegen die Flammen

Das am Mittwoch ausgebrochene "Easy Fire" im Bezirk Ventura wurde bis Freitag fast vollständig eingedämmt. Das große "Kincade Fire" im Weinbaugebiet Sonoma nördlich von San Francisco war zu 68 Prozent unter Kontrolle. (hau/dpa)

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