Bei der Abfahrt in Kitzbühel hat Matthias Mayer den ersten österreichischen Sieg seit 2014 eingefahren. Zwei andere Stars teilten sich unterdessen den zweiten Rang. Während DSV-Neuzugang Romed Baumann eine starke Leistung zeigte, enttäuschte Thomas Dreßen.

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Matthias Mayer hat das legendärste Rennen der Welt gewonnen. Bei der Abfahrt auf der Streif siegte der Österreicher vor seinem Landsmann Vincent Kriechmayr, der sich den zweiten Platz mit dem Schweizer Beat Feuz teilte.

Beim wichtigsten Weltcup-Rennen spielten die beiden deutschen Kitzbühel-Sieger Thomas Dreßen und Josef Ferstl keine Hauptrolle (der Streif-Ticker zum Nachlesen). Dreßen riskierte nach einem frühen Fehler zu viel und landete am Ende als 26. direkt hinter seinem Teamkollegen Ferstl. Dreßen: "Klar bin ich sauer. Fehler sollen einfach nicht passieren, deswegen trainieren wir viel. Wenn du vorne mitfahren willst gegen einen Beat oder Mothl oder Vince, dann musst du halt einfach alles riskieren. Entweder es geht auf oder nicht. Heute ist es nicht aufgegangen."

Auf Sieger Matthias Mayer, der die Abfahrt als erster Österreicher seit Hannes Reichelt vor sechs Jahren gewinnen konnte und sich über das Rekordpreisgeld von 100.000 Euro freuen durfte, fehlten Dreßen und Ferstl gut 1,9 Sekunden. Für den Höhepunkt aus deutscher Sicht sorgte DSV-Neuzugang Romed Baumann. Der gebürtige Österreicher, der vor der Saison den Verband gewechselt hatte, fuhr auf Platz sieben. Überzeugen konnte auch Andreas Sander als guter Elfter.

Stürze mit schweren Verletzungen gab es in diesem Jahr trotz nicht optimaler Sicht bei wolkenverhangenem Himmel nicht bei dem von zahlreichen Prominenten besuchten Spektakel in Tirol.

Ex-Österreicher Baumann: "Ein Riesending"

Baumann gelang in seiner alten Heimat Österreich dabei das mit Abstand beste Ergebnis seit seinem Nationenwechsel vor der Saison. "Vor diesem Publikum mein bestes Saisonergebnis einzufahren, ist ein Riesending", sagte er der ARD. Bei der vierten Zwischenzeit war er sogar auf Rang zwei gelegen. Am Morgen sei er von Fans wegen des Wechsels ins Land seiner Frau beschimpft und beleidigt worden, "das hat mich so angespornt", berichtete er.

Olympiasieger Mayer ist nun wie Super-G-Sieger Kjetil Jansrud (Norwegen) einer von neun Skirennfahrern, die in Kitzbühel sowohl einen Sieg in der Abfahrt wie auch im Super-G verbuchen konnten. "Man trainiert ein Leben lang für so eine Sache und wenn es dann aufgeht ... Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll, ich habe gerade so eine Freude", kommentierte er in der ARD. 2017 hatte der 29-Jährige den Super-G auf der Streif gewonnen.

Landsmann Vincent Kriechmayr und der Schweizer Beat Feuz kamen bei der 80. Auflage der Hahnenkamm-Rennen mit 0,22 Sekunden Rückstand auf den geteilten zweiten Platz. (dpa/mbo)

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