In Mali haben zwei Angreifer 170 Menschen eines Hotels in ihre Gewalt gebracht. Zwei deutsche Geiseln wurden mittlerweile befreit. Die aktuellen Informationen in unserem Liveblog.

Die wichtigsten Informationen im Überblick

  • Geiselnahme beendet, zwei Angreifer tot (16:52 Uhr)
  • 87 Geiseln befreit, darunter zwei Deutsche (14:13 Uhr)
  • Wohl 18 Tote (16:36 Uhr)
  • Angreifer nehmen 170 Geiseln (10:33 Uhr)

17:20 Uhr: Noch fehlt eine offizielle Bestätigung der Opferzahlen in Bamako. Aus Sicherheitskreisen verlautete, dass 18 Leichen geborgen wurden. Zwei der Angreifer sollen getötet worden sein.

17:14 Uhr: Mittlerweile hat der malische Innenminister Salif Traoré die Beendigung der Geiselnahme bestätigt.

16:52 Uhr: AFP meldet die Geiselnahme als beendet. Im Hotel sollen sich keine Geiseln mehr befinden, zwei Angreifer zudem erschossen worden sein.

16:36 Uhr: AFP meldet: 18 Tote.

16:33 Uhr: Ein Belgier wurde bei der Geiselnahme in Mali getötet, berichtet AFP.

16:24 Uhr: Zwei mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbundene Gruppen haben sich laut Medien zu dem Anschlag auf ein Luxushotel in Malis Hauptstadt Bamako bekannt. Der arabische TV-Kanal Al-Dschasira meldet, er habe eine entsprechende Erklärung erhalten.

Auch die mauretanische Nachrichtenseite Al-Akhbar berichtet, verantwortlich seien die Terrorgruppen Al-Murabitun und Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQIM).

Anführer von Al-Murabitun war der Topterrorist Mokhtar Belmokhtar. Nach Angaben der libyschen Regierung soll er im Sommer bei einem US-Luftangriff getötet worden sein.

15:59 Uhr: Die französische Regierung hat beschlossen, eine Spezialeinheit der Streitkräfte in die Hauptstadt Bamako zu entsenden. Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian teilt über Twitter mit, Paris folge damit einem Ersuchen der malischen Behörden.

15:50 Uhr: Alle 20 indischen Geiseln sind befreit worden, meldet die AFP via Twitter.

15:42 Uhr: Die EU-Trainingsmission in Mali (EUTM) hat den malischen Behörden Hilfe angeboten. Drei Rettungshubschrauber sowie die Kapazitäten des rund 60 Kilometer entfernten Militärhospitals in Koulikoro stünden bereit, um Opfer der Anschläge zu versorgen, sagt ein EUTM-Sprecher der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die EU-Mission wird derzeit vom deutschen Brigadegeneral Franz Pfrengle geleitet. In dem Hospital arbeiten dem Bericht zufolge überwiegend deutsche Sanitätssoldaten.

15:20 Uhr: Der BBC zufolge, helfen die US Special Forces in Bamako Menschen in Sicherheit zu bringen. Im Hotel räumen den Bericht zufolge malische Sicherheitskräfte Etage für Etage, und versuchen die noch verbliebenen Gäste aus ihren Zimmern zu befreien.

15:16 Uhr: Wie CNN berichtet, sind vier Chinesen befreit worden.

15:10 Uhr: Ein Video zeigt den Einsatz der Sicherheitskräfte im Radisson Blu in Bamako:

14:54 Uhr: Noch immer befinden sich 125 Hotelgäste und 13 Mitarbeiter in der Hand der Terroristen, meldet AFP.

14:53 Uhr: "Wir haben noch keinen vollständigen Überblick. Die Aufklärung läuft auf Hochtouren" , sagt Frank-Walter Steinmeier. Alle Mitarbeiter der Botschaft, deutsche UN-Mitarbeiter und deutsche Entwicklungshelfer hätten sich inzwischen gemeldet.

14:13 Uhr: Beim Terrorangriff sind auch zwei Deutsche freigekommen. Dies teilt Außenminister Frank-Walter Steinmeier während einer Afrika-Reise in Sambia mit. Ob sich noch weitere Deutsche in dem Hotel befinden, blieb zunächst unklar.

14:05 Uhr: Frankreichs Präsident François Hollande hat Mali nach der Geiselnahme in einem Hotel in der Hauptstadt Bamako Hilfe angeboten.

Er habe Präsident Ibrahim Keita gesagt, dass Frankreich bereit sei, den Kräften Malis die "notwendige Unterstützung" zu geben, sagt Hollande in Paris.

"Der Zugriff läuft und wir werden mit unseren Mitteln vor Ort dazu beitragen, die Befreiung der Geiseln erreichen zu können."

13:48 Uhr: Wie die der "Telegraph" berichtet, sollen die Angreifer englisch gesprochen haben. Dies hätten Hotelgäste berichtet.

13:34 Uhr: Insgesamt waren zwölf Crew-Mitglieder der französischen Fluggesellschaft Air France in dem Hotel. Sie sollen alle in Sicherheit sein.

13:22 Uhr: Eine französische Eliteeinheit soll vor Ort sein.

13:09 Uhr: Sicherheitskräfte befreien 80 Geiseln, berichtet die AFP unter Berufung auf einen lokalen TV-Sender.

13:05 Uhr: Laut AFP sollen sich 20 Inder im Hotel aufhalten.

12:44 Uhr: Dem französischen Auslandsrundfunk rfi zufolge befinden sich auch Franzosen und Chinesen unter den Geiseln.

12:40 Uhr: Die US-Botschaft und andere westliche Vertretungen fordern ihre Staatsbürger in Bamako auf, in ihren Häusern zu bleiben.

12:26 Uhr: Fünf der sechs Mitarbeiter der türkischen Fluggesellschaft Turkish Airlines seien freigelassen worden, meldet die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu.

Andere Medien berichten von sieben Mitarbeitern, von denen dreien die Flucht gelungen sein soll.

Turkish Airlines fliegt drei Mal die Woche von Istanbul nach Bamako. Die Fluggesellschaft ist bekannt dafür, dass sie Ziele auch in gefährlichen Regionen ansteuert. So stehen auf dem Flugplan auch Kabul (Afghanistan), Bagdad (Irak) und Mogadischu (Somalia).

12:22 Uhr: Ort des Geschehens in Mali: Der Screenshot von Google Maps zeigt einen Ausschnitt von Bamako - in der Mitte oben ist das Luxushotel Radisson mit Pool zu sehen.

12:11 Uhr: Der Bundeswehrverband fordert die Entsendung von Kampftruppen in das westafrikanische Krisenland Mali. "Der Terror-Akt von Bamako macht einmal mehr deutlich, dass sich der sogenannte Ring of Fire von Afghanistan über Jemen, Syrien und den Irak bis nach Afrika erstreckt", erklärt der Verbandsvorsitzende André Wüstner dem Berliner "Tagesspiegel".

Es reiche nicht aus, die IS-Terrormiliz in Syrien zu bekämpfen. "Für das künftige Engagement der Bundeswehr in Mali bedeutet das: Wir müssen robuste, kampfkräftige Truppen entsenden, um den Gefahren angemessen begegnen und erfolgreich sein zu können."

12:06 Uhr: Im Hotel sollen sich sechs Turkish Airlines-Mitarbeiter befinden.

12:05 Uhr: Bisher gibt es noch keine Informationen, ob sich Deutsche unter den Geiseln befinden.

11:54 Uhr: Zwei Malier und ein Franzose sollen unter den Toten sein. Das berichtet CNN. Der Nachrichtensender beruft sich auf Angaben der UN.

Bamako
Geiselnahme in Bamako

11:50 Uhr: Bundeswehr-Soldaten sind nicht unter den Geiseln im Hotel. "Unser Hauptquartier liegt einige Kilometer von dem Hotel entfernt, alle sind in Sicherheit", sagt ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin.

In Bamako sind aktuell mehr als 50 deutsche Soldaten als Teil der European Training Mission in Mali (EUTM Mali) stationiert.

11:49 Uhr: Wie France 24 berichtet, sind 15 Geiseln befreit worden.

11:48 Uhr: Medienberichten zufolge skandierten die Angreifer "Allahu Akbar" (Gott ist am größten), was den Verdacht eines islamistischen Terroranschlags weiter erhärtet.

11:47 Uhr: Die Angreifen haben nach Angaben der Polizei jene Geiseln freigelassen, die das arabische Glaubensbekenntnis aufsagen konnten. Sie seien vor allem an westlichen Geiseln interessiert, sagte der Beamte.

11:39 Uhr: Sicherheitspersonal hat der AFP zufolge das Hotel gestürmt.

11:38 Uhr: Bei dem Angriff sind drei Hotelgäste getötet worden.

11:34 Uhr: Rund ein Dutzend Gäste sollen soeben evakuiert worden sein, berichtet AFP weiter.

11:33 Uhr: Sicherheitskräfte haben zwei Frauen vom belagerten Hotel eskortiert, berichtet die Nachrichtenagentur AFP.

10:50 Uhr: Die Angreifer eröffneten Berichten zufolge in der siebten Etage des Hotels das Feuer. Die Polizei sperrte das Gebäude ab.

10:45 Uhr: 140 Gäste und 30 Angestellte seien in der Gewalt der Geiselnehmer.

10:33 Uhr: Das Radisson hat Berichten zufolge 170 Zimmer. Es ist bei Diplomaten beliebt und zum Beispiel auch das Hotel für Mitarbeiter der Air France.

10:25 Uhr: Wie ein AFP-Reporter berichtet, waren aus dem Hotel im Zentrum der Stadt Schüsse zu hören. Bei den Angreifern handelt es sich nach Angaben aus malischen Sicherheitskreisen um Dschihadisten.

10:18 Uhr: Mutmaßliche Dschihadisten haben ein Hotel in der malischen Hauptstadt Bamako gestürmt. Die beiden Angreifer nahmen im Radisson Blu in Bamako mindestens 170 Geiseln, wie der Konzern Rezidor, der das Hotel betreibt, mitteilte.

Mit Material der dpa/AFP